Spamfilter umgehen – Die 7 wichtigsten Tricks

Veröffentlicht am 2. Juni 2010 in der Kategorie IT & Technik von

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Spamfilter umgehen - Die 7 wichtigsten TricksÜber neunzig Prozent der weltweit verschickten E-Mails sind Spam. Spamfilter schützen die Inhaber von E-Mail-Adressen vor solchen unerwünschten Nachrichten. Von hundert gesendeten Nachrichten sortieren E-Mail-Anbieter derzeit achtzig als offensichtliche Werbemails aus. Von den 20 verbleibenden sind immer noch 15 unerwünscht.

Davon betroffen sind jedoch auch seriöse Newsletter. Nur achtzig Prozent der angeforderten Newsletter werden korrekt ausgeliefert. Der Grund: Die Spamfilter klassifizieren jede Serienmail pauschal als Werbemüll. Dabei gibt es ein paar einfache Wege, den Spamfiltern klar zumachen, dass es sich um einen explizit bestellten Newsletter handelt.

1. Zertifizierte Versandserver

Der einfachste Weg, seriöse Serienmails zu erkennen, ist die IP-Adresse des Versandservers. Steht dieser auf der Liste der registrierten und zertifizierten Versender legaler Massenmails, muss die Mail nicht von dem relativ unscharf arbeitenden Spamfilter geprüft werden. Newsletter von zertifizierten Versendern werden am Spamfilter vorbei direkt ausgeliefert. Da die Zertifizierung jedoch aufwändig ist, arbeiten die meisten Unternehmen über die zertifizierten Server von Dienstleistern. Hier ist die Liste der von der Certified Senders Alliance CSA zertifizierten Unternehmen.

2. Keine Beschwerden

Der zweitbeste Weg, Spam zu identifizieren, ist der Anteil der Beschwerden. Die großen E-Mail-Anbieter haben einen Knopf, über den Spambeschwerden direkt an den Anbieter gehen. Normale E-Mail-Verteiler produzieren nur ganz wenige Beschwerden. Wenn jedoch zum Beispiel Ihre Abmeldefunktion zu umständlich oder schwer auffindbar ist, kommt es zu Beschwerden. Der Grund: Statt den Newsletter direkt abzubestellen wird stattdessen der Spamknopf gedrückt.

3. Adressbuch eintragen

Der sicherste Weg, die Zustellung zu garantieren, ist ein Eintrag ins eigene Adressbuch. Daher sollten Sie Ihre Nutzer schon in der Begrüßungsmail nach der Registrierung auffordern, die Absenderadresse Ihres Newsletters ins Adressbuch zu übernehmen.

4. Vorher Spamtest machen

Vor dem Versand sollten Sie einen Spamcheck durchführen. Dabei wird die E-Mail an eine definierte Adresse gesendet, die dann einen automatisierten Test durchführt. Im Anschluss erhalten Sie eine Übersicht über Verbesserungsmöglichkeiten. So können zum Beispiel große Überschriften und knallige Farben dazu führen, dass Spamverdacht geweckt wird. Fast alle E-Mail-Dienstleister bieten einen solchen Test an. Hier gibt es den Test auch für Nicht-Kunden.

5. Betreff nicht zu werblich

Die Betreffzeile gehört neben Absender und Textkörper zu den wichtigsten Bereichen. Zwar arbeiten die wenigsten Spamfilter heute nur noch mit Schlüsselworten, trotzdem sollten Sie auf Begriffe wie Viagra im Betreff besser verzichten. Generell haben langfristig die weniger marktschreierischen Texte sowieso die besseren Öffnungsraten.

6. Gepflegte Liste

Wer mit einem mangelhaften Bouncefilter arbeitet, hat schlechte Karten. Rückläufer sind für Provider ein wichtiger Indikator für Spamlisten. Entfernen Sie als ungültige Adressen lieber ganz schnell aus Ihrem Verteiler.

7. Sauberes HTML

Ein letztes Spamkriterium ist schlechtes HTML. E-Mail-Marketing hat in Bezug auf HTML einige Besonderheiten und selbst seriöse Versender verzweifeln da oft. Erst recht die Spammer: Spammails sind meist recht schnell erstellt und entsprechend strotzen sie nicht nur von Rechtschreib-, sondern auch Programmierfehlern. Diese werden von Spamfiltern erkannt und dienen der Indizierung. Auch sollten Sie in URLs auf IP-Adressen verzichten und in den Links stattdessen immer den Domainnamen nennen.

Nur zur Vollständigkeit dieses Artikels noch ein paar Beispiele von Schlüsselworten, auf die zum Beispiel der Microsoft Junk-E-Mail-Filter reagiert:

  • Die ersten 8 Zeichen von Von sind Ziffern
  • Betreff mit „Werbung“
  • Textkörper mit „Geld zurück“
  • Textkörper mit „Karten akzeptiert“
  • Textkörper mit „Anweisungen zum Entfernen“
  • Textkörper mit „Extraeinkommen“
  • Betreff mit „!“ UND Betreff mit „$“
  • Betreff mit „!“ UND Betreff mit „kostenlos“
  • Textkörper mit „.000“ UND Textkörper mit „!!“ UND Textkörper mit „$“
  • Textkörper mit „Lieber Freund“
  • Textkörper mit „kostenlos?“
  • Textkörper mit „kostenlos!“
  • Textkörper mit „Garantie“ UND (Textkörper mit „Zufriedenheit“ ODER Textkörper mit „absolut“)
  • Textkörper mit „Weitere Informationen“ UND Textkörper mit „besuchen“ UND Textkörper mit „$“
  • Textkörper mit „WERBEAKTION“
  • Textkörper mit „einmalige Mail“
  • Betreff mit „$$“
  • Textkörper mit „
  • Textkörper mit „bestellen Sie heute"
  • Textkörper mit „bestellen Sie jetzt!“
  • Textkörper mit „Geld-zurück-Garantie“
  • Textkörper mit „100% zufrieden“
  • An mit „Freund@“
  • An mit „öffentlich@“
  • An mit „Erfolg@“
  • Von mit „Vertrieb@“
  • Von mit „Erfolg.“
  • Von mit „Erfolg@“
  • Von mit „mail@“
  • Von mit „@öffentlich“
  • Von mit „@savvy“
  • Von mit „Profit@“
  • Von mit „hallo@“
  • Textkörper mit „ mlm“
  • Textkörper mit „@mlm“
  • Textkörper mit „///////////////“
  • Textkörper mit „per Scheck oder Überweisung“

Filter für nicht jugendfreien Inhalt

  • Betreff mit „xxx“
  • Betreff mit „über 18“
  • Betreff mit „über 21“
  • Betreff mit „Erwachsene“
  • Betreff mit „Nur für Erwachsene“
  • Betreff mit „ab 18“
  • Betreff mit „18+“
  • Textkörper mit „über 18“
  • Textkörper mit „über 21“
  • Textkörper mit „müssen 18 sein“
  • Textkörper mit „Nur für Erwachsene“
  • Textkörper mit „Web für Erwachsene“
  • Textkörper mit „müssen 21 sein“
  • Textkörper mit „Erwachsene“
  • Textkörper mit „18+“
  • Betreff mit „erotisch“
  • Betreff mit „Erwachsene“
  • Betreff mit „ Sex“
  • Textkörper mit „xxx“
  • Textkörper mit „xxx!“
  • Betreff mit „kostenlos“ UND Betreff mit „erwachsen“
  • Betreff mit „kostenlos“ UND Betreff mit „Sex“

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(Bild: © Hao Wang - fotalia.com)