5 Gründe für „proaktive“ Kommunikation in der Arbeitswelt!

Veröffentlicht am 25. Mai 2012 in der Kategorie Management & People Skills von

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„Kommunikation ist wichtig.“ Wie oft könnten Sie wohl den eigentlichen Sinn hinter den langen Ansprachen Ihres Vorgesetzten, manch intensiv geführten Gesprächen mit Ihrem Partner oder dicken Wälzern aus Studienzeiten auf diese drei Wörter reduzieren?

Über Kommunikation zu philosophieren ist kein neuartiges Phänomen. Denken Sie an Ihre Schulzeit zurück und Sie werden sich wahrscheinlich an Phrasen wie „Man kann nicht nicht kommunizieren“ oder an „Sender-Empfänger“- und „Ohren-Modelle“ erinnern.

Spätestens mit dem Start ins Berufsleben wird heute von jedem erwartet, „richtig“ kommunizieren zu können – und natürlich auch „politisch korrekt“, „kundenorientiert“ usw. Angemessen eben. Ganz klar, dass niemand ohne Weiteres auf das theoretische Wissen der oft wenig praxisorientierten Hochschulbildung zurückgreifen kann.

Aber gibt es denn nicht bereits unzählige Ratgeber zum Thema „Kommunikation im Berufsleben“, die Ihnen weiterhelfen könnten? Sicher! Doch seien Sie einmal ehrlich mit sich selbst und fragen sich: „Wann habe ich zuletzt ein solches Buch gelesen? Vielleicht, als mir die Anforderung „Proaktive Kommunikation“ aus meiner Stellenbeschreibung besonders aufgefallen ist und ich mich aus freien Stücken auf diesem Gebiet weiterbilden wollte?“

Dass Sie sich daran höchstwahrscheinlich nicht erinnern werden, liegt nicht etwa daran, dass Sie nicht schon längst den Stellenwert der Kommunikation in der Arbeitswelt erkannt hätten. Kommunikation ist und bleibt ein essentieller, nicht wegzudenkender Bestandteil erfolgreicher Zusammenarbeit – in Familien, in Gesellschaften, in Unternehmen.

Kommunikation durch Trial and Error

Doch die heutige Zeit, in der Ressourcen knapper und Informationsnetzwerke komplexer werden, verlangt oftmals von uns, das Dringliche dem Wichtigen vorzuziehen. Nehmen wir nur einmal Ihr berufliches Netzwerk: Wie gut Sie dort auch kommunizieren können, Sie haben es sicher vom Vorbild anderer und aus Ihrer eigenen Erfahrung heraus gelernt. Versuch und Irrtum (Trial and Error) – und eben nicht Modelle oder Theorien – sind es, durch die Sie proaktive Kommunikation schon von Kindesbein erlernen.

Zurück ins Berufsleben: Wie war das bei der letzten Deadline, die einfach nicht einzuhalten war? Haben Sie es frühzeitig Ihrem Chef mitgeteilt, um dann gemeinsam nach einer Lösung zu suchen oder haben Sie versucht, alles allein hinzubekommen und sind letztlich gescheitert? Oder als zwei Top-Prioritäten miteinander kollidierten? Haben Sie Ihren Vorgesetzten darauf hingewiesen, dass nicht beides zum gleichen Zeitpunkt erledigt sein würde?

Ganz klar: Jeder Vorgesetzte ist glücklich über Mitarbeiter, die im Unternehmen, allein schon in der eigenen Abteilung, proaktiv kommunizieren. Warum also nicht jetzt die nötigen Schritte unternehmen, damit diese wertvolle Qualifikation mit Fug und Recht auch in Ihrem Arbeitszeugnis positiv hervorgehoben werden muss?

Doch was ist das „proaktive“ Kommunikation überhaupt?

Nun, mit passiver Kommunikation würden Sie sicher sofort etwas Negatives verbinden. Vielleicht jemanden, der nur in seinem Büro darauf wartet, dass andere ihn auffordern, endlich die neuesten Finanzzahlen zu veröffentlichen oder auf die Beschwerdemail eines Kunden zu reagieren. So etwas ist im heutigen Arbeitsleben natürlich ein No-Go und wird von keinem Chef lange geduldet. Aber warum reicht es nicht aus, „nur“ aktiv zu kommunizieren? Warum muss es „proaktiv“ sein?

Nehmen wir Beispiele: Unter aktiver Kommunikation könnte man den Informationsfluss der Tagesnachrichten oder der internen Kommunikation eines Unternehmens verbuchen – ganz nach dem Motto „Wenn was Wichtiges passiert, dann erfahren Sie es von uns als Erstes!“ Doch nach diesem Schema vorzugehen, ist längst kein Privileg menschlicher Kommunikation mehr. Denn auf vorgegebene Muster zu reagieren oder automatisiert Updates zu versenden, kann heute durch jede halbwegs gute IT umgesetzt werden.

Im Gegensatz dazu geht proaktive Kommunikation weit darüber hinaus. Eine Eigenschaft, ohne die es keine Unternehmer oder Führungskräfte gäbe, die diese Bezeichnungen zu Recht verdienten. Proaktivität ist eine innere Einstellung, die sich in initiativem, vorausschauendem Verhalten sowie geplantem und organisiertem Aktionismus zeigt. Also keinesfalls gleichzusetzen mit Reaktionismus oder gar Passivität. Nur wenn Sie mit dieser Einstellung kommunizieren, werden Sie auf lange Sicht gesehen in der Arbeitswelt überleben. Warum das? Im Folgenden 5 Gründe:

1. Begeisterung ist ansteckend und überzeugt

Sie haben eine neue Idee und wollen erreichen, dass Sie umgesetzt wird? Dann auf und präsentieren Sie diese voller Esprit und Motivation! Ihre Kollegen, Vorgesetzten, Kunden – wer auch immer es ist – werden es Ihnen danken. Wie? Indem Sie sich von Ihrem Einsatz und Ihrer Begeisterung anstecken lassen und eher auf das eingehen werden, was Sie vorhaben!

Sie werden Ihr Umfeld nur gewinnen können, wenn Sie proaktiv mit diesem kommunizieren! Sie gehen voran, Sie denken voraus – und behalten es dann nicht für sich. Sie planen für die Zukunft, für die des Unternehmens und natürlich auch für Ihre eigene. Ohne proaktive Kommunikation wird niemand verstehen, warum gerade Ihre Arbeit außergewöhnlich sein soll und daher besondere Beachtung verdient. Und wie andere begeistern, wenn Sie es nicht einmal bei sich selbst geschafft haben?

(Bild: © Renee Jansoa - Fotolia.de)