Mitarbeiterführung: Nur wer glücklich ist, kann glücklich machen!

Veröffentlicht am 27. Dezember 2010 in der Kategorie Management & People Skills von

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Was sind nun wirklich die Qualitäten einer Top-Führungskraft? Neben der fachlichen und sozialen Kompetenz sind Durchsetzungsvermögen, Ausdauer und ein empathischer Kommunikationsstil wesentlich. Je mehr wir in diesen Bereichen qualifiziert sind und umso ganzheitlicher wir agieren, desto umfassender können wir in Führungsaufgaben erfolgreich sein.

Für eine gelungene Gesprächsführung zwischen Mitarbeiter und Führungskraft ist es essentiell, dass ich mich selbst gut kenne. Ich muss meinem Mitarbeiter Kompetenz und Sicherheit vermitteln und dafür benötige ich selbst Sicherheit. Diese Selbstsicherheit wird gestärkt durch ein klares Bewusstsein meines eigenen Wertesystems, meiner Bedürfnisse, meiner Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Selbstachtung als Grundlage für Selbstsicherheit

Wenn wir uns zurückerinnern, war es für uns als Kind wichtig, „von Bedeutung“ zu sein und unser soziales Umfeld (Eltern..) vermittelte uns dies. Wenn wir das nicht hatten und glaubten nicht wichtig zu sein, war die Ausgangsposition für die Entwicklung unserer Selbstachtung eher schlecht. Jemand, der nie die eigene Bedeutung empfunden hat, hat leicht Schuldgefühle und tut sich recht schwer, Selbstachtung zu empfinden.

Über die Körpersprache erfährt schon das Baby – ohne Worte – seine „Wichtigkeit“ im Leben der Eltern, durch Berührungen, Emotionen, die es wie ein Seismograph mitempfindet. Der eigenen Bedeutung ist sich ein Kind am sichersten, wenn es bedingungslos geliebt wird. Ist diese Liebe der Eltern abhängig von Bedingungen, lernt das Kind, dass es, wenn es sich gut benimmt, ein „guter“ Mensch ist – und umgekehrt. Es lernt, dass sein Wert von der Beurteilung oder Verurteilung anderer Menschen abhängt. Es ist gut nachvollziehbar, dass ein Kind, welches bedingungslose Liebe erfahren hat, selbstsicherer ist.

Kompetenz heißt, sich sicher zu sein, dass wir etwas verändern, beeinflussen können. Kinder lernen Kompetenz, wenn sie die zu geringen Erwartungen der Eltern übertreffen. Überfürsorglichkeit der Eltern beeinträchtigen daher das Erlernen von Kompetenz.

Unabhängig von anderen Menschen – Bindungen, Freundschaften etc. - zu wissen, wer wir selbst sind, ist entscheidend für unsere Selbstachtung. Wir müssen dafür lernen, uns selbst und unsere Umwelt realistisch wahrzunehmen. Realitätssinn schließt das Wissen und Bewusstsein mit ein, dass wir alle auch Fehler haben.

Ethische Grundsätze und Werte

Wir müssen wissen, was richtig, falsch, gut oder schlecht ist. Ethische Grundsätze geben uns Hilfestellungen für auftretende Situationen und Probleme. Haben wir gelernt, diese goldene Regel anzuwenden, so können wir sehr schnell und ohne Zweifel entscheiden, wie wir uns verhalten sollen.

Unsere eigene Entscheidung über richtig oder falsch entwickelt sich nur aufgrund der eigenen persönlichen Werte. Integrität ohne diese genaue Kenntnis der eigenen Werte ist kaum möglich. Und nur das schafft das Vertrauen und die Kompetenz im Verkauf für den Top-Verkauf.

Mitarbeiterführung: Soziale Kompetenz

Eine Führungskraft muss das Verhalten und die Einstellung ihrer Mitarbeiter mit beeinflussen können. Aber nicht indem sie manipuliert, sondern indem sie soziale Kompetenz zeigt, d.h. die Gesamtheit der eigenen Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu beitragen von einer individuellen auf eine gemeinschaftliche Handlungsorientierung hin auszurichten.

Wenn Sie Veränderungen anstreben, sollten Sie sich auf Neues einlassen! Wie soll etwas anders werden, wenn wir das gleiche machen, was wir schon immer gemacht haben? Entgegengesetzt dazu vergrößert sich unser Gebiet der Selbstsicherheit, wenn wir uns auf etwas Neues einlassen und Herausforderungen annehmen.

Kontrolle über die eigenen Gefühle bedarf zunächst die klare Aussprache des Gefühles. Statt sich den eigenen impulsiven Stimmungen hinzugeben, versuchen Sie das, was Sie empfinden, auszusprechen. Damit reduzieren Sie den Spielraum für Vermutungen und Interpretationen. Es ist leichter, mit Menschen umzugehen, die Gefühle aussprechen, als mit einer heftigen Reaktion, die leicht als Angriff gewertet werden kann.

Bedürfnisse werden erst oft durch ein Gefühl wahrgenommen. Dies ist deshalb meist sehr schwierig, da wir keine konkrete Bezeichnung dafür finden. Bedürfnisse sind aber überlebenswichtig. Es sind Gefühle, die zum Handeln führen, sie sind immer gut und richtig, und dienen der Sache. Es ist daher wichtig für mich als Führungskraft, die Bedürfnisse meiner Mitarbeiter, die Verhaltensweise und die Motivation dahinter zu beachten und zu erkennen.

Persönliches Image

Das Image: Soziale Kompetenz – das möchte wohl jeder haben! Achten Sie daher nicht nur auf die Gefühle, sondern nehmen Sie Bedürfnisse der Mitarbeiter nach Distanz oder auch Nähe wahr. Die Höflichkeitsform darf aber nicht über den Inhalt gestellt werden. Wer vor lauter formeller Worte und Gesten das wirkliche Interesse vernachlässigt, wird nicht akzeptiert.

Soziale Kompetenz hat eher derjenige, der auf den anderen zugeht, ohne zu nahe zu treten, also wertschätzend auf die Menschen zugeht; wer anspricht ohne aufzudrängen. Dazu gehören genaues Beobachten, sensibles Wahrnehmen der Gesten der Körpersprache, das Eingehen auf jede Veränderung in Mimik, im Tonfall oder in der Körperhaltung.

Grundvoraussetzung für ein positives Image sind Ihre fachliche Kompetenz, Zuverlässigkeit, Integrität, Umsicht und Fairness. Mitarbeiter erkennen sehr schnell, wenn fachliche Anforderungen und charakterliche Werte fehlen. Ein positives Image behält nur derjenige, bei dem Verpackung gleich Inhalt ist.

Mitarbeiterführung: Stärken und Begabungen

Finden Sie heraus, was Sie wirklich gerne tun, das sind meist Ihre Stärken und Talente. Dann widmen Sie Ihre Zeit dafür und Sie werden eher zu den Besten gehören, als zum Durchschnitt. Leider werden wir kaum in unseren Talenten gefördert. Es ist eher so, dass Talente übersehen und Schwächen genau gesehen werden. Wir dürfen oft nicht so lernen, wie wir es am besten könnten, sondern so, wie es die Schule vorgibt. Meist wird an den Schwächen gearbeitet, da man diese ja so gut sehen kann – und das über Jahre.

Diese Verschwendung von Talenten und Ressourcen, ein ganzes Leben lang beruflich Dinge tun zu müssen, welche nicht den eigenen Stärken entsprechen, macht betroffen. Oft wird das gelernt, was Eltern, Gesellschaft, Lehrer etc. vorgeben. Hören Sie in sich hinein, für was Sie wirklich brennen. Vielleicht gibt es auch aus diesem Grund nur 7% Top Führungskräfte.

Unser Potential ist unsere Kompetenz, und die wiederum ist die Gesamtheit der Talente, des Wissens und der Fähigkeiten, die wir haben. Wichtig hierbei ist, herauszufinden, wie der Einzelne mit seinem individuellen Potential das Beste für das eigene Leben herausholt.

Nutzen Sie Ihre Stärken bewusst und seien Sie nachsichtig mit Ihren Schwächen. Jede Stärke hat auch eine korrelierende Schwäche. Wenn jemand z.B. sehr zielstrebig ist, und schnell Dinge erreicht, bedeutet das auf der anderen Seite evtl. auch, dass er ungeduldig ist.

Wenn Sie ihre Stärken kennen, nutzen Sie diese. Je mehr Sie das tun, was sie schon immer gerne getan hätten, desto mehr Lebensfreude werden Sie erleben. Nur wenn ich selbst glücklich bin, kann ich auch andere glücklich machen. Richten Sie ihren Lebensstil auf Ihre Talente aus.

(Bild: © ioannis kounadeas– Fotolia.com)


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