8 Regeln, mit denen Sie die Qualität des Managements erhöhen!

Veröffentlicht am 11. Juni 2012 in der Kategorie Management & People Skills von

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Unternehmen, die langfristig überdurchschnittlich erfolgreich sind, verfügen meist über ein Managementsystem das Spitzenleistungen fördert und fordert. Dieses gilt es, mit Liebe zum Detail in jahrelanger Arbeit aufzubauen und zu entwickeln.

Für High-Performance-Unternehmen, die über einen langen Zeitraum deutlich erfolgreicher als ihre Mitbewerber sind, gilt: Ihr Erfolg ist kein Zufall. Sie haben vielmehr in ihrer Organisation ein Management- beziehungsweise Führungs- und Steuerungssystem etabliert, das auf ein kontinuierliches Steigern der Managementqualität abzielt. Und ihre Führungsmannschaften haben gewisse (Management-)Tugenden verinnerlicht, die für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens unabdingbar sind. Folgende Regeln sollten Sie beim Auf- und Ausbau eines Managementsystems, das nach Excellence strebt, und einer entsprechenden Kultur in ihrer Organisation beachten.

Regel 1: Betrachten Sie Ihr Managementsystem als die Basis des künftigen Erfolgs!

Höchstleistungen und Spitzenpositionen im globalen Wettbewerb lassen sich auf Dauer nur mit einem ganzheitlichen und im gesamten Unternehmen praktizierten und verankerten Führungs- und Steuerungssystem erzielen. Das haben alle High-Performance-Unternehmen erkannt. Sie betrachten ihr Managementsystem als die Basis ihres Erfolgs und als zentrale Ursache der Top-Qualität ihrer Mitarbeiter und ihres Managements.

Für fast alle Unternehmen mit einem exzellenten Management gilt zudem: Sie entscheiden und handeln in der Regel schnell. Während sich ihre Mitbewerber noch fragen, ob Veränderungen nötig sind, planen sie bereits das Umsetzen ihrer Beschlüsse. Hierzu sind sie in der Lage, weil sie (aus Erfahrung) wissen:

  • Das Fundament für einen langfristigen Erfolg ist gelegt.
  • Wenn wir beim Umsetzen unserer Beschlüsse weiterhin die nötige Konsequenz und (Management-)Disziplin zeigen, haben wir auch künftig Erfolg. Und:
  • Die hierfür erforderlichen Veränderungen können wir meistern.

Dieses Selbstvertrauen erwächst unter anderem aus ihrem unternehmensspezifischen Managementsystem, das

  • alle Mitarbeiter einbindet und eine Identifizierung mit der Unternehmenskultur zulässt,
  • sich dem Gedanken der kontinuierlichen Verbesserung (auch des Managementsystems) verpflichtet fühlt und
  • den Kunden in den Fokus des Denkens und Handelns stellt.

Regel 2: Beherrschen Sie die sieben Managementdisziplinen!

Das Umsetzen eines ganzheitlichen Führungs- und Steuerungssystems muss sich an definierten Managementdisziplinen orientieren – also Eigenschaften, die das Management und sein Handeln auszeichnen. Diese gilt es klar zu definieren und im Unternehmen aufzubauen. Nötig ist zudem eine genaue Beschreibung, in welchen Verhaltensmustern sich diese Disziplinen zeigen.

Die sieben Handlungsfelder und Managementdisziplinen beim Streben nach Management-Excellence sind:

  • Die Prozesse und Mitarbeiter auf die Strategie fokussieren,
  • strategische Verbesserungsprogramme integrieren,
  • die Ressourcen strategisch konzentrieren,
  • relevante Informationen real time bereit stellen,
  • die Mitarbeiter strategisch entwickeln,
  • im Tagesgeschäft die erforderliche Leistung erzielen und
  • strategisches Lernen institutionalisieren.

Für die meisten High-Performance- beziehungsweise Management-Excellence-Unternehmen gilt: Sie haben den Grundstein für ihr Managementsystem bereits vor vielen Jahren gelegt, die genannten Managementdisziplinen gezielt aufgebaut und seitdem kontinuierlich ausgebaut. Aufgrund dieser Hartnäckigkeit, Ausdauer und Kontinuität entstand eine Werte- und Leistungskultur in ihrer Organisation, die auf alle Mitarbeiter inspirierend und zugleich koordinierend wirkt.

Regel 3: Stellen Sie sicher, dass das Top-Management Leadership beweist!

Excellence-Unternehmen messen Führung – meist als „Leadership“ bezeichnet – eine hohe Bedeutung bei. Denn Führung erachten sie als Voraussetzung dafür, dass ein Managementsystem lebt. Dem entspricht ihre Führungskultur. Ihre (oberen) Führungskräfte

  • kommunizieren offen und verständlich,
  • sorgen für klar definierte Aufgaben und Verantwortlichkeiten,
  • treiben die Umsetzung der Vereinbarungen konsequent voran,
  • zeigen ein großes Durchhaltevermögen im Arbeitsalltag und
  • leben ihren Mitarbeitern die Unternehmensprinzipien vor.

Regel 4: Legen Sie den Fokus auf das konsequente Umsetzen!

High-Performance-Unternehmen wissen: Die beste Strategie nutzt wenig, wenn sie nicht konsequent umgesetzt wird. Ein entsprechend großes Augenmerk richten sie auf die Strategieumsetzung. Das heißt, sie sorgen dafür, dass

  • die (Unternehmens-)Ziele konsequent bis auf die unterste Ebene heruntergebrochen werden,
  • die vereinbarten Ziele klar formuliert und messbar sowie realistisch sind und
  • im Betriebsalltag eine Fokussierung auf die wesentlichen Ziele („weniger ist mehr“) erfolgt.

Sie erachten es zudem als zentralen Erfolgsfaktor, dass

  • jeder Mitarbeiter seinen Beitrag zum Erreichen der strategischen Ziele nachvollziehen kann,
  • alle Mitarbeiter und Bereiche in die gleiche Richtung arbeiten und
  • jeder Mitarbeiter und Bereich weiß, was von ihm erwartet wird und was von ihm geleistet werden muss.

Dabei konzentriert sich das Handeln auf Schwerpunktthemen und Verbesserungsprogramme und -projekte, die aus den strategischen Zielsetzungen abgeleitet sind.

Excellence-Unternehmen nehmen in einem besonderen Maße ihre Führungskräfte in die Pflicht. Von ihnen erwarten sie eine besonders hohe Konsequenz und Disziplin. Denn ihrer letztendlichen Verantwortung obliegt es, dass

  • die Umsetzung der Vorgaben top-down und ergebnisorientiert erfolgt und
  • ein zeitnahes Bottom-up-Feedback über die Zielerreichung und die aktuelle Performance erfolgt.

(Bild: © Antrey - Fotolia.de)