Design-Grundlagen, die jeder kennen muss

Veröffentlicht am 10. August 2017 in der Kategorie Management & People Skills von

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Du betreibst ein recht kleines Unternehmen, bist vielleicht gar ein Einzelkämpfer. Dein aktuelles Budget erlaubt keine Sonderwünsche. Du bist ein Unternehmer, der gern selbst zur Tat schreitet, Neues probiert oder vielleicht auch einfach immer wissen will, was dahinter steckt.

Nehmen wir einmal an, du brauchst eine einfache Visitenkarte mit deinen Kontaktdaten, einen Flyer für deine neuen Produkte oder auch nur ganz einfache Adressaufkleber mit deinem Logo. Ja klar, der einfachste Weg ist der, einen Grafikdesigner oder eine Werbeagentur damit zu beauftragen. Manchmal ist dieser Weg aber auch einfach zu teuer oder zu langwierig. Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für dich!

Wir zeigen dir, worauf du achten solltest, wenn du deine eigenen Werbemittel gestalten möchtest, jedoch nicht auf eine ausgedehnte Ausbildung zum Mediengestalter zurück greifen kannst. Selbst wenn du nicht selbst etwas Layouten, sondern nur bereits Gestaltetes bewerten möchtest, dann lohnt sich dieses Know-how. Aber zuerst brauchen wir ein paar Details zur Theorie.

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Theoretische Grundlagen eines Gestaltungsrasters

Ein Gestaltungsraster oder auch Designraster genannt, ist die geordnete Struktur von Linien (Hilfslinien, Spalten), die als Gerüst für das Anordnen der Elemente oder auch das Layouten einer Seitengestaltung dienen.

Elemente eines Gestaltungsrasters

1. Format (Seitenformat) - Beim Format kannst du dich nach den gängigen DIN-Formaten richten, oder ein eigenes wählen (z.B. quadratisch, rund oder Freiform).
2. Formen – Die Schrift- und Bildelemente formen die Seite grundlegend.
3. Seitenstruktur – Jedes Layout folgt einer bestimmten Ordnung. Dabei sind die einzelnen Elemente, wie Texte und Bilder, aneinander ausgerichtet: vertikal, horizontal, im Winkel …
4. Hierarchie – alle Elemente deines Gestaltungsrasters folgen einer Hierarchie, welche dem Betrachter in Form von z.B. verschiedenen Größen und Farben vermittelt wird.

Haben wir ein Designraster erstellt, so können wir all unsere Inhalte beliebig hineingeben und anordnen.

Die Grundstruktur verändert sich dabei nicht, aber dafür kann im Rahmen des Rasters gespielt werden.

Und dabei gibt es meist unendlich viele Möglichkeiten die Elemente eines Layouts einzufügen:

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Regel #1: Ohne ein Gestaltungsraster geht gar nichts!

Das ist einer der wichtigsten Knackpunkte auf diesem Themengebiet:

Keine und ich meine auch wirklich keine Drucksache oder Website wird gut aussehen, wenn ihr kein Gestaltungsraster zugrunde liegt.

Warum das so ist? Dein Schreibtisch schaut doch auch schöner und geordneter aus, wenn alles an seinem Platz liegt, oder?

Regel #2: Halte dich an dein Gestaltungsraster!

Wenn du beim Layouten feststellst, dass dein Raster eigentlich so gar nicht zu der Idee deines Flyers passt, oder dass dein Raster zu grob für deine vielen Elemente ist, dann gehe noch einmal einen Schritt zurück, passe dein Raster an und fahre dann mit dem Layouten fort.

Aber quäle dich niemals mit einem nicht funktionierenden Raster!

Das würde man deinem fertigen Produkt ansehen.

Regel #3: Ungerade Zahlen sind interessanter

Gerade Zahlen wirken oft unnatürlich, haben allerdings den Vorteil der Symmetrie. Ungerade Zahlen wiederum, wirken interessanter und bauen eine Spannung beim Betrachter auf. Das Raster mit der Drittel-Regelung anzulegen, ist somit immer ein sehr sicherer und solider Weg.

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Gestaltungsraster sind skalierbar

Das wirklich coole an Gestaltungsrastern ist die Skalierbarkeit. Die einfachsten und simpelsten 3-zeiligen Adressaufkleber, sowie die komplexesten Magazine liegen im Prinzip alle den gleichen Regeln zugrunde. Schau dich einmal um und betrachte Werbung aus Sicht eines Rasters und du wirst schnell feststellen, dass du überall die Grundlinie, Hilfslinien und Spalten finden wirst, die zur Ausrichtung dienen.

Zur Übung lassen sich Flyer, Magazinseiten oder Tageszeitungen mit Butterbrotpapier abpausen, damit die Struktur des Layouts erkennbar wird. Dabei werden natürlich nur einfache geometrische Figuren und Linien verwendet.

Sollte dir ein Layout einmal komisch oder ungeordnet vorkommen, so bist du dem Gestalter auf die Schliche gekommen, denn wahrscheinlich hat er dann die Regeln seines Rasters nicht befolgt oder erst gar keines angelegt.

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Ich bin Unternehmer, was bringen mir Gestaltungsraster?!

Jeder Unternehmer sollte ein Grundwissen über die Regeln von Werbung haben. Schließlich ist es deine Aufgabe, dein Unternehmen in Form von Werbung voran zu treiben – ja natürlich, das ist nur ein Tool neben vielen. Trotzdem wirst du dir viel Zeit und Geld sparen, wenn du mit deiner Werbeagentur auf Augenhöhe reden kannst.

Vielleicht hast du sogar ein Grafikprogramm zur Verfügung, so kannst du einfachste Druckprodukte oder Bilder für deinen Webshop auch selbst gestalten.

Als Unternehmer musst du ein Gespür für Werbung haben, nur so kannst du genau definieren, wie du dein Unternehmen präsentieren möchtest.

Dein erstes Gestaltungsraster

Du hast eine Idee für einen Flyer? Dann schnapp dir einen Zettel und Papier. Ja, jetzt gleich. Vielleicht nimmst du gleich ein kariertes Blatt, dann hast du schon ein Raster vorgedruckt.

Notiere dir alle Elemente, die auf deinem Flyer untergebracht werden müssen und erstelle ein erstes grobes Gestaltungsraster.

Dabei verwendest du nur einfachste geometrische Formen wie Rechtecke, Kreise und Linien. Du wirst merken, dass sich mit jedem weiteren Entwurf deines Flyers die Idee in deinem Kopf bildet und du ganz genau weißt, wie er später aussehen soll. Und das, bevor du überhaupt deinen Computer eingeschaltet hast!

Hast du weitere Fragen zu dieser Vorgehensweise oder zu Gestaltungsrastern überhaupt? Schreibe doch einfach einen Kommentar!