Warum regelmäßige Updates so wichtig sind

Veröffentlicht am 29. Juli 2010 in der Kategorie IT & Technik von

Bei der täglichen Arbeit mit einem PC wird man immer wieder mit dem Thema Update konfrontiert. Viele Anwender stellen sich hierbei mehrere Fragen:

Was sind Updates?
Wofür brauche ich Updates?
Brauche ich wirklich alle Updates?

Zunächst einmal zur Frage „Was sind Updates?“. Unter einem Update versteht man den Vorgang, etwas bereits Vorhandenes auf einen neueren Stand zu bringen. Diese „Aktualisierung“ wird auch häufig als „Patch“, „Service Release“ oder auch als „Hotfix“ bezeichnet. Gekennzeichnet wird diese Art der Änderung beispielsweise durch das Hochsetzen der Versionsnummer. Diese Information ist in den meisten Programmen unter „Hilfe -> Info“ zu finden.

Die Funktion eines Updates kann im Grunde durch drei Worte definiert werden:

Sicherheit, Performance und Erweiterung

Besonders wichtig sind Sicherheitsupdates, die dafür sorgen sollen, dass Sicherheitslücken in Programmen geschlossen werden. Diese Sicherheitslücken können unter anderem durch Programmierfehler im Betriebssystem, Browser oder anderen Softwareanwendungen entstehen. Hacker können mit Hilfe von Exploits (kleine Schadprogramme) diese Fehler ausnützen, um in das Computersystem einzudringen.

Aktuell warnte das Bundesamt für Datensicherheit davor, den Internet Explorer zu benutzen. Die Schwachstelle ermöglichte den Angreifern, über eine manipulierte Webseite Schadcodes in einen Windows-Rechner zu schleusen und zu starten. Diese Sicherheitslücke im Internet Explorer kann jedoch mit einem Sicherheitsupdate behoben werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Updates ist der mögliche Performancegewinn von Soft- bzw. Hardware. Anwender, die mehr Leistung und Stabilität aus ihren Hardwarekomponenten herausholen möchten, sollten regelmäßig nach neuen Geräte-Treibern und so genannten Firmware-Updates Ausschau halten. Vor allem Grafikkarten profitieren von einem Treiber-Update. So lässt sich selbst bei neuen 3D-Grafikkarten bis zu 20 Prozent mehr Tempo herausholen, wenn der Nutzer unmittelbar nach dem Kauf einen aktuellen Treiber von der Website des Chipherstellers herunterlädt. Auch bei der Software kann sich ein Update in Punkto Performance lohnen.

Ein Programm wie beispielsweise Microsoft Office besteht aus Millionen von Quellcodezeilen. Eine Optimierung des Quellcodes führt auch zur Beschleunigung der Programmausführung. Sie kennen dieses Update in diesem Fall auch als Service Pack und konnten so eventuell selbst einen Performancegewinn verspüren.

Updates enthalten auch oft nützliche Programmerweiterungen

Sicherheitssoftware wie Kaspersky oder Antivir wären ohne die täglichen Datenbankupdates der Virendefinitionen auf Dauer nicht hilfreich. Ein Virus könnte dann unerkannt in Ihr System eindringen. Aktualisierungen können auch der Fehlerbeseitigung dienen. Diese Fehler (auch Bug genannt) sind formelle oder logische Programmierfehler einer Software. Ein großer Bug fand sich zum Jahreswechsel 2009/2010. Es handelt sich hierbei um den „Jahr-2010-Fehler“.

Er äußert sich dadurch, dass beim Abheben am Geldautomaten Ihre EC- oder Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Ursache war ein Programmfehler im Mikrochip. Die Software konnte dadurch die Jahreszahl 2010 nicht korrekt verarbeiten. Es waren ca. 30 Millionen Karten davon betroffen. Dies konnte jedoch durch ein Softwareupdate behoben werden.

Zusammengefasst ist es wichtig, Hard- und Software auf einem aktuellen Stand zu halten und Updates regelmäßig einzupflegen. Fehler können dadurch behoben werden, Performance und Sicherheit Ihres Rechners nehmen zu. Es gibt Programme, welche von aktueller Soft- und Hardware abhängig sind. Viele Anwendungen lassen sich beispielsweise nicht mehr ohne einen aktuellen Windows Installer installieren. Abschließend lässt sich sagen:

Je aktueller das System ist, desto besser kann mit ihm gearbeitet werden.

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