Mit der richtigen Einstellung zum Erfolg! (Teil II)

Veröffentlicht am 21. April 2011 in der Kategorie Management & People Skills von

Im ersten Teil haben Sie bereits erfahren, dass eine positive Grundeinstellung die Basis zum Meistern neuer Herausforderungen ist. Erfahren Sie hier, wie Sie an sich arbeiten und ihre Fähigkeiten verbessern können.

Die eigene Selbstwirksamkeit erhöhen

Die Kenntnis dieser Quellen ermöglicht es uns, Lernumgebungen zu kreieren, die die Selbstwirksamkeit fördern. Unabdingbar ist es, sich regelmäßig Herausforderungen zu stellen, bei denen man zunächst vermutet „Diese Aufgabe könnte mich überfordern“. Denn an solchen Aufgaben wachsen wir.

Beim Versuch entsprechende Aufgaben zu lösen, ist sinnvoll, diese als Projekt zu betrachten und zunächst zu analysieren: Welche Teilaufgaben sind hiermit verbunden? In einem zweiten Schritt können wir dann ermitteln, ob uns die Gesamtaufgabe oder nur gewisse Teilaufgaben erschauern lassen. Ist dies klar, können wir untersuchen, warum wir zurückschrecken. Zum Beispiel, weil uns Ressourcen und Kenntnisse fehlen? Oder weil wir hiermit noch keine Erfahrung haben? Oder weil die Lösung von uns erfordert, gewisse Gewohnheiten aufzugeben? Oder weil beim Lösen der Aufgabe Konflikte mit Kollegen absehbar sind? Haben wir dies ermittelt, können wir einen vorläufigen Aktionsplan erstellen und aus den Teilaufgaben Teilziele ableiten, die es auf dem Weg zum großen Ziel zu erreichen gilt. Zudem können wir die Unterstützung organisieren, die wir für den Erfolg brauchen. Wichtig ist noch ein weiterer Punkt, der leider oft vergessen wird: Da das Bewältigen der Herausforderung auch dem Steigern unserer Selbstwirksamkeit dient, sollten wir zudem Lernfelder definieren, in denen wir unsere Kompetenz erweitern möchten. Außerdem sollten wir Kriterien definieren, wie wir das Erreichen der Lernziele messen.

Sich in eine Lernspirale begeben

Die in dem Projekt definierten Teil- und Lernziele haben eine unterschiedliche Funktion. Das Definieren von Teilaufgaben und -zielen soll uns primär helfen, einen realistischen Aktionsplan zu erstellen, so dass wir nach dem Projekt mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit sagen können: „Wow, das war zwar anstrengend. Doch ich habe es geschafft.“ Und wenn wir das Projektziel wider alle Erwartungen doch nicht oder nur teilweise erreicht haben sollten? Dann ermöglicht uns das Definieren von Teilaufgaben im Rückblick zu analysieren: Welche Teilaufgaben habe ich mit Bravour gelöst und wo traten Schwierigkeiten auf? Das heißt, wir können unser „Scheitern“ relativieren und rationalisieren, was wichtig für unser Selbstvertrauen ist. Außerdem können wir dann neue Lernfelder und -ziele für uns definieren.

Das Definieren von Lernzielen hat die Funktion, dass wir bei Projektende ermitteln können, welche neuen Kompetenzen wir hinzu gewonnen haben und welche vergleichbaren Aufgaben wir deshalb künftig problemlos meistern können. Zudem können wir so unseren noch bestehenden Entwicklungsbedarf ermitteln.

Wenn wir beim Bewältigen von herausfordernden Aufgaben so vorgehen, begeben sie uns in eine Lernspirale, die einen systematischen Ausbau unserer Kompetenz bewirkt. Wir steigern zudem unser Vertrauen in unsere Fähigkeit, neue Herausforderungen zu meistern und entwickeln so unsere Selbstwirksamkeit.

Wie selbstwirksam bin ich?

Schätzen Sie bei den folgenden Aussagen auf einer „Skala“ von 1 bis 5 ein, wie stark diese auf Sie zutreffen (5 = stimmt haargenau, 1 = stimmt, überhaupt nicht). Dieser „Test“ soll lediglich ein Denkanstoß sein. Deshalb gibt es keine Auswertung.

__ Wenn sich in meinem Privatleben/Berufsleben neue Herausforderungen ergeben, finde ich Wege, um damit angemessen umzugehen.
__ Neuen Aufgaben sowie Problemen sehe ich gelassen entgegen, weil ich mir und meinen Fähigkeiten vertraue.
__ Neue, herausfordernde Aufgaben schiebe ich nicht auf die lange Bank, sondern gehe sie beherzt an.
__ Es bereitet mir beruflich/privat keine Schwierigkeiten, meine Ziele zu erreichen.
__ In unerwarteten Situationen und bei überraschenden Ereignissen gerate ich nicht in Panik, sondern bewahre ich einen „kühlen“ Kopf.
__ Es fällt mir leicht, bei Bedarf, Gewohnheiten und Routinen aufzugeben.
__ Wenn mal was schief geht, zweifle ich nicht an mir und meiner Kompetenz.
__ Ich bin überzeugt „Nur wer wagt gewinnt“ und „Kein Meister fällt vom Himmel“.
__ Es fällt mir leicht, andere Menschen um Unterstützung zu bitten, wenn ich an meine Grenzen stoße.
__ Ich bin überzeugt, für jedes Problem gibt es eine Lösung.
__ Ich bin stolz darauf, welche herausfordernden Aufgaben ich in der Vergangenheit schon gelöst habe.
__ Ich fühle mich wohl in meiner Haut und bin voller Lebensmut.

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Mit der richtigen Einstellung zum Erfolg (Teil 1)

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