Digital Natives sind anfälliger für Internet-Betrüger [Studie]

Veröffentlicht am 16. Oktober 2018 in der Kategorie IT & Technik von

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Digital Natives sind anfälliger für Internet-Betrüger [Studie]

Microsoft hat in 16 Ländern eine großangelegte Studie unter mehr als 16.000 Teilnehmern durchgeführt. Bei den Befragten handelt es sich um erwachsene Internet-User. Dabei kam heraus, dass ausgerechnet die so genannte Generation Y für Betrüger am Telefon besonders anfällig ist.

Bei diesen Anrufern handelt es sich um vermeintliche Mitarbeiter von Banken und anderen großen Konzernen aus der Technologie-Branche, die vorgeben, Computerprobleme zu haben. So wollen die Betrüger an Kreditkartendaten und Passwörter gelangen.

Microsoft verkündete am Montag, dass vor allem Erwachsene unter 40 in Deutschland betroffen sind. Dabei kristallisierte sich besonders die Altersgruppe von 24 - 37 Jahre heraus.

Wieso sind ausgerechnet Digital Natives betroffen?

Millennials sind eigentlich genau die Altersgruppe, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind und aus deren Alltag technische Hilfmittel nicht wegzudenken sind. Die Betrugsmaschen sind jedoch kein Einzelfall, viele Nutzer sind von dem Problem betroffen:

Mehr als die Hälfte aller Internet-User (52 %) seien dieses Jahr schon Opfer eines versuchten Betrugs geworden. Diejenigen, die jedoch tatsächlich einen finanziellen Schaden erlitten haben, waren zu mehr als zwei Dritteln (76 %) unter 38 Jahre alt.

Woher kommt die neue Naivität?

Während laut Studienergebnissen von 2016 nur 7 Prozent anfällig für die Maschen von Betrügern waren, sind es aktuell bereits 13 %. Bei Microsoft gehen auf der ganzen Welt monatlich ca. 11.000 Beschwerden über Betrugsversuche ein, denn die Betrüger geben oft auch vor, Mitarbeiter von Microsoft zu sein. Um den Kriminellen entgegenzuarbeiten, macht Microsoft darauf aufmerksam, dass sie grundsätzlich ihre Kunden nicht telefonisch kontaktieren. Daher ist sowohl am Telefon, als auch am Rechner (vor vermeintlichen Pop-ups von Microsoftt) Vorsicht geboten. Ein internationales Team in 30 Ländern soll an einer Strategie arbeiten, um gegen die Betrüger vorzugehen.

Quelle: dpa

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