Server Based Computing: Kostengünstiges und effizientes Arbeiten!

Veröffentlicht am 25. Januar 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Fast alle Firmen kommen irgendwann an den Punkt, wo ihre EDV-Installation modernisiert oder ersetzt werden muss. Gerade kleine und mittlere Unter­nehmen entscheiden sich häufig für eine klassische Infrastruktur und holen sich damit Probleme ins Haus. Die Alternative heißt immer öfter Server Based Computing.

Vielleicht kennen Sie noch die Terminals aus den 1980er-Jahren: Grüne Schrift auf schwarzem Grund, Befehlszeile und kryptische Tastatureingaben. Obwohl modernes Server Based Computing auf diesen EDV-Urgesteinen basiert, hat die aktuelle Technik damit nur noch den Namen gemeinsam. Heutzutage ist eine Server Based Computing (SBC) Umgebung einer klassischen Client/Server-Infrastruktur mindestens ebenbürtig.

Server, PCs, Windows und fertig?

Ob Existenzgründer oder langjährig agierendes Unternehmen – beide stehen irgendwann vor der Frage: Wie sieht die für mich ideale EDV-Ausstattung aus? Und die Antwort lautet fast immer: Mit einer klassischen Client/Server-Infrastruktur bin ich auf der sicheren Seite. Auf dem Server laufen nur wenige, einfach zu verwaltende Dienste wie etwa E-Mail, Adressbuch und Warenwirtschaft. Als Endgeräte kommen normale PCs mit Windows als Betriebssystem zum Einsatz.

Die Gründe für diese Entscheidung sind auf den ersten Blick einleuchtend: Mit Windows-PCs hat heutzutage jeder schon gearbeitet. Auch die Administration – also Installation, Konfiguration und Instandhaltung – ist sehr einfach und lässt sich ohne eigene IT-Abteilung meistern. Ähnliches gilt für den Server: Läuft dieser einmal zuverlässig, macht er im Betrieb wenig Arbeit. Bei genauerer Betrachtung verursachen jedoch vor allem die PCs einen nicht zu unterschätzenden Administrationsaufwand, der nicht nur wertvolle Zeit verschlingt, sondern auch bares Geld kostet.

Server Based Computing: Das Beste aus zwei Welten

Genau an diesem Punkt setzt Server Based Computing an. Über viele Jahre weiterentwickelt und verbessert, stellt SBC heute eine zuverlässige und innovative Basis für effiziente IT-Infrastrukturen dar. Auch hier kommen ein oder mehrere Server zum Einsatz. Im Gegensatz zur klassischen Client/Server-Variante erbringen diese Terminal- bzw. Remote-Desktop-Server jedoch auch die Rechenleistung und stellen alle Anwendungen zur Verfügung. Ein noch größerer Unterschied ergibt sich bei den Arbeitsplatzrechnern.

Ein vollwertiger PC bringt typischerweise diverse Probleme mit sich. Die gesamte Software ist auf dem Rechner lokal installiert und muss dort aktuell gehalten werden. Hinzu kommen die nicht zu unterschätzenden Energiekosten. Und last but not least unterliegt ein PC wie jedes elektronische Gerät einem gewissen Verschleiß, hierbei sind besonders die beweglichen Teile wie Festplatten und Lüfter kritisch zu sehen. Der notwendige Austausch im Falle eines Defekts geht fast immer mit einem Produktivitäts- und oftmals auch mit Datenverlust einher.

Beispiel für einen Thin Client am Arbeitsplatz

In einer Server Based Computing Umgebung können Unternehmen statt vollwertiger PCs auf so genannte Thin Clients (TCs) ausweichen. Diese schlanken Rechner bringen gleich eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich. Im Gegensatz zum Standard-PC besitzen TCs lediglich ein rudimentäres Betriebssystem, Programme sind lokal nicht installiert. Zentrale Server erbringen die gesamte Rechenleistung und stellen Anwendungen unternehmensweit zur Verfügung.

Auch die Mitarbeiter profitieren von SBC

Für die Mitarbeiter bietet eine SBC-Umgebung mit Thin Clients viele Vorteile. Sie können sich an jedem Arbeitsplatz im Unternehmen mit ihren persönlichen Zugangsdaten anmelden und haben so von überall Zugriff auf benötigte Daten und Anwendungen. Auch die Arbeitsumgebung – also der Windows-Desktop und das Startmenü – sehen immer so aus, wie es der Mitarbeiter gewohnt ist.

Sollte ein TC trotz des Fehlens beweglicher Bauteile dennoch einmal einen Defekt aufweisen (in den meisten Fällen ist das externe Netzteil die Fehlerquelle), kann der Mitarbeiter nahtlos an einer anderen Station weiterarbeiten. In der Zwischenzeit ersetzt der Administrator das defekte Gerät einfach durch ein neues, und der Mitarbeiter kann wie gewohnt mit seiner Arbeit fortfahren. Ein weiterer Vorteil liegt hierbei in den kompakten, nur etwa buchgroßen Thin Clients. Der Austausch geht erheblich schneller vonstatten als bei einem gängigen PC.

Der Umstieg auf TCs muss nicht komplett erfolgen. Vielmehr erlaubt die Server Based Computing Technologie eine sanfte Migration, sodass etwa nur bei Neuanschaffungen und beim Ersatz defekter PCs die günstigen Thin Clients zum Einsatz kommen. Schon während dieser Übergangszeit können die serverbasierten Anwendungen auf den vorhandenen PCs genutzt werden.

Neben der Ausfallsicherheit und der Flexibilität halten Thin Clients aber noch einen weiteren Vorteil für die Mitarbeiter bereit. Die Geräte verursachen kein Betriebsgeräusch – ein Umstand, denn viele erst zu schätzen wissen, wenn sie den Unterschied live erlebt haben.

(Bild: © thea walstra – Fotolia.com)