5G für alle?! Verbraucherzentrale fordert lückenlosen Internetausbau

Veröffentlicht am 24. Oktober 2018 in der Kategorie IT & Technik von

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Lückenloser Internetausbau und was die Verbraucherzentrale noch fordertDer Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) forderte einen vollständigen, deutschlandweiten Internetausbau mit der fünften Mobilfunkgeneration. Am Dienstag teilte der Verband in Berlin mit, dass das momentane Konzept zu den Vergaberegeln für die 2019 geplante 5G-Auktion der Bundesnetzagentur aus Sicht der Nutzer eine Enttäuschung sei.

Bisher sind die Netzbetreiber nur verpflichtet, bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der deutschen Haushalte mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde im Download abzudecken.

Der VZBV verdeutlichte, dass Privathaushalte in schwer erreichbaren und ländlichen Gebieten stark vernachlässigt würden.

In der 5G-Diskussion machen die Mobilfunkbetreiber beharrlich darauf aufmerksam, dass eine Versorgung von hundert Prozent der Fläche Deutschlands wirtschaftlich nicht rentabel und technisch nicht nötig sei. Vor Kurzem verkündete die Telekom auf ihrem "Netzetag", dass sie 90 Prozent der Fläche Deutschlands bis 2025 mit 5G abdecken möchte. Umgerechnet bedeutet das: 99 Prozent der deutschen Bevölkerung wäre an das Netz angebunden.

Die Verbraucherzentrale zweifelt daran, dass ohne verpflichtende Regulierungsvorschriften der Internetausbau vorankommt:

"Funklöcher auf dem Land werden auch in Zukunft leidige Realität bleiben."

Der Verband sprach sich für die flächendeckende Bereitstellung von mindestens 100 Megabit pro Sekunde im Download bis Ende 2022 aus.

Zudem gab der VZBV an, dass man den Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche anfeuern könne, indem man einen neuen Konkurrenten auf den Markt bringt. Momentan gibt es drei große Anbieter auf dem deutschen Mobilfunkmarkt:

  • Telekom
  • Vodaphone
  • Telefónica

Um den Einstieg in den Markt zu erleichtern, sollte National Roaming zumindest über einen gewissen Zeitraum hinweg möglich gemacht werden.

"So kann ein vierter Netzbetreiber in der Aufbauphase die bereits zur Verfügung stehende Infrastruktur der anderen Netzbetreiber mitnutzen."

Die Netzbetreiber winken diesen Vorschlag ab. So eine "Trittbrettfahrerei" würde die eigenen Kapitalanlagen wertlos machen.

Quelle: dpa

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