Stress & Burnout? So schützen Sie Ihre Gesundheit! (Teil I)

Veröffentlicht am 23. Oktober 2013 in der Kategorie Management & People Skills von

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Stress & Burnout? So schützen Sie Ihre Gesundheit! (Teil I)Stress ist ein neues Statussymbol. In den 70er-Jahren hatten die Menschen endlich Zeit, sich auf Ihr Privatleben zu konzentrieren, in den 80ern kamen die materiellen Statussymbole. Seit den 90ern geht der Trend zu „man hat Stress“.

Oder könnten Sie sich vorstellen, anerkennende Blicke dafür zu ernten, wenn Sie erzählen, Sie hätten gestern den ganzen Abend gemütlich auf dem Balkon gesessen und in den Himmel geschaut und sich dabei prächtig erholt?

Stress ist immer eine Frage der Bewertung: Wettbewerb, Zeitdruck, Leistung, Pflichten, Erwartungen. Stress an sich ist kein Problem. Negativer Stress entsteht durch unsere Bewertung einer Situation als unangenehm, unbewältigbar, Angst einflößend usw. Dann konzentrieren wir uns auf die Probleme statt auf Lösungen und finden diese auch gar nicht, weil der so genannte Tunnelblick eintritt. Und je länger der Stress andauert, desto größer die Gefahr.

Wir fahren heute die Ernte der letzten Jahre ein. Immer weniger Menschen haben immer mehr geleistet, so dass die Batterien leer sind. Belastung können wir jedoch gut verkraften – wenn angemessene Erholung folgt.

Geht nicht gibt es nicht

Unsere Kultur der Selbstausbeutung ist nicht auf die Arbeit beschränkt, sondern findet genauso im Privatleben statt. Wir leben in einer Welt, in der keiner den ständig wachsenden Ansprüchen mehr gerecht werden kann. Weil es zu viele und zu hohe in allen Lebensbereichen gleichzeitig sind.

Leistung ist eine geförderte Sucht. Wir arbeiten exzessiv statt ekstatisch. Finden am Schreibtisch kein Ende und Überstunden werden gar nicht mehr als solche wahrgenommen.

Wir werden unruhig, wenn es um uns ruhig wird, weshalb wir selbst außerhalb der Arbeit ständig aktiv sind und zum Beispiel E-Mails lesen, joggen, putzen oder aufräumen.

Katastrophe kommt vor Vergnügen

Wir sind ständig mit unseren Gedanken woanders. Ärgern uns über das, was gestern war, machen uns Sorgen über Dinge, die wir hören und lesen und die (noch) gar nicht real sind. Diese Tendenz, sich mental auf Probleme oder Gefahren zu konzentrieren, wird in der Psychologie das „Katastrophische Gehirn“ genannt.

Die sich selbst erfüllende Zukunft

In einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2012 gab jeder zweite an, dass der Stress im persönlichen und sozialen Umfeld zunehmen wird. Hier kommen die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen ins Spiel.

Wir sehen, was wir erwarten, alles andere filtert unser Gehirn gnadenlos aus. Mit diesem so genannten „Bestätigungsirrtum“ machen wir uns selbst kaputt. Wir verhalten uns nämlich auch so, dass es zu unseren Erwartungen passt und sagen dann „hab ich es doch gewusst“.

Tipps für ein Leben ohne Burnout:

Egoismus 2.0

Es ist egoistisch, nicht gut für sich zu sorgen, weil wir dann von anderen die Lieferung der Zutaten für unser Wohlbefinden erwarten. Ermutigen Sie sich also und leben Sie vor, wie es ist, gut für sich zu sorgen.

Die wissenschaftlich nachgewiesene Gesundheitsformel lautet 3:1

Glück und Gesundheit brauchen geistige Disziplin. Als günstig gilt der Quotient von drei zu eins. Das heißt: auf jedes schlechte Gefühl sollten mindestens drei gute kommen. Diese Quote kann man erheblich verbessern, indem man einfach nur lernt, mehr auf die guten Dinge im Leben zu achten.

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Das Buch zum Thema: Schokologie: Was wir vom Schokolade-Essen fürs Leben lernen können