Mobile Tagging: QR-Codes bringen die reale Welt ins Netz

Veröffentlicht am 3. Mai 2010 in der Kategorie IT & Technik von

Mobile Tagging: QR-Codes bringen die reale Welt ins NetzEine häufig gestellte Frage der Gegenwart lautet: Wie kann die reale Welt mit der digitalen Welt verbunden werden? Die Antwort ist ganz einfach: Mit schwarzen und weißen Punkten, einer zweidimensionalen Matrix des QR-Codes.

"Q" steht für "Quick", "R" steht für "Response". Der QR-Code kommt aus der Logistik und wurden im Jahre 1994 von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt. Die Tochter des Automobilzulieferers DENSO Corporation gehört zur Toyota-Gruppe. Die kommerzielle Nutzung des QR-Codes ist lizenzfrei. Die Spezifikation ist öffentlich und das Patent, dessen Rechte bei nach wie vor bei Denso Wave liegen, wird nicht vollzogen.

So funktioniert der QR-Code

Das Prinzip ist ganz einfach: Ein Foto-Handy reicht aus, um den Code zu entschlüsseln. Die dafür benötigte Lesesoftware ist für viele Fabrikate im Internet frei verfügbar. Auf den meisten neuen Mobiltelefonen wurde sie bereits vorinstalliert.

Anwendung

Nehmen wir einmal an, Sie wollen Ihr Auto verkaufen. Mit QR-Codes geht das ganz einfach. Sie erstellen kostenlos und automatisch einen QR-Code, den Sie am Auto anbringen. Potenzielle Käufer fotografieren ihn mit Ihren Handy und erhalten sofort alle hinterlegten Informationen von einer mobilen Website. Das ist "Drive to Web".

Drei Anwendungsbereiche

Im Grunde lassen sich drei Anwendungsbereiche für QR-Codes unterscheiden:

Zum einen wäre da das Commercial-Tagging, insbesondere das Mobile Marketing und Werbung. Auch für das so genannte Public-Tagging lassen sich QR-Codes einsetzen. Hier werden vordergründig öffentliche Informationsträger mit zusätzlichen Informationen versehen. Schließlich sind QR-Codes auch im privaten Bereich brauchbar (Private-Tagging), um beispielsweise den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Die Anwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig, wie die Zahl der QR-Code-Generatoren und der QR-Code-Reader.

Vorteile von QR-Codes

Die Erfolge des Mobile-Taggings sind auf der Kunden- / Nutzerseite auf die flexiblen und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zurückzuführen. Der Kunde erhält schnelle und präzise Informationen. Er selbst entscheidet, ob und wann er die Informationen abrufen will.

Zum anderen gewinnt Mobile Tagging auch auf Firmen- und Anbieterseite an Bedeutung, da er eine kostengünstige Maßnahmen zur Kundengewinnung und -bindung darstellt. In kürze wird es mit der neuen Plattform QRGold möglich sein, mobile Antwortformulare zu erstellen und ganze Kampagnen zu steuern. Der Erfolg einer QR-Code-Kampagne wird somit messbar.

QR-Code-Cases

Die Berliner Sparkasse hatte die deutschlandweite Kampagne „Mission Finanzcheck“ mit einem QR-Code veredeln lassen. Sie steuerte darüber ein Gewinnspiel. Die BVG setzt als erster großer ÖPNV-Dienstleister in Deutschland QR-Codes für die Fahrgastinformation ein. Damit können die Kunden durch das Scannen der "QR-Codes", direkt auf spezifische Informationen zugreifen. So können Kunden auf dem direkten Wege Soll- und Ist-Fahrzeiten, Stadtplanauszüge, ÖPNV-Navigation und Störmeldungen sowie andere wichtige topaktuelle Informationen mit ihrem Handy abrufen. Mit dem QR-Code setzt Henkel seine Vorreiterrolle bei innovativer Markenkommunikation fort. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative „Qualität & Verantwortung“ nutzt Henkel die neue Technologie, um Verbraucher zu informieren, wie sie Wasch- und Reinigungsmittel möglichst umweltverträglich anwenden. Ab Anfang 2010 sollen die neuen QR-Codes Schritt für Schritt auf allen großen internationalen Wasch- und Reinigungsmittelmarken eingeführt werden.

Und was halten Sie davon?

Wie könnten Sie QR-Codes in Ihr Unternehmen integrieren?

Link- und Buchtipps

Mittelstand Wissen: IT & Technik im Mittelstand
Unternehmer.de-Buchshop: Erfolgreich verhandeln - erfolgreich verkaufen