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Die tägliche Arbeit im Büro belastet unsere Gesundheit. Deshalb hier einige Anregungen, wie man die Gesundheit am Arbeitsplatz fördern und verbessern kann.

Gesundheit im Büroalltag

Bei einer Elektronikmesse fiel auf, dass die AusstellerInnen Büroangestellte als neue Marktgruppe für sich entdeckt haben. Denn das ewige Am-Schreibtisch-Sitzen ist der Gesundheit nicht gerade zuträglich. Sie wollen uns Schreibtischtätern helfen, mehr Abwechslung in den Büroalltag zu bringen, und haben allerlei Helferlein mitgebracht.

Zwischen den unzähligen Aktivitätstrackern, smarten Yogamatten und weiteren Gadgets fällt ein Schreibtisch mit eingebautem Laufband besonders auf. Es dauert nicht lange, bis mir der Verkäufer stolz erzählt, die Laufbandschreibtische stünden bereits in den Büros von Google, Motorola und sogar im Weißen Haus.

Und er will mir noch eine Innovation zeigen, den Gemeinschafts-Bike-Tisch: Im Prinzip drei Standfahrräder an einer Tischplatte. Ich staune, soll unser nächstes Meeting etwa zum Spinning ausarten? Ich kaufe zwar keines dieser Produkte, doch das Ganze bringt mich ins Grübeln: Was können wir tun, um die Gesundheit im Büro zu fördern?

Gefährliches Stillhalten?

Vor einigen Jahren enttarnte eine große Studie einer Krankenversicherung, wie schlecht es um Sitzverhalten und Trinkgewohnheiten der Deutschen steht. Durchschnittlich 7,5 Stunden am Tag verbringen wir sitzend, dabei ist so viel Inaktivität ein Risikofaktor für Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit etwa 3,2 Millionen Menschen bedingt durch Bewegungsmangel vorzeitig sterben.

Um den Kreislauf am Schreibtisch in Schwung zu halten, brauchen unsere Körper Wasser: Bis zu drei Liter täglich lautet die Empfehlung! Auch hier zeigen Studien deutlich, dass landauf landab tagsüber zu wenig getrunken wird. Ich nehme mir vor, zukünftig öfter in die Kaffeeküche zu laufen und ein Glas aus dem Wasserspender zu holen. So sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, und meine Lebenserwartung hoffentlich verlängert.

Gesunder Arbeitsplatz

Zurück am Schreibtisch setze ich mich demonstrativ aufrecht hin. Gut, dass immer mehr Büros ergonomische Stühle haben, gehören doch Probleme mit Skelett und Muskultur statistisch zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit. Am Bildschirmarbeitsplatz gibt es in Sachen Ergonomie aber noch mehr zu beachten, fällt mir ein.

Alle Elemente (Tisch, Stuhl, Monitor, Tastatur, Maus) müssen optimal auf die MitarbeiterInnen abgestimmt sein, damit der Körper nicht unnötig belastet wird. Auch Licht spielt im Büroleben eine große Rolle, besonders jetzt zur Winterzeit. Da gelten folgende Regeln: Arbeitsplatz gleichmäßig ausleuchten, Lampen in Blickrichtung orientieren und auf flackerfreie Leuchtmittel achten.

Aber für mich persönlich hat vor allem das Raumklima Einfluss darauf, wie produktiv und zufrieden ich mit der Arbeitsstelle bin. Großblättrige Pflanzen erhöhen nicht nur die Luftfeuchtigkeit und schützen so vor dem Austrocknen der Schleimhäute, sie helfen mir auch beim Entspannen. Stress kommt so erst gar nicht auf.

Arbeitgeber sollten den Trend nicht verschlafen

Erfolgreiche Unternehmen wie Adidas, Google und Co. haben den Trend zum gesunden Büro erkannt und buhlen mit hauseigenen Fitnessstudios, Mittagsschlafplätzen und weiteren Benefits um die klügsten Köpfe im Land.

Aber auch kleine Firmen können mit Sprudel aus dem Spender, frischen Früchten, guten Sitzmöbeln und angenehmem Raumklima nachhaltig in das Wohlbefinden ihrer AngestelltInnen investieren. Denn ungeachtet der Unternehmensgröße ist der „Faktor Mensch“ für den wirtschaftlichen Erfolg unabdingbar. Und gesund arbeitet es sich besser.

Stefan Bauer

Stefan Bauer lebt in Hamburg und hat in seiner Karriere eine Reihe renommierter Wirtschaftsunternehmen durchlaufen, bis er sich entschloss, als selbständiger Unternehmensberater und freier Autor tätig zu werden.

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2 Comments

  • Chris Schreiner sagt:

    Sehr wichtig ist auch der Umgang mit gesunder Luft im Büro. Ausgasungen von Bodenbelägen, Möbeln und Wänden. Auch bauliche Mängel können eine Rolle spielen, wenn beispielsweise aus Energiespargründen Fenster und Türen gut abgedichtet sind. Da wir uns zu 90% am Tag in geschlossenen Räumen aufhalten ist ein Großteil der 25 KG Luft, die wir durchschnittlich einatmen Raumluft. Wenn die Qualität schlecht ist, dann kommt es zu Konzentrationsschwächen, Kopfschmerzen allgemeines Unwohlsein. Unser Arbeitgeber hat das erkannt und wir haben in unseren Büro´s Luftreinger aufgestellt. Wir haben weniger Staub und vor allem auch weniger Gerüche in der Luft. Schon morgens kommen wir nicht in ein „stickiges Büro“ sondern haben angenehme frische Luft. Auch die Ausfälle durch Krankheiten wie Erkältung hat sich verringert. Vor allem unsere Allergiker spüren die gereinigte Luft. So ein Luftreiniger ist also die Ideale Ergänzung zu ergonomischen Schreibtischen und -Stühlen sowie gesunder Ernährung und Bewegung.

  • Bernhardt Federmann sagt:

    Was man auf gar keinen Fall unterschätzen darf sind die spätfolgen vom schlechten Sitzverhalten. Es ist neben der Kostenfrage des Bürostuhls auch eine Frage der Ergonomie! Wieviel einem seine Gesundheit Wert ist, merkt man auf der Autofahrt nach Hause, wenn die Bandscheibe schmerzt weil man den Sitzmarathon, mit den man täglich in der Arbeit zu kämpfen hat, falsch angegangen ist. Wir haben uns damals von der Berliner Firma http://www.berlin-buerostuhl.de/ beraten lassen. Es macht definitiv Sinn sich nach ergonomisch ausgerichteten Bürostühlen umzusehen, wenn man langfristige Lösungen sucht. Da muss eben auch das Preisleistungsverhältnis stimmen. Aber um auf den Punkt zu kommen, man darf auf keinen Fall unterschätzen wie wichtig Bürostühle hier sind.

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