Mitarbeiter-Fotos im Firmenportrait: Mit diesen Tipps schießen Sie die perfekten Bilder!

Veröffentlicht am 20. Februar 2014 in der Kategorie Management & People Skills von

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Mitarbeiter-Fotos im Firmenportrait: Mit diesen Tipps schießen Sie die perfekten Bilder!Egal ob trendiges Startup, schicke Werbeagentur oder renommiertes Versicherungsunternehmen: Potenzielle Kunden und Partner schauen sich auf der Firmenwebsite immer gerne die Bilder der Mitarbeiter an. Mitarbeiterfotos sagen viel mehr aus als ein Firmenlogo oder ein Werbespruch. Sind einem die Chefs und Macher dieses Unternehmens sympathisch? Das kann man oft erst nach einem ersten Treffen beurteilen.

Mitarbeiterfotos auf der Website schaffen aber die Möglichkeit, sich unverbindlich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Folgende Tipps sorgen für gelungene Mitarbeiterfotos – damit schon der erste Eindruck überzeugt.

Vorbereitungen auf das Mitarbeiter-Shooting

Der Termin für das Shooting sollte rund zwei Wochen im Voraus geplant werden. Am besten gleich mehrere Zeitfenster an zwei aufeinanderfolgenden Tagen festlegen. Das minimiert das Risiko von Bad-Hair-Days und Kaffeeflecken auf dem Hemd. Wenn die Termine stehen, müssen alle Mitarbeiter natürlich rechtzeitig darüber informiert werden, wer wann mit wem in welchem Dress vor die Linse kommt. So kann Hektik vor dem Shooting vermieden werden.

Der Fotograf und die Ausrüstung (s. u. Checkliste) sind bereit und ein bis zwei Helfer für die Lichteinstellungen wissen Bescheid. Ein paar Snacks und Getränke überbrücken kleine Wartezeiten für den nächsten Kandidaten.

Beim Shooting: Bitte recht freundlich …

Die Basics für Einzelportraits: Der Fotograf schießt die Fotos auf Augenhöhe der Portraitierten, die am besten ihren Blick knapp über die Linse ausrichten z. B. auf die Stirn des Fotografen. Der Abstand zwischen Linse und Gesicht sollte ungefähr zwei Meter betragen, bei einer Brennweite von ca. 50 mm entspricht das fast der menschlichen Wahrnehmung. Dabei die Belichtungszeit unter 1/60sek halten und mit großer Blende (=geringer Blendenwert) arbeiten.

Empfehlenswert ist, immer gleich mehrere Bilder der selben Person zu schießen - am besten in verschiedenen Posen. Hinterher kann dann in Ruhe aussortiert werden. Es muss viel, aber weiches Licht vorhanden sein. Also helfen beispielsweise indirekte Lichtquellen wie Deckenfluter dabei, keine Schatten im Gesicht und nur weiche Schatten im Hintergrund entstehen zu lassen.

Mit Pose, aber kein Posing

Grundsätzlich empfindet der Betrachter eine offene und sympathische Körperhaltung und Darstellung der abgelichteten Person am angenehmsten. Der Fotograf arbeitet mit dem Modell zusammen, lobt, animiert zum Lächeln und gibt Anweisungen zur richtigen Pose. Den ernsten Senior-Chef muss man aber auch nicht zum Lächeln zwingen, wenn dies nicht seinem Naturell entspricht.

Künstliche Posen wie „Daumen hoch!“ oder „High 5“ lieber ganz vermeiden – denn das wirkt schnell unseriös. Auch verschränkte Arme erscheinen bei Berufsanfängern eher amüsant. Einfache Steh-Posen stellen Modelle vorteilhaft ins rechte Licht: in aufrechter Haltung mit leicht nach hinten geneigten Schultern steht der Fotografierte leicht zur Seite gedreht und schaut in die Kamera.

Einzelkämpfer und Teamportraits

Es ist ratsam, zuerst das Teamfoto zur Auflockerung und dann die Einzelportraits zu schießen. Je nach Anzahl der Personen sind Teamfotos mit maximal fünf Personen günstig, damit alle erkennbar sind. Jedes Team hat seinen Termin mit einem Zeitfenster von mindestens 30 Minuten. Hier bieten Serienbild-Aufnahmen Vorteile, um Blinzler auf dem Foto zu vermeiden.

Das Team stellt sich am besten locker mit kleinen Abständen auf – also bitte nicht wie beim Militär oder Schulausflug. Der Fotograf wählt dann einen schrägen Blickwinkel von beispielsweise 45 Grad zur Achse, auf der das Team steht. Niemand soll unscharf abgelichtet werden, das bedingt eine größere Schärfentiefe also größeren Blendenwert (der durch eine längere Belichtungszeit ausgeglichen wird). Je nach Branche und Kundengruppe können dynamische Bilder mit Requisiten oder angedeuteter Bewegung spannend wirken.

Blitz, Licht und Hintergrund

Ein gleichmäßig ausgeleuchteter Raum bietet die besten Voraussetzungen für Portraitfotos. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Konferenzraum mit großen Fensterfronten, der bei Bedarf mit weiteren Lichtquellen ergänzt werden kann.

Mitarbeiterportrait_negativ_Beispiel

Das Negativbeispiel: Unvorteilhafte Körperhaltung, schlechter Hintergrund, harte Kanten, schlechte Beleuchtung und und und

Gegen unschöne Schlagschatten vom Fensterlicht hilft ein einfacher Diffusor (s. u. Checkliste). Wenn ein Blitz verwendet werden muss, sollte dieser gegen die Decke gerichtet werden. Direktes Blitzlicht erzeugt sonst harte Konturen, unschöne Schatten oder Reflexe in Augen oder auf Brillengläsern (wie in unserem Negativ-Beispiel zu sehen). Grundsätzlich werden alle Aufnahmen in Farbe geschossen – erst hinterher auf schwarz-weiß umstellen, falls dies gewünscht ist.

Der Hintergrund sollte einfarbig und aufgeräumt sein. Sperrmüll oder Papierrollen (wie beim Negativbeispiel) gehören nicht ins Bild. Vorzugsweise gelingt das klassisches Setting immer: Weißer Hintergrund, die Person posiert in gewissem Abstand davor.

Vorteil der weißen Wand ist, dass hier der Automatische Weißabgleich (AWB) der Kamera für natürliche Farben sorgt. Profifotografen ermitteln die Helligkeit mit manuellem Weißabgleich mittels Graukarte.

Checkliste: Die perfekte Ausstattung für das Shooting

  • Digitale Spiegelreflexkamera mit genügend Speicherplatz (idealerweise mit Aufsteckblitz)
  • Mehrere helle, aber weiche Lichtquellen (am besten eine sog. „Softbox“ mieten)
  • Raum für das Shooting mit einfarbiger Wand (oder ruhigem Hintergrund), etwas Platz  und Ruhe
  • Kleine Snacks und Getränke
  • Diffusor – großer, weißer Reflektor, der das vorhandene Licht vorteilhaft streut
  • ein Ringblitz, der die Gesichter gleichmäßig aufhellt – eine Softbox kann diesen Effekt simulieren
  • eine oder mehrere Trennwände, um bei schwierigen räumlichen Verhältnissen die optimale Ausleuchtung zu ermöglichen

Zu den Autoren:

Stefan Bierbaß
Stefan Bierbaß steht kurz vor erfolgreichem Abschluss seines Marketing/BWL-Studiums, ist Redaktionschef einer Hochschulzeitung und als angehender Profifotograf der jüngste Fotografie-Experte bei Leinwandfoto.de.

Marvin Wlotzka
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