Firmen-Sicherheit: Was Sie über die Nutzung von Alarmanlagen wissen müssen!

Veröffentlicht am 13. Dezember 2013 in der Kategorie IT & Technik von

Firmen-Sicherheit: Was Sie über die Nutzung von Alarmanlagen wissen müssen!Jedes Sicherheitssystem ist mit einer Bedienungsanleitung versehen, welche Aufschluss über die Richtlinien gibt, die bei der Montage einzuhalten sind. Für die Richtlinien ist der Gesetzgeber verantwortlich. Diese können nach Hersteller und Modell der Sicherheitstechnik variieren. Alle Angaben sind ohne Gewähr und eine Haftung wird ausgeschlossen, da sich die Rechtsprechung jeder Zeit ändern kann.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, in regelmäßigen Abständen, die Rechtsprechung auf ihre Aktualität hin zu überprüfen. Alarmanlagen dienen dem Schutz von Objekten und Personen, die sich in diesen Objekten befinden.

Polizeieinsatz kann teuer werden

Bei der Entscheidung eine Sicherheitsanlage einzusetzen, sind Sie als Unternehmer dazu verpflichtet, die persönlichen Rechte Dritter zu wahren und diese nicht absichtlich oder unaufmerksam einzuschränken oder zu verletzen. Die Erhebung von Daten Dritter dürfen ausschließlich zur Strafverfolgung, wenn nachweisbar, verwendet werden. Sind diese nicht mehr zweckgebunden, müssen die Daten unverzüglich eliminiert werden. Vor der Anschaffung einer Sicherheitsanlage sollten Sie sich einige Fragen stellen, mit denen Sie sich jederzeit an einen Profi für Sicherheitstechnik wenden können:

  • Welche Anlage ist für mich die Richtige?
  • Was gibt es bei der Installation der Anlage zu beachten?
  • Entscheide ich mich für ein Videosystem, einen stillen Alarm oder eine Alarmanlage?
  • Welche Kosten kommen auf mich zu?
  • Welches Zubehör benötige und wie sieht es mit der Wartung der Geräte aus?

Das angebrachte Sicherheitssystem muss in regelmäßigen Abständen gewartet werden, damit Sie sicher sein können, dass sich kein Fehlalarm auslöst, denn dieser ist sehr teuer. Die Kosten für einen Polizeieinsatz, der durch einen Fehlalarm ausgelöst wird, trägt der Unternehmensinhaber.

Selbst dann, wenn der Fehlalarm durch Bewegungen Dritter oder Tiere ausgelöst wird. Für die Funktionalität der Anlage ist der Firmeninhaber verantwortlich.

Ein Sicherheitssystem ersetzt nicht den Versicherungsschutz, sondern soll sich bemerkbar machen, wenn die Sicherheit des Gebäudes und deren darin befindlichen Personen nicht mehr gewährleistet ist. Um Ansprüche beispielsweise aus einem Einbruch geltend zu machen, muss eine Einbruchsversicherung bestehen.

Versicherungsschutz & Personenschutz

Allein der Einsatz eines Sicherheitssystems reicht nicht aus, um eventuelle Schäden, die durch einen Einbruch entstanden sind, instand setzen zu lassen. Mit dem Thema Einbruch befasste sich unter anderem das Oberlandesgericht in Nürnberg. Konkret handelte es sich dabei um die Frage: "Müssen Räume abgeschlossen sein, damit der Versicherungsschutz gültig ist, wenn das Sicherheitssystem einen Alarm auslöst?" Das Oberlandesgericht entschied, dass die Räume nicht zwangsläufig durch ein Schloss welches mittels eines Schlüssels zu bedienen ist, verschlossen sein müssen, ein Versicherungsschutz besteht auch dann, wenn die Tür fest zugezogen ist. Dabei sollte das Sicherheitssystem selbstverständlich angeschaltet sein und die Tür oder ein Fenster nicht offen stehen.

Zum Personenschutz kann ein entsprechender stiller Alarm ausgelöst werden, der mit einer Sicherheitszentrale verbunden ist. Der stille Alarm hat zur Folge, dass die Polizei aktiv wird. Der Unternehmer muss der Polizei nachweisen können, dass der Einsatz eines stillen Alarms berechtigt war. Dieses kann durch die Angaben von Zeugen bestätigt werden, oder durch Erfassung des Straftäters vor Ort. Gibt es Zweifel seitens der Gesetzeshüter, dass Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter den Alarm unrechtmäßig ausgelöst haben, droht Ihnen eine Strafanzeige und die Kostenübernahme des Einsatzes.

So vermeiden Sie Missverständnisse

Damit Ihnen als Unternehmer keine rechtlichen Missverständnisse entstehen, sind folgende Hinweise zu beachten:

  • Einhaltung der Richtlinien zur Montage einer Sicherheitsanlage
  • Überprüfung der Funktionstüchtigkeit
  • Einhaltung des Persönlichkeitsrechtes
  • Haftung bei fälschlich ausgelöstem Alarm

Die öffentliche Kampagne K-Einbruch, ins Leben gerufen durch die Initiative der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, hat das Ziel: Alle Unternehmer über die Rechte und Pflichten des langfristigen Sicherheitsschutzes zu informieren.