Infrastruktur steigt: Immer mehr Ladestationen für E-Autos

Veröffentlicht am 22. Oktober 2018 in der Kategorie IT & Technik von

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Infrastruktur steigt: Immer mehr Ladestationen für E-Autos


Für den nötigen Ausbau der Infrastruktur mischen die großen Autohersteller seit einem Jahr mit. Denn ohne Ladestruktur gibt es keinen Durchbruch des Elektromotors. Nach zwölf Monaten zieht der Chef des Gemeinschaftsunternehmens Ionity ein positives Fazit.

Bei der Infrastruktur für die Elektromobilität sieht Ladestationbauer Ionity große Fortschritte in Deutschland, wie die dpa bekannt gibt.

Michael Hajesch, Firmenchef  von Ionity, sagte: „Rückblickend sehen wir eine absolute Verdopplung der Ladeinfrastruktur jedes Jahr“. Von politischer Seite aus gebe es zahlreiche Fördermaßnahmen.

„Wenn man diese Systeme einmal ausreizt, dann ist man da, glaube ich, gut unterwegs.“

Um mit dem zukünftig erwarteten Fahrzeugzuwachs mithalten zu können, müsse die Förderphase allerdings noch andauern.

Deshalb geht es mit der Elektromobilität nicht wie gewünscht voran

  • Bisher gilt als Haupthindernis des Ausbaus der Elektromobilität eine unzureichende Lade-Infrastruktur.
  • Die Autos sind außerdem noch sehr hochpreisig.
  • Die geringe Reichweite der Fahrzeuge ist ebenfalls problematisch.

EXTRA: Wann werden E-Autos bezahlbar?

Trotzdem stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos deutlich an.

Mitte 2018 lag die Anzahl der Ladestationen für Elektrofahrzeuge bei rund 13.500. Das sind rund 25 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt, laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Vor einem Jahr wurde Ionity als Gemeinschaftsfirma von den Autobauern Daimler, BMW und VW mit Sitz in München gegründet. Das Ziel ist es, an Schnellstraßen und Autobahnen, Stationen mit besonders hoher Leistung von bis zu 350 Kilowatt aufzubauen.

Kunden können damit ihre E-Fahrzeug-Batterien in rund einer halben Stunde voll aufladen.

Um eine Marktlücke zu schaffen, legt Ionity den Fokus auf Autobahnen. In den Städten wird jedoch ebenfalls eine Ladestruktur benötigt. Michael Hajesch sagte: „Bis zu zehn Prozent der durchschnittlichen Jahresfahrleistung findet aber eben auch auf der Langstrecke statt“. Ein wesentlicher Bestandteil der Kaufentscheidung ist es, die Möglichkeit zu haben, die Fahrzeuge schnell und europaweit an Tank- und Raststätten aufzuladen.

Bis 2020 will Ionity daher:

  • rund 400 Schnellladestationen
  • in 23 europäischen Ländern

Hajesch ist zuversichtlich, dieses Ziel zu erfüllen. Der Bau der ersten Ladestationen sei im Sommer begonnen worden. Bislang sind 27 im Aufbau und 14 schon fertig gestellt worden.

Quelle: dpa

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