Training und Mentoring zahlen sich aus

Veröffentlicht am 21. Oktober 2009 in der Kategorie Management & People Skills von

Themen: , , ,

wettbewerbsvorsprungInhaber von kleinen und mittelständischen Unternehmen machen oft aus weniger mehr: Die Sicherheitsoption einer personellen Überbelegung - damit die Arbeit auf jeden Fall erledigt werden kann - haben sie meist nicht. Sie müssen aus den Leuten, die sie an Bord haben, das Bestmögliche herausholen. Es klingt ironisch, doch Faktoren wie Energie und Engagement, Talent und Fokus, werden mit steigender Unternehmensgröße immer unwichtiger.

Laut der neuen Gallup-Studie (Engagement Index 2008) verspüren lediglich 13% der Beschäftigten eine echte Verpflichtung gegenüber ihrem Unternehmen. Die Vergleichswerte in Großbritannien liegen bei 20% und in den USA sogar bei 29%. Um das Beste aus ihren begrenzten Personal-Ressourcen herauszuholen, müssen Führungskräfte eine emotionale Verbindung zwischen ihren Angestellten und ihrer Firma aufbauen.

Training und Mentoring: Der persönliche Karriereplan des Arbeitnehmers

Arbeitnehmer erwarten heutzutage von einem guten Arbeitgeber in erster Linie einen „persönlichen Karriereplan”. „Wie komme ich voran auf der Karriereleiter?” lautet die Frage und es werden konkrete und spezifische Antworten verlangt. Ein strukturiertes und personifiziertes Trainingskonzept ist eine der möglichen Antworten, die ein KMU-Inhaber bereitstellen kann, um mit den „Großen“ um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren zu können.

Sicher ist, dass Mitarbeiter einen Chef suchen, der sie fördert, der ein Mentor für sie ist. Folgende Mentoring-Ideen können auch Unternehmer von kleinen und mittelständischen Firmen anwenden, um gute Leute zu bekommen, zu fördern und letztendlich auch im Unternehmen zu halten.

Morgendliches Mentoring

Das morgendliche Mentoring ist ein strukturiertes Meeting, das persönlich oder in kleinen Gruppen stattfindet. Es sollte maximal 30 Minuten dauern und auf sechs bis acht Wochen begrenzt sein. Bei diesem Treffen geht es um die Wiederholung wichtiger Arbeitsmethoden oder Trainingsinhalte sowie deren Umsetzung in den Arbeitstag. Für neue Mitarbeiter ist diese Mentoring-Methode sehr zu empfehlen.

Monatliches Mentoring

Das monatliche Mentoring ist ein regelmäßiges, persönliches Meeting von 10 bis 20 Minuten. Hierbei geht es um den Rückblick auf den vergangenen Monat, die erzielten Ergebnisse und die Planung des aktuellen Monats. Ihre Mitarbeiter sind der einzige Bestandteil Ihres Unternehmens, der Sie vom Wettbewerber unterscheidet. Wenn Sie 10 Mitarbeiter haben, sollten Sie etwa drei Arbeitsstunden pro Monat für diese Gespräche investieren, um sicherzustellen, dass Ihre Leute fokussiert, motiviert und selbstsicher arbeiten. Die Vorteile, die sich dadurch für Sie ergeben, sollten Ihnen diesen „Preis“ wert sein.

Monatliches Mentoring der Aktivitäten

Das monatliche Mentoring der Aktivitäten und Ergebnisse mit Hilfe eines Aktivitäten-Diagramms erlaubt es dem Inhaber/Manager, sich auf die zu Resultate zu fokussieren und eventuellen Leistungsproblemen frühzeitig entgegenzuwirken – möglichst bevor diese überhaupt auftreten. Nach zwei oder drei Monaten kann die Fehlerbehebung schon zu spät sein, um den Mitarbeiter noch halten zu können. Diese Gespräche sind die logische Konsequenz aus den Planungsgesprächen. Sie brauchen nicht mehr als fünf Minuten dauern und sollten positiv und unterstützend sein.

All diese Techniken sollen den Mitarbeitern das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen in ihren Chef geben, in einen Vorgesetzten, der ihr Weiterkommen fördert und sich dafür einsetzt, dass sie ihre Zukunft erfolgreich gestalten können. So entsteht eine emotionale Verbindung zwischen dem Angestellten und dem Unternehmen, die Voraussetzung dafür ist, um auf einem stark umworbenen, dienstleistungsorientierten Markt erfolgreich bestehen zu können.

(Bild: © Kaarsten - Fotolia.com)