Stress am Arbeitsplatz: Chef der häufigste Auslöser [Studie]

Veröffentlicht am 1. Februar 2019 in der Kategorie Management & People Skills von

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Stress am Arbeitsplatz: Chef der häufigste Auslöser

Die Daten stammen aus einer aktuellen Befragung von 1.951 Angestellten durch die Organisations- und Personalberatung Korn Ferry. Das Ergebnis ist überraschend: Als größter Stressfaktor wird nicht wie vielleicht erwartet "zu viel Arbeit'' angegeben (12 Prozent), sondern der eigene Vorgesetzte.

Mit großem Abstand sehen 35 Prozent ihren Chef als wichtigsten Grund für subjektiv empfundenen Stress.

Dabei gaben 80 Prozent an, dass diese Belastung durch die Veränderung von Führungsstrukturen oder den Wechsel ihres Vorgesetzten entsteht. Ein Fünftel der Befragten empfindet sogar sehr großen Stress in diesen Situationen. Carsten Schäfer, Spezialist für die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften bei Korn Ferry, macht deutlich:

„In Wirklichkeit hat aber der unmittelbare Vorgesetzte den größten Einfluss auf die Gefühlswelt während der Arbeitszeit. Und der wechselt in heutiger Zeit immer häufiger.“

Gerade deshalb ist es umso entscheidender, wer als Nachfolger antritt, um den Stresslevel zu senken und Produktivitätsverluste zu vermeiden.

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Weitere Stressfaktoren

„Aufgrund von Transformation und permanenter Veränderung liegt die Vermutung nahe, dass vor allem zu viel Arbeit den individuell empfundenen Stress von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verstärkt“, so Schäfer

Die größten Stressverursacher im Job

  • 80 Prozent: Wechsel des Vorgesetzten
  • 20 Prozent: Lange Anreise zum Arbeitsplatz
  • 19 Prozent: zu niedriges Gehalt
  • 14 Prozent: die Kollegen

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Dem Stress im Büro folgt Stress zu Hause

Zwei Drittel gaben an, häufiger oder oft wegen Stress im Job nicht richtig schlafen zu können.

Oft beginnt ein Teufelskreis, da sich der Stress der Arbeit zuhause auswirkt und umgekehrt. Denn insgesamt 70 Prozent geben an, dass ihre Arbeitsproduktivität unter privatem Stress leidet. Die Folge: Um die Spirale zu durchbrechen, wird entweder privat oder beruflich der Schlussstrich gezogen.

Ein Großteil bleibt langfristig unglücklich und setzt sich in Zukunft weniger für den Job ein. Somit bewirken Unternehmen mit ihren Organisations- und Transformationsreformen genau das Gegenteil von ihrem eigentlichen Ziel.

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Mehr Arbeit: Der seltenste Stressfaktor

Mit nur 12 Prozent wird "Mehr Arbeit'' als Stressfaktor angegeben und liegt damit weit hinter Gründen wie beispielsweise "zu niedriges Gehalt" oder "Stress durch die Kollegen". Gleichzeitig die Erkenntnis: Die meisten Arbeitnehmer finden zu wenig Arbeit schlimmer als zu viel Arbeit und wären bereit für mehr Geld, auch mehr zu arbeiten.

79 Prozent empfinden zu wenig Arbeit als deutlich "stressiger".

Jedoch sollte die Aussage nicht falsch aufgefasst werden. Denn wird zu viel Arbeit zu wenig entlohnt, wirkt sich das ebenfalls sehr negativ auf Mitarbeiter aus. Umso entscheidender ist daher eine Führungskraft, die nicht nur fachlich ausgezeichnet ist, sondern es schafft, die Mitarbeiter zu unterstützen und zu motivieren.

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