Medienwandel: Videothekensterben nimmt zu

Veröffentlicht am 23. Oktober 2018 in der Kategorie IT & Technik von

Themen: , ,

Medienwandel: Videothekensterben nimmt zu

Im Wettbewerb um die Filmbranche sterben zunehmend mehr Videotheken aufgrund des Medienwandels durch Online-Plattformen. Jede dritte Verleihstelle schloss im Zeitraum von 2016 bis 2017. Der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD) gab an, dass die Anzahl der Videotheken von circa 900 auf 600 sank. 2016 wurde bei nur einem Fünftel der Filialen eine Schließung verbucht. Dies weist auf einen stärker werdenden Medienwandel hin, der sich nicht aufhalten lässt.

2008 waren es in Deutschland noch rund 3.000 Videotheken. Nach Angaben der IVD läge der Hauptgrund für das Sterben an der Produktpiraterie. Die Bekämpfung von illegalem Streaming und Downloaden sei nicht ausreichend.

Der Jahresumsatz in der Branche verbuchte von 2016 auf 2017 Verluste um 25 Prozent und sank somit auf 121 Millionen Euro.

Unser Buchtipp: Filmdistribution in Deutschland

Filmdistribution in DeutschlandDie Zukunft des TV-Marktes im Zeitalter der Digitalisierung am Fallbeispiel Netflix (Now Media, Band 2)

Taschenbuch: 142 Seiten
Erschienen am: 01.Oktober 2017
Preis: 29,00 €

Jetzt auf Amazon ansehen

 

Experten sind da jedoch anderer Meinung und sehen den Grund für den Rückgang im Medienwandel. So seien Online-Streaming-Plattformen wie Amazon Prime, Netflix oder iTunes konsumentenfreundlicher. Die Zuschauer wollen nicht extra bis zu einer Verleihstelle fahren, den Film ausleihen und ihn danach wiederbringen müssen, während im Netz wenige Klicks reichen, um den Film zu sehen.

EXTRA: Netflix im Aufschwung: Hervorragendes Quartal


Der Artikel hat dir gefallen? Gib uns einen Kaffee aus!