Paid Content & deutsche Online-Zeitungen: Freemium Modell im Trend [Statistik]

Veröffentlicht am 2. Oktober 2013 in der Kategorie IT & Technik von

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Paid Content & deutsche Online-Zeitungen: Freemium Modell im Trend [Statistik]Die Online-Zeitung ist heutzutage kaum mehr weg zu denken. Immer mehr User informieren sich im Internet zu den neuesten Nachrichten aus aller Welt.

Viele informieren sich ausschließlich online über aktuelle Ereignisse.. Andere Leser wiederum nutzen beide Medien, die gedruckte Zeitung und die Online-Präsenz einer Zeitung.

Mehrere Vorteile sprechen für die Online-Zeitung. Zum einen hat man nicht nur auf dem Laptop Zugriff auf die Online-Zeitung, sondern auch über Tablets oder das Smartphone. Zum anderen hat eine Online-Zeitung die Möglichkeit, schneller und aktueller über Geschehnisse zu berichten.

Online lesen liegt im Trend

Bei einer europaweiten Umfrage mit 50.000 Befragten gaben 90 Prozent an im Internet Zeitung zu lesen. Somit liegt das Lesen von Online-Zeitungen an erster Stelle der Online-Mediennutzung.

Die klassische gedruckte Zeitung ist natürlich nicht ausgestorben. In Deutschland liegt sie immer noch vor der Online-Zeitung.

Doch dies bedeutet nicht, dass  die Online-Zeitung unbeliebter ist. Online Zeitung lesen liegt im Trend und steigt weiter an. Ob die Leser für einen Online-Artikel Geld ausgeben möchten, steht auf einem anderen Blatt. Immer noch ist es in vielen Köpfen normal für ein Print-Produkt zu zahlen, für dieselben Artikel online jedoch nicht. Dies stellt die Webseiten vieler Zeitungen und Zeitschriften vor ein fast unlösbares Problem: Verlange ich für meinen Online-Content nun Geld, oder nicht?

Paid Content Modelle gewinnen an Popularität

Immer mehr Online-Redaktionen entschließen sich dennoch dafür ihre Artikel für Geld an den Leser zu verkaufen. Die Redaktionen wählen hierbei zwischen verschiedenen Modellen:

Eine ist das sogenannte "Freemium Modell". Bei diesem wird ein Teil der veröffentlichten Artikel für den Leser kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der andere Teil ist jedoch nur für die Premium-Leser zugänglich, die dafür auch zahlen. Nach diesem Modell veröffentlichen derzeit 39 deutsche Online-Zeitungen ihre Artikel. Bekannt ist dieses Modell vor allem aus dem Software-Umfeld, man erhält das Produkt in der Basis-Version umsonst. Möchte man weitere Funktionen, muss man als Premium-Nutzer zahlen. Hier wird auch die Zusammensetzung der Wortneuschöpfung Freemium klar: Free+Premium=Freemium.

Eine andere Variante eines Paid Content Modells ist das "Metered Model". Hier wird nur eine bestimmte Anzahl von Artikel für den Leser freigegeben. Sobald dieses Kontingent ausgeschöpft ist, muss der Leser bis zum  nächsten Monat warten oder ein Abonnement abschließen.

Content an Leser freigeben - Alles oder Nichts?

Es existieren ebenfalls Online-Zeitungen, die ihren Content ausschließlich gegen Geld an Leser verkaufen. Somit bildet diese Methode das konsequenteste Modell. Möglich gemacht wird dieses Modell durch eine "Bezahlschranke".

Eine weitere Alternative ist es den Lesern die Möglichkeit zu geben, bei Gefallen zu bezahlen. Ob dies eine Option für eine Redaktion ist, muss diese jeweils selbst entschieden.

Viele dieser Modelle werden bereits jetzt an den verschiedensten Stellen angewendet. Einige Online-Redaktion sehen den Erhalt von Qualitätsjournalismus nur möglich, indem sie ihren Content für Geld verkaufen. Es dürfte also spannend werden, wohin das Ganze in Zukunft führt, sowohl für die Redaktionen, als auch für die Leser.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger bietet eine Übersicht aller Paid Content Angebote deutscher Zeitungen an.

Paid Content & deutsche Online-Zeitungen: Freemium Modell im Trend [Statistik]

(Quelle: www.statista.de)