Smart-Home-Geräte: Einfallstor für große Hacker-Angriffe?

Veröffentlicht am 25. Oktober 2018 in der Kategorie IT & Technik von

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Durch Smart-Home-Geräte ein gehacktes Netzwerk?


Nach Einschätzung der Experten richten sich Hacker-Angriffe auf Smart-Home-Apparate, nicht gegen Hausgeräte selbst, sondern darauf, komplette Netzwerke zu übernehmen.

Sicherheitsspezialist Mikko Hypponen, von der finnischen Firma F-Secure, sagte am Rande des Broadband World Forums in Berlin:

"Viele Besitzer von vernetzten Haushaltsgeräten verstehen gar nicht das eigentliche Risiko."

Egal, ob es eine smarte Türklingel ist oder ein vernetzter Kühlschrank, die Besitzer fragen sich, was der Hacker damit anfangen will. Oft dienen diese Geräte jedoch als Einfallstor in die Heimnetzwerke. Beispielsweise infizieren sie die vernetzten Rechner dann mit einer Erpressungssoftware (Ransomware) oder versuchen das Netzwerk als Teil eines Botnetzes zu kapern. Hypponen meinte, dass die Gesellschaft den Weckruf noch nicht gehört habe.

Solange die Geräte selbst noch funktionstüchtig sind, ist es etlichen Smart-Home-Geräte-Besitzern egal, ob ihre Geräte als Teil eines Angriffsnetzwerks gekapert worden sind. So heißt es von Hypponen:

"Es gibt kaum ein Verständnis für die Sicherheit der anderen."

Anstatt sich vor der Bedrohung zu fürchten, sollten die Anwender selbst Verantwortung übernehmen. Da immer mehr Erinnerungen digital gespeichert werden, fängt es schon bei der eigenen Datensicherung an. Wann hast du das letzte mal ein Backup von deinen Daten gemacht?

Hypponen sagte, der Trend zu Tablet-Computern und Smartphones habe die Welt immerhin sicherer gemacht. Auf einem herkömmlichen Windows-PC könnte jede beliebige Software installiert werden, was bei einem iPad oder iPhone nicht möglich sei. Bei dem offeneren Betriebssystem von Android wäre die Installation von Schadsoftware zwar leichter möglich, aber immerhin noch sicherer als beim PC-System von Windows.

Dass die Mehrzahl von Android-Geräten nicht mit dem aktuellsten Betriebssystem ausgestattet ist und nicht auf die allerneuste Version von Android gebracht werden kann, ist problematisch zu bewerten.

Quelle: dpa

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