Social Media Strategie für Anfänger und Einsteiger – so geht’s!

Veröffentlicht am 22. Juli 2011 in der Kategorie Management & People Skills von

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Social Media Strategie für Anfänger und Einsteiger– so geht’s!Sie überlegen, mit Ihrem Unternehmen auch in den sozialen Medien aktiv zu werden? Nur zu. Aber überlegen Sie sich vorher genau, wo es hingehen soll, und wie Sie Ihre Ziele erreichen können. Bevor man für das Unternehmen einen Account nach dem anderen anlegt und wild drauf los tweetet, facebooked oder xingt, legen Sie eine Brainstorming-Runde ein.

Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei zu identifizieren, ob sich Social Media als Kanal überhaupt anbietet und wie die neue Social Media Strategie zum Erfolg führt. Wer sich diese sieben Fragen ehrlich beantwortet hat und seine Schlüsse daraus zieht, sollte bei der Einführung von Social Media keine Probleme haben.

1. Was tun Sie eigentlich?

Versuchen Sie in einem Satz zu formulieren, was Ihr Unternehmen anbietet und warum das für andere interessant ist. Sie werden feststellen, diese Aufgabe klingt zunächst sehr einfach, ist es aber nicht. Diese eine Formulierung sollte jedoch feststehen, bevor Sie sich weitere Gedanken zu einer Social Media Strategie machen.

2. Was wollen Sie mit Social Media erreichen?

Notieren Sie sich Ihre Ziele, die Sie durch Social Media erreichen möchten. Wollen Sie neue Kontakte knüpfen? Wollen Sie bestehende Kundenkontakte vertiefen? Wollen Sie den Support über die Social Media Kanäle abwickeln? Wollen Sie mehr Rückmeldung von Ihren Kunden erhalten? Dann stellen Sie sich aber auch auf Kritik ein.

3. Welche Social Media Kanäle eignen sich überhaupt für Ihr Unternehmen?

Möglichkeiten gibt es viele. Dabei bestehen große Unterschiede zwischen Netzwerken wie Xing und Facebook, Micro-Blogging-Diensten wie Twitter oder klassischen Blogs. Ist Ihre Zielgruppe überhaupt in diesem Netzwerk unterwegs, das Sie gewählt haben? Passt Ihr Unternehmen in das Umfeld des Social Media Kanals? Sie sollten die verschiedenen Möglichkeiten genauer unter die Lupe nehmen und hinsichtlich vorher festgelegter Kriterien vergleichen. Vielleicht kommen Sie auch zum Schluss, dass keiner der Kanäle geeignet ist.

4. Haben Sie der Welt etwas mitzuteilen?

Social Media besteht aus Inhalten und Meinungen, die geteilt werden. Haben Sie solche Inhalte? Es müssen nicht Ihre eigenen Inhalte sein. Twitter und Facebook sowie Google+ leben von Inhalten, die oft an den verschiedensten Stellen gefunden werden und aus Interesse weiterverteilt werden. Wer sich nicht für die neuesten Trends auf seinem Gebiet interessiert, hat wahrscheinlich auch wenig zu verteilen. Und nichts ist schlimmer, als ein totes Social Media Profil, das gerade fünf Mal im Jahr aktualisiert wird. Es werden nicht nur die Follower, Fans und Kunden wegbleiben – oftmals endet ein vernachlässigtes Profil in Negativ-PR.

5. Wie erhalten Sie Reaktionen auf Ihre Posts?

Seien Sie aktiv. Seien Sie fassbar. Seien Sie authentisch. Der Social Media Kanal (egal welcher) dient nicht als weiterer Kanal für Ihre Pressemeldungen und auch nicht als ausschließlicher Verkaufskanal! Hier gilt es die menschliche Seite des Unternehmens zu zeigen. Auch mal Kritik aushalten können und sensibel und ehrlich auf solche zu reagieren. Wenn Ihre Kunden merken, dass Sie sich nicht verschließen und auf Kommentare, Kritik und Anmerkungen reagieren, werden Sie wieder kommen. Nur wenn Sie wiederkehrende Leser auf Ihrem gewählten Kanal haben, wird Ihre Social Media Strategie zum Erfolg. Binden Sie die Kunden in den Entscheidungsprozess mit ein. Es soll ein neues Produkt geben? Befragen Sie Ihre Leser, lassen Sie sie abstimmen. Dort geäußerte Meinungen sind Gold wert für Ihr Unternehmen. Denken Sie zum Beispiel einmal an die geniale Idee von McDonald's mit dem selbstgestalteten Burger.

6. Wer in Ihrem Unternehmen kümmert sich um die Social Media Kommunikation?

Haben Sie in Ihrem Unternehmen überhaupt die Ressourcen? Die weit verbreitete Meinung „Alle machen das so nebenbei“ ist leider nicht ganz richtig. Gut gemachte Social Media Präsenzen erfordern nun einmal einiges an Arbeitszeit. Selbst wenn jemand die Accounts „nebenbei“ pflegt, sollte der Arbeitnehmer ein bestimmtes Kontingent an „Social Media Zeit" haben. Dass dabei Arbeitszeit für etwas anderes verloren geht, sollte jedem klar sein. Eine gut gemachte Präsenz in sozialen Netzwerken wie Facebook kann aber auch einiges wieder aufwiegen. In Kombination mit der Veröffentlichung von Fachartikeln auf Ratgeberportalen können Sie sich in den Sozialen Netzen schnell als Fachexperte etablieren.

7. Wie überprüfen Sie, ob Ihre Social Media Strategie Erfolg hat?

Besetzen Sie die Ziele unter 2. mit Zahlen. Wie viele Fans/neue Kontakte möchten Sie innerhalb des nächsten Jahres haben? Wie stark sollte die Kundenzufriedenheit steigen, wenn Sie den Support auch in sozialen Netzen betreiben? Wie viele Bestellungen sind aufgrund von Facebook zustande gekommen? Ist die Zahl der Visitors und PIs gestiegen, seitdem Sie Ihre Social Media Strategie umsetzen?

Viele Firmen sehen Social Media nur als Hype. Damit lassen sie sich aber die Chance entgehen, zu erfahren, was ihre Kunden denken – und vor allem, was ihre Kunden brauchen! Kein Profil bei einem führenden sozialen Netzwerk zu haben, bedeutet Werbepotential zu verschenken. In manchen Fällen kann es sicherlich sein, dass sich der Aufwand nicht rechnet, oder die Zielgruppe gar nicht über Social Media zu erreichen ist. Um dies zu überprüfen, bietet sich allerdings obige Checkliste an.

(Bild: © Petr Vaclavek – Fotolia.com)