Verbesserte Suchmaschinen für die Onsite-Suche: Finden statt Suchen

Veröffentlicht am 10. Januar 2014 in der Kategorie IT & Technik von

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Verbesserte Suchmaschinen für die Onsite-Suche: Finden statt SuchenEine klassische Onsite-Suche, also das kleine Suchfeld im oberen Bereich der Website, gehört mittlerweile zur Grundausstattung jedes Webauftrittes. Im Idealfall funktioniert sie auch.

Ein Beispiel: Ein Anwender sucht auf der Website nach Informationen zu einem neuen Produkt, welches in einem Zeitungsartikel erwähnt wurde. Leider ergibt die Suche keinen Treffer. Nicht so schlimm, wenn die Inhalte wirklich nicht auf der Website hinterlegt sind. Wenn doch – beispielsweise in einem PDF – die Informationen aber nicht in den Suchergebnissen dargestellt werden, dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern ein klares Versäumnis. Eine Onsite-Suche muss heutzutage alle Inhalte einer Website indexieren und das gesamte Informationsangebot perfekt zugänglich zu machen.

Es klingt zunächst banal, aber eine gute Onsite-Suche muss nicht nur die Textinformationen in den Datenbanken des Content-Management-Systems durchforsten. Video- und Audio-Dateien, PDF-Dokumente oder Bilder sowie Inhalte anderer relevanter Firmen-/Konzern-Sites müssen natürlich ebenfalls indexiert und in die Suchvorgänge eingebunden werden.

Qualität durch Relevanz, Guided Navigation & barrierefreien Zugriff

Zusätzlich zur Grundfunktionalität, nämlich dem Finden von Informationen, ist auch die Sortierung nach Relevanz ein wesentliches Qualitätsmerkmal: Wonach haben andere Nutzer bereits gesucht und auf welche Ergebnisse geklickt?

Mit den entsprechenden Erkenntnissen können Unternehmen die Besucher dabei unterstützen, die Informationen zu finden, die sie brauchen und gleichzeitig festlegen, welche Begriffe zuerst angezeigt werden sollen. Als weitere Hilfestellung lässt sich eine so genannte „Guided Navigation“ einsetzen. Sie schlägt bei Bedarf nach der Eingabe des Suchbegriffs verschiedene passende Themen vor. Anhand dieser Suchfilter oder Facetten kann der Nutzer schnell die wirklich interessanten Informationen finden.

Es sollte nicht vergessen werden, dass heute immer mehr Nutzer über verschiedenartige Geräte wie Notebooks, Tablets oder Smartphones auf Internetseiten zugreifen und die Suchfunktion nutzen. Entsprechend müssen Bedienung und Anzeige automatisch auf die jeweilige Bildschirmgröße und -auflösung angepasst werden. Doch nicht nur eine geräte-, orts- und zeitunabhängige Funktion ist zu gewährleisten, sondern auch dass jeder Nutzer barrierefrei darauf zugreifen kann, zum Beispiel über Vorlesefunktionen und verschiedene Eingabehilfen.

Cloudbasierte Suchlösungen

Unternehmen sind mit den zahlreichen Anforderungen an eine professionelle Suche oft überfordert. Einfacher und bequemer ist es, den Service als Cloudlösung von einem lokalen Anbieter zu beziehen. Unternehmen profitieren so von dem umfassenden Service, ohne sich um administrative Aufgaben oder Updates kümmern zu müssen. Zudem sparen sie sich die Installations- und Konfigurationskosten.

Inzwischen stehen hierfür Lösungen bereit, die sich ohne Programmierkenntnisse und ohne Beteiligung der IT-Abteilung über Copy und Paste in die Unternehmensseite integrieren lassen, einfach anpassbar sind und monatlich abgerechnet werden. Zudem kann sich der Kunde in den meisten Fällen durch Testversionen davon überzeugen, wie gut die Lösung für seine speziellen Bedürfnisse funktioniert.

Ein Blick in die Zukunft

Viele Webauftritte bestehen zwar nach wie vor aus nur 50 bis 100 Seiten, doch im Zuge von Big Data werden Suchmaschinen größere Datenmengen verarbeiten müssen. Dies gilt nicht nur für global tätige Händler wie Amazon oder eBay, auch produzierende Unternehmen, Energieversorger, Finanzdienstleister oder Pharmafirmen müssen heute schon einen riesigen Datenwust schnell verarbeiten. Daher sollte eine Suchmaschine Informationen in kurzer Zeit indexieren und in Echtzeit durchsuchen können. Ein guter Cloud-Service skaliert dabei automatisch und dynamisch.

Immer mehr Bedeutung erhalten auch Assistenzdienste für die Suche. Sie führen zum Beispiel verschiedene Webseiten zusammen, helfen beim Verständnis der Sucheingaben und können eventuell eines Tages voraussagen, was der Nutzer gerade benötigt. So sucht etwa ein Diabetiker meist nach anderen „Gesundheitstipps“ als ein Asthmatiker.

Schließlich fallen auch immer mehr die Grenzen zwischen den verschiedenen Informationsquellen. Ob berufliche oder private Anwendungen: Suchmaschinen müssen sämtliche Daten unabhängig von deren Herkunft, Form oder Nutzung übergreifend auswerten. Mit Verhaltensanalyse und weiteren Informationen erhält der Anwender dann schon mit einer relativ allgemeinen Wort- oder Spracheingabe genau das, wonach er gesucht hat.