Passwort-Diebstahl bei Millionen E-Mail-Konten: Sind auch Ihre Daten betroffen?

Veröffentlicht am 28. Januar 2014 in der Kategorie IT & Technik von

Themen: , , , ,

 Passwort-Diebstahl bei Millionen E-Mail-Konten: Sind auch Ihre Daten betroffen?Die meisten Menschen nutzen ihren Computer täglich. Ob zum Surfen, Spielen, Schreiben von E-Mails oder Chatten, dabei wird oft auch eine Menge Zeit online verbracht. Viele Internet-User melden sich Tag für Tag mit ihren E-Mail-Adressen und Passwörtern auf verschiedenen Webseiten an und geben somit persönliche Informationen an diese Portale weiter. Doch sind diese Daten dort wirklich sicher? Jetzt warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Millionen von Datensätzen wurden gestohlen.

Was ist passiert?

Durch Hacker wurden insgesamt 16 Millionen digitale Identitäten entwendet. Bei einer Analyse von Botnetzen, die oft von Online-Kriminellen zum Datendiebstahl genutzt werden, wurde das Problem festgestellt und die Informationen an das BSI weitergeleitet. Bei den Identitäten handelt es sich um E-Mail-Adressen und die zugehörigen Passwörter, die als Zugangsdaten für E-Mail-Portale, Online-Shops oder soziale Netzwerke genutzt wurden.

Wer ist betroffen?

Das BSI hat eine Webseite eingerichtet, auf der man testen kann, ob die eigene Mail-Adresse betroffen ist. Doch obwohl der Datendiebstahl bereits seit einigen Tagen bekannt ist, haben bislang viele der potentiell Betroffenen ihre Adresse noch nicht überprüft.  Im untenstehenden Tweet von Regierungssprecher Steffen Seibert sehen Sie den Link zur Website. Dort können Sie Ihre E-Mail-Adresse eingeben und testen lassen. Sobald die Überprüfung beendet ist, erhalten Sie, bei Übereinstimmung mit den gestohlenen Adressen, eine Antwort mit den entsprechenden Informationen und Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen. Wenn Ihre Mail-Adresse nicht betroffen ist, erhalten Sie keine Rückmeldung.

Was sollte man jetzt tun?

Lassen Sie zuerst Ihre E-Mail-Adresse überprüfen. Die Kombination von Adresse und Passwort bezieht sich zunächst nur auf ihr Postfach. Falls Sie nun feststellen, dass Sie betroffen sind, sollten Sie sich überlegen auf welchen Portalen Sie diese Mail-Passwort-Kombination noch verwendet haben. Wenn dies auf sozialen Netzwerken oder Online-Shops der Fall ist, kann es knifflig werden. Der Hacker kann auf all Ihre Daten zugreifen und vielleicht sogar unter Ihrem Namen online Bestellungen abschließen, wobei die Kosten höchstwahrscheinlich von Ihrem Konto abgebucht werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schlägt daher vor, eine digitale Säuberung Ihres PCs und eine Änderung all Ihrer Passwörter durchzuführen. Für das Erstellen neuer Passwörter gelten dabei folgende Empfehlungen: Sie sollten mindestens acht Zeichen lang sein, Sonderzeichen und/oder Ziffern sowie Groß- und Kleinbuchstaben beinhalten. Vermeiden Sie außerdem leicht zu erratende Ziffern- oder Zahlenfolgen, wie "abcd" oder "1234" . Die besten Passwörter sind, laut BSI, zufällig gewählte Zeichenketten, die man über Eselsbrücken, z.B. einen Satz, im Gedächtnis behält.