Vitamin-D-Mangel durch Bürojob? Zusammenhang, Folgen und Vorbeugung

Veröffentlicht am 20. September 2018 in der Kategorie Management & People Skills von

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Der Sommer zeigt sich in diesem Jahr von seiner ganz besonders prächtigen Seite. Zwar sorgt sich manch ein Bauer um seiner Ernte und viele Verbraucher bangen, dass Pommes, Brot und Co. in Zukunft teurer werden, aber immerhin müssen wir uns um eines keine Sorgen machen: dass wir zu wenig Sonne abbekommen. Oder?

Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Irrglauben:

Erst letztes Jahr fand die University of Alberta in einer Studie heraus, dass 91 % aller Büroangestellten an einem Vitamin-D-Mangel leiden, der von einem Mangel an Sonneneinstrahlung herrührt.

Evolutionär gesehen ist der Mensch dafür gemacht, jeden Tag für mehrere Stunden dem Sonnenlicht ausgesetzt zu sein. Trotz aller Warnungen vor Hautkrebs ist es auch heutzutage noch wichtig, wenigstens ein bisschen in der Sonne zu sein - denn selbst im Sommer besteht der Mangel weiter.

Wie wird Vitamin D gewonnen?

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das wir nicht nur über die Nahrung zu uns nehmen, sondern völlig eigenständig durch die Aufnahme von Sonnenstrahlen produzieren können. Dabei wandelt der Körper eine Form von Cholesterol in der obersten Hautschicht mit Hilfe von UV-B-Strahlung in Vitamin D3 um.

Wichtig ist dabei, dass mindestens 25 % deines Körpers direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Die Intensität der Bestrahlung ist in Deutschland nur zwischen März und Oktober stark genug, um die Produktion aktiv zu halten - und selbst dann nur zwischen 10 und 16 Uhr. Je nach Hauttyp reichen aber schon wenige Minuten in der Sonne aus. Darauf solltest du dich auch beschränken, um das Hautkrebsrisiko nicht zu erhöhen.

Wie wirkt sich ein Mangel aus?

Ein Mangel an Vitamin D kann viele klassische "Bürokrankheiten" zur Folge haben. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Schlafprobleme, ein zu hoher Blutdruck und Konzentrationsprobleme sind nur einige Beispiele. Na, kommt dir das bekannt vor?

Langfristig kann sich in einigen Fällen auch das Risiko für Osteoporose, Herzerkrankungen und sogar Krebs erhöhen.

Wie kann man vorbeugen?

Da die Strahlen morgens und abends nicht ausreichen, um die Vitamin-D-Produktion vollständig anzukurbeln, bleibt Büromitarbeitern nichts anderes übrig, als tagsüber ein bisschen Sonne zu genießen. Am Wochenende funktioniert das zwar super, aber es lässt sich nicht immer ohne Weiteres mit dem Arbeitsalltag vereinbaren.

Damit deine Arbeit nicht leidet, empfiehlt es sich, möglichst viel davon mit nach draußen zu nehmen. So kannst du zum Beispiel:

  • lange Telefonate im Innenhof führen
  • Meetings im Park abhalten
  • öfter mal einen Home-Office-Tag einlegen, den du auf dem Balkon verbringst (natürlich arbeitend!)

Die Pause ist die beste Chance des Tages, ein bisschen Sonne zu tanken. Schon ein kurzer Spaziergang zum Café um die Ecke kann einen bedeutenden Unterschied machen. Besonders im Sommer empfiehlt es sich zudem, Team Events nach draußen zu verlegen, zum Beispiel als Picknick, Grillparty oder Kanu-Ausflug.

Was tun im Winter?

Ist der Sommer erstmal vorbei und die winterliche Kälte hat sich eingenistet, fällt es den meisten von uns noch schwerer, nach draußen zu gehen. Nicht jeder hat jedoch genug Vitamin-D-Reserven, um damit alle dunklen Monate ohne Mangel zu überstehen.

In Skandinavien greifen Betroffene gerne auf Lichtmaschinen zurück, die die Helligkeit und UV-Strahlen der Sonne so simulieren, dass im Körper eine Vitamin-D-Produktion angeregt wird. Auch medizinisch kann das unterstützt werden. Bevor du dich jedoch für die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (wie Vitamin-D-Tabletten oder Lebertran-Kapseln) entscheidest, solltest du unbedingt Rücksprache mit deinem Hausarzt halten.

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Oftmals hilft auch einfach ein erhöhter Genuss von Vitamin-D-reichen Lebensmitteln. Dazu zählen zum Beispiel fetthaltige Fischsorten (wie Lachs oder Thunfisch), Leber und Eier. Zwar ersetzt das keineswegs das Sonnenlicht, welches immerhin für 90 % der Vitamin-D-Produktion verantwortlich ist, reicht aber in vielen Fällen aus, um die Wartezeit bis zu den wärmeren Tagen zu überbrücken.

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