Bewerbungsgespräch über Skype – so funktioniert das Job-Interview online

Veröffentlicht am 14. Januar 2014 in der Kategorie Management & People Skills von

Themen: ,

Bewerbungsgespräch über Skype – so funktioniert das Job-Interview online Im Zuge der Globalisierung und weltweiter Vernetzung von immer mehr Betrieben, kommt es schon mal vor, dass man bei einem Betrieb vorstellig werden muss, der tausende Kilometer entfernt agiert. Der Segen des Internets bietet dafür natürlich eine passende Lösung.

Mittlerweile ist es ganz normal, über IP-Telefonie-Portale wie Skype ein Bewerbungsgespräch durchzuführen. Dabei spart man eine Menge Zeit und kann genügend Eindrücke von dem Bewerber sammeln. Schließlich bekommt man neben den verbal vermittelten Informationen auch noch einen visuellen Eindruck des Aspiranten.

Die gesparte Zeit reinvestieren

Nachdem ein Bewerbungsgespräch nach Erhalt der schriftlichen Bewerbung verabredet wurde, kann man in Ruhe alles besprechen, was es zu besprechen gibt. Da keine Zeit für die Anfahrt verbraucht wurde, kann diese für das Gespräch genutzt werden.

Als „Job-Interviewer“ stellt man in der Regel eine Menge Fragen und fertigt dementsprechend Notizen an. Es macht Sinn, zu Beginn darauf hinzuweisen und den Dialog auf diese Art und Weise zu entschleunigen, was auch dem Bewerber zu Gute kommt.

Verschiedene Eindrücke komplettieren das Bild

Der Vorteil an Skype, verglichen mit klassischen Telefongesprächen, ist natürlich die visuelle Präsenz des Gegenübers. Je nach Branche ist das Äußerliche samt Mimik, Gestik, Charisma oder Auftreten von mehr oder weniger großer Wichtigkeit. Das digitale Medium hält den Bewerber normalerweise nicht davon ab, sich wie gewohnt förmlich in einem Gespräch wie der Bewerbung zu präsentieren. Also sollten angemessene Kleidung und Auftreten hier eine Selbstverständlichkeit sein.

Im Allgemeinen bietet Skype als Kanal genügend Möglichkeiten, um alle Anforderungen des Arbeitgebers zu überprüfen. Sei es nun das Äußerliche, die Kompetenz oder die generelle Ausstrahlung. Das Unternehmen muss im Endeffekt selbst wissen, was es verlangt vom potenziellen neuen Mitarbeiter.

Skype nicht als Barriere sehen

Wenn man nun unterschiedliche Arten von Bewerbungsgesprächen geführt hat, sollte man die nötige Neutralität bewahren. Das heißt, dass der Kontext hier nicht entscheidend sein sollte.

Natürlich fehlen dem digitalen Medium immer noch gewissen Eigenschaften, um den gleichen Wert wie ein „face-to-face“ Gespräch zu erreichen. Das sollte aber keinen Einfluss auf die Bewertung nehmen. Schließlich hat man sich einvernehmlich für die Skype-Konferenz entschieden. Als fairer Arbeitgeber ist es eine Tugend, objektiv die Gesprächsinhalte und Gesamteindrücke zu beurteilen, ohne das benutzte Medium als Hindernis mitzurechnen.

Das Feedback für den Bewerber

So viel Zeit das Skype-Gespräch bei der Bewerbung spart, so kann es diese Aufgabe auch bei der Rückmeldung erfüllen. Im Allgemeinen erfolgt das Feedback - sprich: ob der Bewerber den Job erhält oder nicht - schriftlich. Es wäre ja natürlich auch etwas überzogen, um jeden Bewerber noch einmal einzuladen, „nur“ um ihn über sein Scheitern zu unterrichten.

An dieser Stelle kann man als Arbeitgeber selbst überlegen, was angebracht ist. Wenn man z.B. der Meinung ist, dass der Bewerber an simplen Fehlern gescheitert ist, die schnell zu beheben wären, kann eine etwas ausführlichere Bewertung über Skype hilfreich und fair sein. Dafür wäre eine kurze Terminabsprache angebracht. Schließlich verschwimmen bei Skype etwas die privaten und geschäftlichen Grenzen.

Eigentlich wird die Software größtenteils zu privaten Zwecken, zur Unterhaltung mit Freunden und Familie genutzt. Überraschen Sie den Bewerber also im Fall einer Rückmeldung nicht mit einem spontanen Anruf.