Top-Leistungsträger haben immer die Wahl – Wie bindet man gute Mitarbeiter?

Veröffentlicht am 19. November 2009 in der Kategorie Management & People Skills von

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Global NetworkHochqualifizierte und leistungsfähige Mitarbeiter finden immer die Möglichkeit, einen neuen Job auf dem Stellenmarkt zu finden. Dies gilt auch in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit. Jeder Unternehmer weiß, dass es nicht nur schmerzlich, sondern auch sehr teuer sein kann, einen seiner Leistungsträger zu verlieren, be­sonders dann, wenn man ihn an den Wett­bewerber ver­liert.

Umgekehrt kann sich jeder Arbeitgeber glücklich schätzen, wenn er loyale Mitarbeiter hat, die in Krisenzeiten fest zum Unternehmen stehen. Das Empfinden von Verbundenheit und Identifikation mit dem Unternehmen wird als Mitarbeiterbindung bezeichnet. Gebundene Mitarbeiter hegen nicht den Wunsch ihren Arbeitsplatz zu wechseln, sondern bleiben dem Unternehmen treu.

Mtarbeiterbindung ist kein Produkt des Zufalls. Sie ist auch nicht allein abhängig von Gehalt und Sozialleistungen. Der Arbeitgeber kann weitaus effizientere Instrumente nutzen, um wertvolle Mitarbeiter im Unternehmen zu halten.

1. Mitarbeiterbindung: Sinn vermitteln

Jeder Mensch möchte gerne eine sinnvolle Arbeit verrichten. Nichts demotiviert mehr, als wenn man den Eindruck hat, „für die Katz“ zu arbeiten. Stiften Sie Sinn! Zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen eine klare Vision hat. Erklären Sie jedem Mitarbeiter, welchen Beitrag er zum Erfolg des Unternehmens leistet.

2. Anerkennung und Wertschätzung

Studien wie die jährlich erscheinende Gallup-Studie belegen, dass mangelnde Anerkennung durch den direkten Vorgesetzten Motivationskiller Nr. 1 ist. Sobald wir den Mitarbeitern zeigen, dass wir ihre Arbeit zu schätzen wissen, sorgen wir für Motivation und Leistung. Durch aufrichtiges Lob oder ein Schulterklopfen können Sie mit wenig Aufwand viel bewirken. Geben Sie jedem Mitarbeiter das Gefühl, wichtig für Sie und das Unternehmen zu sein.

3. Mitarbeiterbindung: Stärken und Talente richtig einsetzen

Kennen Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter? Jeder Mensch tut gerne das, was er gut kann und was ihm leicht fällt. Motivation entsteht automatisch, wenn einem die Arbeit Spaß macht. Analysieren Sie bewusst und systematisch die Stärken und Potentiale von Mitarbeitern. Testverfahren, die Persönlichkeitsprofile ermitteln, wie zum Beispiel der ACES-Test, helfen Ihnen dabei. Nutzen Sie diese Kenntnisse bei der Aufgabenverteilung und Karriereentwicklung.

4. Delegation und Verantwortung

Übertragen Sie leistungsstarken Mitarbeitern Verantwortung. Überlassen Sie Ihnen die Entscheidung, wie sie bestimmte Aufgaben erledigen. Führen Sie durch Zielsetzung. Bieten Sie nur dort Unterstützung, wo es notwendig ist. Führen Sie dazu regelmäßige Ge­spräche mit allen Mit­­arbeitern bezüglich Zielsetzungen, Planung und Feedback.

5. Mitarbeiterbindung: Kontrolle und Feedback

Kontrolle muss sein. Doch Sie sollte nicht fehlendes Vertrauen zum Ausdruck bringen, sondern konstruktiv wirken. Wer es nur darauf auslegt, seine Mitarbeiter bei Fehlern zu ertappen, der demotiviert sie. „Erwischen“ Sie ihre Leute bewusst auch dabei, wenn Sie etwas gut gemacht haben und loben Sie entsprechend. Kontrolle sollte als Feedback verstanden werden, das deutlich macht, wie die Ziele und Ergebnisse besser erreicht werden können.

6. Halten Sie, was Sie versprochen haben!

Mitarbeiterbindung wird auch manchmal „Wieder-Einstellung“ genannt. Während des Bewerbungs­ge­sprächs ha­ben Sie Versprechungen abgegeben. Nun gilt es, diese auch einzulösen. Bleiben Sie glaubwürdig. Wenn Sie gute Mitarbeiter oft nach kurzer Zeit schon wieder verlieren, sollten Sie überprüfen, ob Sie im Bewerbungsverfahren nicht falsche Erwartungen erweckt haben.

7. Mitarbeiterbindung: Vorbild und Mentor

Werden Sie zum persönlichen Mentor Ihrer Mitarbeiter. Verraten Sie ihnen das Geheimnis Ihres Erfolgs. Sie haben einen reichen Erfahrungsschatz, den Sie teilen können. Achten Sie die Arbeitsgewohnheiten und zeigen Sie, welche Methoden Ihrer Meinung nach besser funktionieren. Seien Sie stets ein Vorbild!

(Bild: © MACLEG - Fotolia.com)