Web-TV und Online-Video: So optimieren Sie Ihre Internet-Präsenz!

Veröffentlicht am 7. September 2009 in der Kategorie IT & Technik von

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© treenabeena - Fotolia.comDas textbasierte Darstellen von Informationen im Netz ist längst überholt. Statische Inhalte locken heute keinen User mehr. Dem aktuellen Trend folgend setzt die Netzgemeinde auf bewegte Inhalte.

Die Großen machen es vor, denn Informationen gekoppelt mit Entertainment sucht das Publikum heute nicht mehr nur im TV, sondern auch im Netz. Streamings entwickelten sich zu mehr als nur bloßen Spielereien kreativer Multimedia-Agenturen. Sie machen sich in Form von Produktvideos als virtuelle Einkaufsberater nützlich, beispielsweise auf Douglas.TV, oder dienen als hippes Werbemedium wie bei Axe.

Web-TV & Online-Video: Anzahl der User und Streams steigt beträchtlich im letzen Jahr

Im letzen Jahr wuchs nicht nur die Anzahl der Streams, sondern auch die der Nutzer stark an: Im Zeitraum von Juni 2008 bis Juni 2009 wurde ein Anstieg von zwölf Prozent verzeichnet, was einer Zahl von 1,34 Millionen Nutzern entspricht, so das Ergebnis einer Studie von Nielsen Media Research.

Jeder Einzelne sah sich im Durchschnitt 75 Streams an. Der Siegeszug von YouTube, Sevenload und Co. zeigt, dass bewegte Bilder im Web durchaus massentauglich geworden sind.

Web-TV & Online-Video: Wenn Bilder laufen lernen

Web-TV und Online-Videos sind mittlerweile auch für kleine und mittlere Unternehmen attraktive Distributionswege.

Erschwingliche Produktionskosten und zugekaufte Inhalte lassen kleine Budgets ganz groß wirken. Chic sein alleine reicht jedoch nicht. Monetäre Vorteile lauern in Sachen Traffic- und Umsatzsteigerung. Außerdem helfen die neuen Geschäftsmodelle, die Stellung am Markt weiter auszubauen. Empfehlenswert ist ein Aufspringen auf diesen Zug. Wer den Standpunkt „interessante-Sache-aber-wir-beobachten-den-Markt-noch-eine-Weile“ vertritt, läuft seinen Mitbewerbern hinterher.

In Deutschland zeigen große Konzerne wie McDonalds oder Sony mit einzelnen Kampagnen, wie Markenführung und –präsentation im Netz aussehen kann. Trotzdem könnten auch sie noch einiges mehr aus dem Medium holen, denn in der Mehrzahl der Fälle lassen Markenartikler nur vorhandene TV-Spots kürzen und als zirka 20-Sekünder in Form so genannter „In-Banner-Ads“1 oder „Pre-Roll-Ads“2 schalten.

Userverhalten im Netz: Videos als optimales Medium

Der kleine aber feine Vorteil eines „lean forward“-Mediums gegenüber einem „lean back“-Medium: Das Fernsehen, auch bezeichnet als „lean back“-Medium, ist geprägt von einem eher passiven, rückwirkenden Konsumverhalten. Das Programmschema ist vorgegeben und erlaubt dem Zuschauer ein entweder methodisches Sehen oder ein chaotisches Zappen und Verweilen. Beide Nutzungsarten sind bequem und geben dem User eine sofortige Befriedigung mit der Ausnahme, dass manchmal nichts Passendes gefunden wird.

Diesem Medienkonsum steht die „lean forward“-Nutzung des Internets gegenüber. Dabei kann der Rezipient sowohl mit dem Medium als auch anderen Konsumenten interagieren und sogar selbst zum Produzenten werden. Der Nutzer muss die gewünschten Inhalte im Web gezielt ansurfen. Videos sind damit im Netz perfekt platziert, denn der Zuschauer sucht und entscheidet selbst, was ihm gefällt und was nicht.

Web-TV & Online-Video: Bildstarke Ideen wecken Emotionen

Eine Videoproduktion ist mehr als eine Aneinanderreihung bewegter Bilder. Das Geheimnis der „sprechenden Bilder“ ist die Emotion. Wo ein Eventvideo Stimmung transportiert, steht bei einer Reportage Objektivität im Vordergrund.

Ein gutes Video basiert nicht alleine auf der Arbeit mit der Kamera. Schon weit vorher entscheidet sich, ob ein Clip gut wird oder nicht. Die Zielgruppe zu begeistern, das ist die Bestimmung der zündenden Idee, und diese entsteht im Kopf! Schon Victor Hugo wusste: „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

Fest steht: Bewegte Bilder nutzen die Kraft der Gefühlswelt. Bildstark und technisch korrekt umgesetzt, bewegen sie die Zielgruppe mehr als Standbilder oder reiner Text. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie informieren, dokumentieren oder schulen.

Web-TV & Online-Video: Dos und Don'ts beim Bewegtbild

Geringe Bandbreiten drängen die Web-Videos derzeit noch in kleine Fenster. Bildgröße hin oder her, der kritische Nutzer verfügt sowohl im TV als auch im Netz über einen Mindestanspruch an Komfort.  Sehen, Hören, Fühlen – wie im Fernsehen soll es sein. Doch am Rechner ruht die Hand kritisch auf der Mouse, die mit einem Klick kurzen Prozess macht und abschaltet.

Deshalb weiß der Web-Video-Produzent:

  • Durch die geringere Größe werden Details bei Gesamteinstellungen kaum wahrgenommen, so dass sich Nahaufnahmen besser eignen.
  • Viele ruhige Bilder, erreicht durch die Nutzung eines Stativs, sind angenehmer anzuschauen.
  • Ebenfalls bedingt durch das kleinere Format nimmt der Ton eine noch wichtigere Rolle ein als im Fernsehen.
  • Wie bei allen Bestandteilen einer Webseite gilt auch für Videoclips: Je weniger Speicherplatz sie verbrauchen, desto schneller lassen sie sich herunterladen, bzw. streamen und der Betrachter muss sich nicht mit langen Downloadzeiten oder hohem Traffic herumschlagen.
  • Die Speichergröße eines Webvideos kann neben der Abspiellänge unter anderem auch über Auflösung, Kompression und Dateiformat gesteuert werden. Diese Parameter lassen sich mit den meisten Videobearbeitungsprogrammen bequem anpassen.

(Bild: © treenabeena - Fotolia.com)