13 berufliche Fettnäpfchen … und wie Sie sie meistern

Veröffentlicht am 7. Mai 2009 in der Kategorie Management & People Skills von

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Peinliche Situationen sind im Berufsleben keine Seltenheit. Hier erfahren Sie, wie Sie sich elegant aus der Affäre ziehen. Der Autor Matthias Nöllke hat den Ratgeber "Peinliche Situationen meistern" veröffentlicht. Darin erläutert er, wie solche Situationen entstehen und wie man sich aus ihnen herausmanövriert.

Allgemein gilt: Ruhe bewahren und zu den Aussetzern stehen.

Das IT-Portal computerwoche.de hat die besten Ratschläge aus dem Buch zusammengestellt:

1. Sie vergessen den Namen Ihres Gesprächspartners

Bleiben Sie ehrlich und geben Sie es offen zu: "Mein Namensgedächtnis lässt mich leider gerade im Stich. Wie war gleich Ihr Name?" Reiten Sie aber auch nicht lange darauf herum und wenden Sie sich dann wieder den Sachthemen zu.

2. Sie tragen ein falsches Outfit

Underdressed oder overdressed - das kann passieren. Bleiben Sie gelassen und nehmen Sie eher beiläufig Stellung dazu: "Ich habe mich beeilt, heute herzukommen." Oder: "Mein Koffer wurde am Flughafen vertauscht." Es kann allerdings auch besser sein, einfach zu gehen - wenn Sie vollkommen falsch gekleidet sind.

3. Sie treten verbal ins Fettnäpfchen

Wenn Sie etwas sagen, das Ihrem Gegenüber peinlich ist, dann wechseln Sie das Thema. Vermeiden Sie verbale Entschuldigungen oder Bemerkungen wie: "Das muss Ihnen doch nicht peinlich sein."

4. Sie kennen die Umgangsformen nicht

Bei einem Geschäftsessen wissen Sie nicht, mit welchem Besteck Sie welche Speise essen sollen? Oder ob Sie zuerst den Chef oder die ältere Dame begrüßen? Folgen Sie Ihrer Intuition oder fragen Sie nach - direkt und höflich. Sympathisch wirkt zum Beispiel: "Entschuldigen Sie, ich habe keine Ahnung, wen ich wem zuerst vorstellen muss. Da frage ich sonst immer meine Frau. Aber die ist heute leider nicht da."

5. Sie stoßen ein Weinglas um

Im schlimmsten Fall ergießt sich Ihr Wein beim Geschäftsessen über die Gattin des Chefs. Auch hier gilt: Bleiben Sie ruhig und vermeiden Sie allzu hektische Hilfsmaßnahmen. Entschuldigen Sie sich bei der Leidtragenden und bieten Sie Ihre Hilfe an - und die Reinigungskosten zu übernehmen.

6. Ihnen knurrt der Magen

Schluckauf, Magen- oder Darmgeräusche bei einer wichtigen Besprechung: Entschuldigen Sie sich und unterbrechen Sie das Meeting für einige Minuten. Hören die Geräusche nicht auf, vertagen Sie das Treffen auf den kommenden Tag.

7. Ihr Kollege riecht schlecht

Ihr Kollege riecht nach Schweiß oder hat Mundgeruch? Lassen Sie ihn sein Gesicht zu wahren. Weisen Sie zunächst indirekt auf das Problem hin - indem Sie etwa erzählen, Sie hätten selbst einmal ein Schweiß- oder Mundgeruchsproblem gehabt und es aber mit Deo oder Mundwasser in den Griff bekommen. Hilft dieser Hinweis nicht, dann suchen Sie ein diskretes Gespräch unter vier Augen.

8. Sie haben keine Ahnung

Sie haben auf einem Gebiet eine Wissenslücke und Ihr Chef oder Kollege findet es heraus. Gehen Sie in diesem Fall nicht gleich in die Defensive, sondern geben Sie zu: "Das habe ich vergessen". Oder "In diesem Bereich kenne ich mich nicht aus." Das wirkt souveräner, als die fehlende Kompetenz nach und nach doch zugeben zu müssen.

9. Sie machen einen Fehler

Sie informieren zum Beispiel einen Kunden falsch: Geben Sie in diesem Fall Ihren Fehler zu und zeigen Sie, dass Ihnen das peinlich ist. Bemühen Sie sich, den Fehler wieder gut zu machen.

10. Ihr Chef brüllt Sie an - zurecht

Ihr Chef brüllt Sie wegen eines wirklich großen Fehlers an: In diesem Fall helfen keine sachlichen Argumente. Ihr Chef muss sich austoben. Widersprechen Sie dabei nicht und geben Sie nur knappe Antworten. Entschuldigen Sie sich, wenn Ihr Chef sich Luft verschafft hat. Geben Sie den Fehler zu und bieten Sie eine Lösung an.

11. Sie lästern über einen anwesenden Kollegen

Sie lästern über einen Kollegen, der plötzlich hinter Ihnen steht: In diesem Fall sollten Sie einfach den Mund halten. Erklärungen, Rechtfertigungen und Ähnliches verschlimmern die Situation nur.

12. Ein Kunde beschwert sich vor anderen Kunden

Sie sind in einem Kundengespräch. Ein anderer Kunde platzt herein und beschwert sich. Weisen Sie in diesem Fall die Anschuldigungen zurück. Bleiben Sie aber höflich und kooperativ: "Ich kümmere mich sofort um das Problem." Sorgen Sie dafür, dass der Beschwerdeführer den Raum verlässt und am Kundengespräch nicht weiter teilnimmt.

13. Ihre Lüge fliegt auf

Lügen Sie nie - vor allem nicht aus Bequemlichkeit, wie in diesem Beispiel: Der Chef fragt Sie, ob Sie eine Aufgabe schon erledigt haben. Sie lügen "Ja", um den Chef loszuwerden. Dann kommt die Aufforderung: "Kann ich das mal bitte sehen?"

In diesem Fall helfen keine weiteren Notlügen. Lenken Sie lieber ab: "Mir fällt gerade ein…." Oder regen Sie sich über einen Vorwurf auf: "Wollen Sie mir etwa unterstellen, ich hätte ... ."

(uqrl)

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