Unternehmensberatung: Wann es sinnvoll ist einen Consultant ins Boot zu holen

Veröffentlicht am 6. November 2013 in der Kategorie Management & People Skills von

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Unternehmensberatung: Wann es sinnvoll ist einen Consultant ins Boot zu holenKennen Sie das? Sie öffnen Ihren E-Mail Account und eine Fülle von Einladungen und Angeboten verstopft die Datenautobahn, von Menschen und Gruppen die Sie manchmal gar nicht kennen.

Und kennen Sie auch das Gefühl, dass Sie mehr netzwerken müssten um Ihre Akquise voranzutreiben? Oder wenigstens mal eine Content Strategie zu entwerfen?

Gerade für Gründer und Jungunternehmer, welchen dieses Feld noch völlig neu ist, ist es schwer den Überblick zu gewinnen. Nicht selten geraten sie an Einzelberater oder auch Beratungsangebote zu Themen der Gründung und des Unternehmertums. Da wird viel Ware feilgeboten. Von Finanzbuchhaltung über SEO und Webauftritte bis hin zu Akquise Tools, die man unbedingt für viel Geld kaufen oder erlernen soll.

Verunsicherung statt Beratung

Trainings und Seminare für Existenzgründer werden dabei genauso beworben wie Seminare für mehr Umsatz und Effizienz für langjährige Unternehmer.

Verwirrend. Dabei wird allen Unternehmergruppen suggeriert, dass diese ohne ausreichende Netzwerke und deren Angebote im Alltag nicht klar kämen. Die Verunsicherung bei vielen ist daher verständlich groß und so wird über Businessnetzwerke im Internet, Kammern und Verbände fleißig ein Gefühl bedient, was untrüglich schlecht für jedes Geschäft ist: Angst und Unsicherheit.

Checkliste: Brauchen Sie einen Berater?

  1. Bleiben Sie ruhig. Atmen Sie.
  2. Vertrauen Sie nicht ausschließlich den Beratern, sondern sich selbst. Sie können etwas.
  3. Machen Sie sich selbst Ihr Ziel klar und nehmen Sie sich dafür Zeit. Wenn es dauert, dann dauert es eben.
  4. Bleiben Sie immer noch ruhig – egal wie hektisch die Anbieter Ihnen auch suggerieren wollen, dass es jetzt wirklich dringend ist.
  5. Machen Sie sich einen groben Plan. Erst dann suchen Sie sich einen oder maximal zwei Berater die Ihnen bei einer Aufgabe – und nur dabei – helfen könnten.
  6. Formulieren Sie so genau wie möglich. Wenn der Berater alles Mögliche erzählt und nicht zum Punkt kommt, trennen Sie sich von ihm.
  7. Informieren Sie sich, ob überhaupt und wenn ja welche Netzwerke für Sie in Frage kommen. Seien Sie realistisch mit Ihrer Zeit.
  8. Wer auf tausend Hochzeiten tanzt ohne eine Strategie, der ist mit seiner Energie schnell am Ende.
  9. Was sollen Ihre Netzwerke leisten können?
  10. Wenn Sie nichts über netzwerken wissen, ist das nicht schlimm. Es gibt ausreichend Fachliteratur dazu. Auch dazu nehmen Sie sich Ruhe und Zeit.

Setzen Sie sich mit aktuellen Trends auseinander

Lassen Sie sich also mit all den Einladungen zu Events und Treffen nicht überfordern. Auch nicht von anderen Unternehmern die Ihnen gerade ein eine wiederkehrende Veranstaltung als „DIE“ Akquise Strategie weismachen wollen.

Es ist schwerer in Zeiten von Social Media geworden sich als Unternehmer mit all den Trend“ auseinanderzusetzen und zu entscheiden, welcher davon sich und seinem Business nützlich sein kann. Die Jagd nach dem vermeintlich „besten“ Weg, um noch mehr Absatz und Umsatz zu generieren ist durch die Medienvielfalt noch schneller geworden.

Was ist ein guter Berater

Gerade in der Gründerszene wird vielen Gründern vermittelt, dass sie nicht nur überall sein müssten, sondern auch alle Vertriebskanäle nutzen sollten. Während manche Gründer noch gut mit sich und der neuen Welt zu tun haben, werden sie oft schon mit Mechanismen überfrachtet derer sie nicht ausreichend überblicken können.

Einen guten Berater übrigens erkennen Sie daran, dass er Ihnen nichts verkauft, sondern Sie daran erinnert und Ihnen zeigt was Sie alles schon haben und können.

Ein Berater berät – Ein Verkäufer verkauft.

(Bild: © peshkova - Fotolia.de)