Stress & Burnout: Diese Rolle spielt dabei die Psyche! (Teil II)

Veröffentlicht am 30. Oktober 2013 in der Kategorie Management & People Skills von

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Stress & Burnout: Diese Rolle spielt dabei die Psyche!(Teil II)Totale Erschöpfung, am Ende seiner Kräfte zu sein, das, was oft mit dem Begriff „Burn-out“ beschrieben wird, scheint der Endpunkt eines Weges zu sein, an dem man sich endlich einmal zurück ziehen darf, und sozial akzeptiert „nein“ oder „ich kann nicht mehr“ sagt.

Der allgemeine Konsens dahinter scheint zu sein, dass die Erkrankten richtig viel geleistet haben müssen. Doch muss es wirklich erst so weit kommen, dass Krankheiten den Einzelnen und damit unsere Gesellschaft zu neuem Denken zwingen?

Gefühle sind ansteckend

Arnold B. Bakker widmet sich an der Erasmus Universität Rotterdam diesem Thema. Er stellte fest, dass es Lebenspartnern selbst bei großer Anstrengung nicht gelingt, ihre Gefühle und Probleme bei der Arbeit von zu Hause fern zu halten.

Auch Teams können sich gegenseitig negativ beeinflussen. Steht die Mehrheit eines Teams vor dem Burn-out, korreliert das gesamte Burn-out-Niveau mit den individuellen Burn-out-Niveaus.

Zu viele Informationen machen krank

Aber Vorsicht vor zu viel Aufklärung: Ansteckend ist Burn-out, weil er in aller Munde ist. Gerade durch die Sensibilisierung für das Thema geben wir ihm mehr Raum. Aufgrund der vermehrten Konfrontation mit der Burn-out-Symptomatik ordnen Menschen viel eher kurzfristig erlebte Symptome in diese Richtung ein und bewerten dann Kopfschmerzen nicht mehr als Kopfschmerzen, sondern als Zeichen eines sich anbahnenden Burn-outs.

Die psychologischen Hintergrundmechanismen

Geschlecht, eigene Erfahrungen und Empfänglichkeit variieren den Grad und die Leichtigkeit, mit der Gefühle und Symptome übernommen werden. Doch wie geschieht diese Übertragung?

1. Lebende Modelle

Andere Menschen fungieren wie Vorbilder, Symptome werden bemerkt und werden automatisch und unbewusst übernommen, so wie wir auch Gesten, Blicke oder Worte von anderen übernehmen.

2. Einfühlungsvermögen mit Nachteil

Gefühle können „aufgeschnappt werden“ indem ich versuche, meine in eine Situation hinein zu versetzen. Dabei werden ähnliche Situationen im eigenen Leben aktiviert und die Gefühle übernommen.

3. Mitgefühl

Bei der empathischen Identifikation stellen wir uns vor, wie wir uns an Stelle der anderen Person fühlen würden. Dies ist besonders bei Paaren und Familien verbreitet, wo „einer die Last des anderen“ ganz selbstverständlich trägt und es ungehörig scheint, sich gut zu fühlen, wenn es dem anderen schlecht geht.

4. Mediale Ansteckung

Unter dem Titel „Burn-out? Nein, danke. Ich hab schon“ veröffentlichten Charlotte Kraus und Simon Hahnzog ihre Studie zu der Frage, inwieweit Burn-out durch die Präsenz in Umfeld und Medien zur Verstärkung eigener Symptom führt.

Neu ist, dass die Übertragung von negativen Gefühlen und Burn-out-Symptomen keine Anwesenheit von Menschen braucht, sondern durch die mediale Präsenz des Themas zustande kommen kann. Wir hören, lesen, sehen immer öfter davon, die gefühlte Burn-out-Präsenz wächst unaufhörlich und beeinflusst die Einschätzung des eigenen Burn-out-Zustandes.

Praxistipps für ein Leben ohne Burn-out:

1. Ändern Sie Ihre Haltung

Glück bedeutet viele kleine tägliche Annehmlichkeiten und ein generelles Gefühl der Zufriedenheit mit dem Leben, nicht seltene emotionalen Highlights wie eine Hochzeit. Also umgedacht und Augen auf!

2. Betreiben Sie Gedankenhygiene -

so wie Sie auch regelmäßig Ihre Zähne putzen. Yoga, Meditation und Achtsamkeitsübungen helfen dem Geist, sich zu beruhigen.

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Das Buch zum Thema: Schokologie: Was wir vom Schokolade-Essen fürs Leben lernen können

(Bild: wordle.net)