Technologie der Zukunft: Seltene Erden als Problem [Infografik]

Veröffentlicht am 13. Juni 2013 in der Kategorie IT & Technik von

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Vielen von uns ist bewusst, dass die Verwendung seltener Erden eine zunehmende Problematik in unserer Gesellschaft darstellt. Schließlich drückt bereits der Name "Seltenerdmetalle" eine gewisse Begrenztheit dieses Rohstoffs aus. Um welche Elemente es sich dabei jedoch genau handelt, in welcher Bandbreite sie eingesetzt werden und wie sich die weltweite Nachfrage im Vergleich zu den Ressourcen verhält, ist im Detail jedoch weit weniger bekannt. Die folgende Infografik möchte daher über das Thema informieren und ein Weckruf zum Recycling sein, ohne dabei unnötig Sorge zu verbreiten.

Was sind Seltenerdmetalle und wozu werden sie verwendet?

Von den 17 Seltenerdmetalle gehören 15 der chemikalischen Gruppe Lanthan an. Die beiden Ausnahmen sind Yttrium und Scandium. Die Hauptquellen der weltweiten Förderung liegen im Süden Chinas, denn das Land besitzt 48% der Weltreserven, während die USA beispielsweise über  rund 12% verfügen. Auch die Vereinigten Staaten sind bisher jedoch vollständig abhängig vom Import der Rohstoffe aus China, da deren Betriebskosten um ein vielfaches niedriger sind.

Gebraucht werden seltene Erden zum einen für Computer, Mobilfunkgeräte und anderweitige Unterhaltungsmedien. Lautsprecher, GPS, Akkus und viele technische Entwicklungen mehr, lassen sich bisher durch die Verwendung dieser Metalle bauen. Zum anderen werden sie auch im Bereich der Verteidigung, wie bei Raketenlenksystemen, Drohnen und Unterwasser-Minenerkennung eingesetzt. Auch die Zukunft der sogenannten "sauberen Technologie", wie elektrische Autos, Hydro-Energie oder Windrädern, hängt maßgeblich von der Verwendung Seltenerdmetalle ab.

Angebot und Nachfrage

Momentan deckt sich die globale Produktion von Seltenerdmetallen grob mit der weltweiten Nachfrage. Schwankungen oder Differenzen zu Ungunsten der Nachfrage können meist durch oberirdische Lagerbestände und Vorräte gedeckt werden, führen jedoch auch zu extremen Preisschwankungen. Allerdings wird bis zum Jahre 2015 ein Anstieg der Nachfrage von rund 76000 Tonnen erwartet. Um einem zukünftigen Mangel an seltenen Erden vorzubeugen, sollte folglich einerseits über Recycling nachgedacht werden, welches sich bisher noch als sehr kostspielig erweist, und andererseits weiter an der Suche nach Alternativen gearbeitet werden.

(Quelle: www.vouchercloud.de)