Mein Laptop ist mein Büro

Veröffentlicht am 17. Juli 2012 in der Kategorie Management & People Skills von

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Im Januar 2011 saß ich in einer Strandbar in Brasilien, trank eiskalten Kokosnusssaft und arbeitete fleißig an meinem Laptop. Das Unternehmen, an dem ich arbeitete, hatte seinen Sitz jedoch in Deutschland. Dank Internet und Online-Tools war mein Laptop für ein halbes Jahr mein mobiles Büro.

In diesem Artikel möchte ich nicht nur auf die Tools eingehen, die mir das Arbeiten und das Lenken meiner Firma vom Strand aus ermöglicht haben, sondern auch erklären, warum ich ein mobiles Büro für absolut sinnvoll erachte.

Warum ich lieber vom Strand aus arbeite

Warum ist es für mich als Unternehmer sinnvoll, ortsunabhängig zu arbeiten und die Unternehmensinfrastruktur so aufzusetzen, dass ich nicht ans Büro gebunden bin? Zum einen bin ich außerhalb des Büros deutlich produktiver. Ich kann mein Telefon auf lautlos stellen, niemand unterbricht mich in meiner Arbeit, ich verbringe keine Zeit in unproduktiven Meetings und erledige die wichtigen Dinge schneller. Außerdem spare ich mir den Weg ins Büro. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Die Mitarbeiter sind gezwungen, selbst nachzudenken und Entscheidungen zu treffen. Je weniger ich ständig für Rückfragen zur Verfügung stehe, desto eher wird eigenständig gearbeitet.

Das führt mich schon zum zweiten Punkt: Warum ist es für mich sinnvoll, auch meinen Mitarbeitern die Freiheit zu gewähren, ortsunabhängig zu arbeiten? Aus eben den Gründen, aus denen auch ich gerne ortsunabhängig arbeite. Sie sparen Zeit, Geld für die An- und Abreise zum Büro und sind produktiver, da es weniger Ablenkung durch das Bürogewusel gibt. Und die Mitarbeiter sind in der Regel zufriedener.

Es gibt aber auch Dinge, die zu beachten sind:

  • Manchmal ist es wünschenswert, sich mit Mitarbeitern zu treffen und sei es nur, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Immer alleine am Laptop vor sich hin zu arbeiten, kann ermüdend sein.
  • Außerdem müssen klare Ziele auf Tages- oder Wochenbasis vereinbart sein. Das wiederum hat klare Vorteile. Die Leistung der Mitarbeiter wird nun tatsächlich an Ergebnissen gemessen und nicht daran, wer abends am längsten im Büro hockt oder am wichtigsten tut.

Wie kann ich mein mobiles Büro umsetzen?

Wie genau das mobile Büro letztendlich umgesetzt wird, hängt stark von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens ab. Da es einer individuellen Abschätzung bedarf, möchte ich hier nur einige Werkzeuge vorstellen, die uns beispielsweise bei dem Aufbau einer virtuellen Infrastruktur für einen PSD to HTML-Anbieter geholfen haben. (www.virtualcodingnerds.de)

Dropbox

synchronisiert Dateien bequem auf verschiedenen Endgeräten. Dadurch ist ein schneller und unkomplizierter Dateienaustausch möglich. (www.dropbox.com)

Google Docs

erlaubt die simultane Arbeit an Dateien, wie zum Beispiel Tabellenkalkulation, Textverarbeitung oder Präsentationen. (www.docs.google.com)

Screensharing

Skype hat eine Screensharing-Funktion, in der man jedem auf einfache Weise zeigen kann, was man selbst gerade an seinem Bildschirm sieht.

VoIP-Telefonie

hat mir in Brasilien erlaubt, mit einer Berliner Nummer bei Geschäftspartnern anzurufen. Der Kunde muss ja nicht wissen, dass man gerade in den Tropen sitzt. Ich bin überzeugt davon, dass viele Unternehmen und Unternehmer von den Möglichkeiten, die ein mobiles Büro mit sich bringt, stark profitieren würden. Und in den meisten Fällen sind die Potenziale für eine produktive, ortsunabhängige und vor allem auch kostensparende ortsunabhängige Zusammenarbeit noch nicht ausgeschöpft.

(Bild: © feoris - Fotolia.de)