In 7 Schritten zum strategischen Ideen-Management

Veröffentlicht am 20. Juni 2010 in der Kategorie Management & People Skills von

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In 7 Schritten zum strategischen Ideen-ManagementOb Produkt, Dienstleistung oder Service: Mittelständler brauchen immer wieder neue Ideen, um Kunden zu überraschen und sich im Wettbewerb zu behaupten. Wie Sie dabei systematisch vorgehen, lesen Sie hier.

Die Marketing-Expertin Anne M. Schüller erläutert auf dem Portal deutsche-handwerks-zeitung.de sieben Schritte zu einem durchdachten Ideen-Management:

Schritt 1: Status quo analysieren
Am Anfang des Prozesses steht die Ist-Analyse: Analysieren Sie die jetzige Situation aus verschiedenen Perspektiven, vor allem aus Kundensicht. Beobachten Sie dazu das Verhalten Ihrer Kunden und befragen Sie Mitarbeiter sowie Externe – auch Branchenfremde.

Schritt 2: Ziele definieren
Halten Sie schriftlich fest, welche Ziele Sie am Ende erreichen wollen. So geben Sie der Ideen-Entwicklung eine Richtung vor. Denken Sie dabei an den Nutzen für Ihre Kunden: Was können Sie für Ihre Kunden besser, schneller, einfacher, billiger machen?

Schritt 3: Team zusammenstellen
Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter von Anfang an in die Ideenfindung ein. So sichern Sie sich die Unterstützung Ihrer Belegschaft.

Achten Sie im Team auf eine gute Mischung zwischen Alt und Jung, Frauen und Männern sowie Experten und Laien. Holen Sie sich Visionäre, Querdenker, Missionare, Macher und Bedenkenträger dazu. Briefen Sie das Team sorgfältig und ernennen Sie gegebenenfalls einen Moderator, der den Prozess steuert.

Schritt 4: Ideen finden
Wählen Sie für das Brainstorming einen neutralen, ungestörten und inspirierenden Ort und sorgen Sie für eine gute Atmosphäre. Starten Sie mit einem Kreativ-Warm-up und setzen Sie verschiedene Kreativitätstechniken ein.

Das Brainstorming sollte mindestens 30 bis 60 Minuten dauern, um möglichst viele Ideen zu sammeln und schriftlich festzuhalten. Dabei gilt:

  • Quantität vor Qualität: die Teammitglieder sollen sich gegenseitig inspirieren
  • keine Hierarchien: alle Teilnehmer sind gleichberechtigt
  • kein Feedback: bei den Vorschlägen gibt es weder positive noch negative Kritik

Schritt 5: Ideen aussortieren
Trennen Sie die Ideenspreu vom -weizen, indem Sie die gefundenen Ideen bewerten und selektieren. Legen Sie dabei Prioritäten fest, geordnet nach Marktfähigkeit, Machbarkeit, Zeithorizont, Wirtschaftlichkeit und Nichtkopierbarkeit. Oft entstehen dabei weitere Ideen.

Nach dem Selektieren bleiben einige wenige aussichtsreiche Favoriten über. Definieren Sie für diese Vorschläge das weitere Vorgehen, etwa in Form eines Projekts. Heben Sie gute Vorschläge für später auf, die Sie nicht sofort umsetzen können.

Schritt 6: Projekt durchführen
Binden Sie Ihre Mitarbeiter frühzeitig in die Durchführung des Projektes ein, um sich ihre Rückdeckung zu sichern. Kommunizieren Sie auch aktiv mit dem Markt, insbesondere mit Ihren Zielgruppen und mit der Presse. Bringen Sie Ihre Innovation zügig auf den Markt, und achten Sie dabei auf den richtigen Zeitpunkt.

Schritt 7: Kontrollieren und verbessern
Vergleichen Sie die Ergebnisse mit den Zielen, die Sie sich zu Beginn gesetzt haben. Ruhen Sie sich aber nicht auf den Resultaten aus. Holen Sie sich Feedback von Ihren Kunden und achten Sie dabei insbesondere auf Kritik. Verbessern Sie kontinuierlich – indem Sie den Prozess von vorn beginnen.

(uqrl)

www.deutsche-handwerks-zeitung.de

(Bild: © Kaarsten – Fotolia.de)