Smart Working: Was sind die Vor- und Nachteile?

Veröffentlicht am 2. Januar 2019 in der Kategorie Management & People Skills von

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Smart Working: Was sind die Vor- und Nachteile?

Smart Working: Was ist das? Und welche Vor- und Nachteile hat es? Zunächst sehen wir uns an, was Smart Working bedeutet:

Smart Working: Definition

Smart Working ist bekannt als ein neues Arbeitsmodell. Dieses nutzt die neuen Technologien und Entwicklung bestehender Technologien, um sowohl die Leistung als auch die Zufriedenheit im Job zu verbessern.

Es sollte nicht mit dem Begriff Co-Working verwechselt werden, der sich auf einen gemeinsamen Arbeitsplatz bezieht. Co-Working Spaces werden in der Regel von Selbständigen genutzt.

Obwohl es sich um ein sehr weit gefasstes Konzept handelt, liegen Smart Working zwei Schlüsselideen zugrunde:

  • Eine profitablere Arbeitsweise (nicht nur finanziell)
  • Der Einsatz von Technologie

Die Bedeutung von Smart Working steckt schon in dem Begriff und heutzutage ist ja fast alles "smart": Ob Telefone, Uhren oder Fahrzeuge die digitalen Helfer sind nicht wegzudenken.

Smart Working ist eng mit dem Konzept der Telearbeit verbunden. Man könnte sogar sagen, dass Smart Working eine natürliche Weiterentwicklung des letzteren ist. Früher hat Telearbeit die Arbeit vom Büro ins Haus verlagert, heute bringt sie Smart Working an fast jeden Ort:

  • Parks
  • Cafés
  • Wartezimmer an Flughäfen

Smart Working bietet Vor- und Nachteile für den Mitarbeiter und das Unternehmen. Hier einige der wichtigsten Vorteile:

Vorteile von Smartworking

  • Es erhöht die Autonomie und Freiheit des Arbeiters
  • Geldersparnis für Arbeitsplätze, Transport oder Versorgung (Strom, Heizung, etc.)
  • Deutliche Zeitersparnis besonders in Großstädten
  • Verbesserung der zunehmend wichtigen Work-Life-Balance
  • Steigerung der Produktivität bei gut strukturierter Arbeit
  • Eine bemerkbare Verbesserung der Motivation der Mitarbeiter: Der Mitarbeiter schätzt die Arbeit und das Unternehmen mehr
  • Inklusion: Es ermöglicht die Integration von Menschen mit einer eingeschränkten Mobilität

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Aber Smart Working kann auch gewisse Nachteile haben:

Nachteile von Smart Working

  • Der Arbeiter empfindet die Arbeit möglicherweise als Eingriff in sein Privatleben
  • Gefahr der Isolierung des Arbeiters, aufgrund des mangelnden Kontaktes zu Kollegen. Dies kann zu einer fehlenden Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen führen
  • Sinkende Produktivität bei schlecht geplanter oder ausgeführter Distanzarbeit
  • Möglicherweise gibt es weniger Kontrolle über die Quantität oder Qualität der Arbeit
  • Ein Teil der Einsparungen, die für das Unternehmen erzielt werden, können Ausgaben für den Arbeiter bedeuten (Arbeitsbereich, Kosten für Lieferungen usw.)

Studie zu Smart Working

Der Adecco Global Report von 2015 offenbart einige interessante Fakten zu Smart Working und die Meinungen der Menschen über das Arbeiten an einem anderen Ort als dem traditionellen Arbeitsplatz.

So scheint beispielsweise die Akzeptanz von Smart Working bei denjenigen, die wissen worum es sich dabei handelt, groß zu sein. Trotz der Nachteile wie Ablenkung und der Gefahr einer möglichen Isolation, würden nur 17 % der Arbeitssuchenden die Flexibilität von Smart Working ablehnen.

Die Studie liefert weitere interessante Daten, z.B. die Meinung von Fachleuten, die im Personalwesen arbeiten. Für Personalvermittler wäre es hilfreich, einige der Nachteile von Smart Working zu analysieren, wie z.B.:

  • Isolation
  • Kommunikation mit Kollegen
  • Mangelnde Identifikation mit dem Unternehmen

Weitere, interessantere Fakten, welche aus der Studie hervorgingen:

  • 55 % der Befragten würden von zu Hause aus arbeiteten.
  • 46,5 % würden mit ihren Smartphones arbeiten.

Eine Tatsache ragt ganz klar heraus:

90,8 % der Befragten würden gerne außerhalb des Büros arbeiten können.

EXTRA: Home-Office: Fluch oder Segen? [Infografik]

Unter den bevorzugten Arbeitsplätzen wären:

  • Von zu Hause aus (64,2 %)
  • Von Coworking Spaces aus (47,6 %)
  • Von einem beliebigen Ort in der Nähe des Hauses aus (41,3 %)

Es scheint also mehr Menschen zu geben, die Smart Working in ihr Arbeitsleben integrieren möchten als Menschen, die wissen, was der Begriff eigentlich bedeutet.

Ist Smart Working die Zukunft?

Neue Technologien und die Verbesserung bestehender Technologien sind zentrale Faktoren bei der Entwicklung von Smart Working. Dazu gehört eine breite Palette von Instrumenten wie:

  • Internet
  • Smartphones
  • Soziale Netzwerke
  • Jede Art von Programmen, die eine Erleichterung der Flexibilität am Arbeitsplatz und mehr Mobilität schaffen

Nicht weit in der Zukunft werden andere Technologien, wie z.B. Virtual Reality, in die Liste der Techniken aufgenommen werden.

Das Hauptziel wäre es, nicht nur eine bessere Arbeitsleistung, sondern auch eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen. Mehr Zufriedenheit des Mitarbeiters bringt schließlich auch mehr Erfolg für Unternehmen.

EXTRA: Künstliche Intelligenz: Roboter am Arbeitsplatz

Dieser Artikel wurde von Alberto Dominguez auf Englisch verfasst und am 22.08.2017 auf ehorus.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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