IT-Kosten senken: Software aus zweiter Hand rechtssicher nutzen

Veröffentlicht am 19. August 2009 in der Kategorie IT & Technik von

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IT-Kosten senken: Software aus zweiter Hand rechtssicher nutzen

Mit Computer-Programmen aus zweiter Hand können Unternehmen viel Geld sparen. Die Qualität ist dabei ebenso hoch wie bei neuer Software. Fallstricke lauern allerdings von Hersteller-Seite. Käufer sollten bei gebrauchter Software genau hinschauen, empfiehlt der Hightech-Verband Bitkom. Der Grund: In vielen Fällen könnten Software-Lizenzen nicht auf andere Nutzer übertragen werden. Neuesten Gerichtsurteilen zufolge hätten die Software-Hersteller ein Mitspracherecht. Der Bitkom gibt drei Hinweise zur rechtssicheren Verwendung von Software aus zweiter Hand.

1. IT-Kosten senken: Datenträger und Downloads

PC-Programme auf Original-Datenträgern wie CD oder DVD dürfen nach der Nutzung weiterverkauft werden – sofern der Hersteller die Übertragung im Lizenzvertrag gestattet hat (OLG München, Az. 6 U 2759/07).

Das gilt für Einzelplatz-Software und Software-Downloads aus dem Internet. Voraussetzung ist, dass der bisherige Nutzer das Programm von seinem Rechner löscht. Ansonsten ist der Weiterverkauf nicht rechtens.

2. IT-Kosten senken: Volumen-Lizenzen

Aus Volumen-Lizenzen zur Nutzung an mehreren Arbeitsplätzen dürfen nicht ohne weiteres Einzelplatz-Lizenzen an Abnehmer weitergegeben werden. Auch hier ist die Zustimmung des Herstellers nötig. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden (Az. 11 W 15/09).

3. IT-Kosten senken: Im Zweifel nachfragen

Wer Software-Lizenzen übertragen will, sollte zuerst den Lizenzvertrag prüfen und bei Bedarf den Software-Hersteller fragen. Käufer sollten sich beim Händler, beim Hersteller und im Zweifel beim Rechtsanwalt informieren. Maßgeblich ist in der Regel die Bestätigung des Software-Herstellers, dass bereits genutzte Lizenzen übertragen werden dürfen. (uqrl)

www.bitkom.org