Einfluss und Macht: Souverän netzwerken auf Google+

Veröffentlicht am 21. Mai 2013 in der Kategorie IT & Technik von

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Gut 2 Jahre nach dem Start von Google+ wird das soziale Netzwerk gerade in Deutschland noch ein wenig belächelt. Viele Firmen haben Google+ nur teilweise oder sehr spartanisch in ihre Social-Media-Strategie aufgenommen.

Dabei ist doch, gerade aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung, Google Plus ein höchst interessanter Faktor. Nicht zuletzt steigert es bei Anbindung an die eigene Webseite die visuelle Präsenz durch Profilbild und weiteren Informationen auf den Suchergebnisseiten:

Einfluss und Macht: Souverän Netzwerken auf Google+

 

Social SEO – Google+ im Fokus von Pinguin 2.0?

Wenn es um SEO geht ist Matt Cutts, Chef von Google's Webspam-Team, sehr zurückhaltend mit Hard Facts.

Aussagen wie

  • „Besuchern soll deine Webseite gefallen“
  • „sie an ihre Freunde schicken wollen“
  • „in ihre Lesezeichenliste aufnehmen“
  • und so weiter …

sind natürlich richtig und sollten stets der Grundgedanke sein, wenn es um eine erfolgreiche Marketing-Strategie geht. Trotzdem müssen eben diese Besucher zunächst einmal auf die eigene Seite aufmerksam werden.

Der beste Content und das schönste Design helfen nichts, wenn keiner es sieht!

In einem kürzlich veröffentlichten Video, erzählt Matt Cutts über die Pläne zu Pinguin 2.0, welches noch im Sommer 2013 ausgerollt werden soll.

Update: Am 23.05.2013 wurde Pinguin 2.0 weltweit ausgerollt. Wie es aussieht, wird das "Authority-Update" erst später erfolgen.

Unter anderem fällt im Video der Begriff „Authority“. Nun kann Autorität vieles bedeuten, doch liegt nahe, dass Google diesen Faktor über das hauseigene soziale Netzwerk – Google+ - berechnet.

Wie fasst man Fuß bei Google+ und wird zum einflussreichen Experten?

1. Kreise erstellen, befüllen und benutzen!

Was auf Facebook ein simples „Gefällt mir“ ist, sind auf Google+ die Kreise. Als Unternehmen mit 30-40 Followern wirkt man daher, ähnlich wie auf Facebook oder Twitter, nicht sehr einflussreich.

Zum Start empfiehlt es sich, bereits erfolgreich vernetzten Personen und Unternehmen zu folgen. Dabei ist es am effektivsten, auf Relevanz zu achten:

  • Geschäftskontakte
  • Konkurrenten
  • Experten innerhalb der eigenen Branche

Bei der Gruppierung in Kreisen hat man hierbei freie Hand. Für mich haben sich zwei Strategien als praktikabel erwiesen:

Die Benennung der Kreise nach "Beziehung", wie z.b. "Lieferanten", "Kooperationspartner", "Kunden" oder nach Themen der Zielgruppe: "Suchmaschinenoptimierung", "Nürnberg", "Finanzen".

2. Der +1 Button

Ganz ähnlich wie der „Like“-Button oder „Tweet this", sollte auch das „+1“ unter keinem Blog-Eintrag, Produkt, etc. fehlen!

Je mehr +1 für einzelne Unterseiten und Einträge, desto höher die Autorität dieser Webseite!

3. Das Google+ Profil und die eigene Webseite verknüpfen

In den Suchergebnislisten von Google kann das eigene Google+ an zwei verschiedenen Stellen auftauchen.

Einmal, wie in der Abbildung oben, als Autor eines Artikels bzw. einer Seite. Das kann sowohl auf der eigenen Webseite, als auch mit Gastartikeln auf anderen Seiten sein.

Zum Anderen – bei erfolgreicher Verknüpfung – rechts neben dem Haupteintrag der eigenen Webseite:

Einfluss und Macht: Souverän Netzwerken auf Google+

 

Der Vorteil, mit seinem Google+ Profil in den Suchergebnisliste aufzutauchen, beschränkt sich nicht nur auf die visuelle Aufmerksamkeit. Man bewirbt gleichzeitig sein Google+ Profil!

Um, wie in der Abbildung oben, das eigene Logo in die Trefferlisten von Google zu bekommen, sind einige Schritte nötig.

Um die sogenannte Authorship eines Artikels zu bekommen, registriert man sich dafür bei Google und durchläuft anschließend diesen Assistenten.

Zur Verknüpfung der eigenen Webseite mit dem Google+ Profil folgt man einfach dieser Anleitung.

4. Content ist King

Google+ eignet sich aufgrund seines Konzepts hervorragend für etwas längere Posts. Guter Content wird hier oft geteilt und die Qualität der entstehenden Diskussionen und Kommentare ist sehr hochwertig.

Interaktionen mit der Community und eigene Kommentare auf Posts von anderen Seiten steigern die Sichtbarkeit der eigenen Seite und sorgen für ein stetiges Wachstum der Followerschaft.

Um die eventuell bereits vorhandenen Facebook- und Twitter-Fans auch zu Followern auf Google+ zu konvertieren, könnte man zum Beispiel Content exklusiv auf Google+ veröffentlichen und diesen in den anderen Netzwerken anteasern.

5. Google Hangouts

Hangouts sind ein besonderer Weg, mit seiner Community in Kontakt zu treten. Ob Webinar, Produkt-Vorstellung oder Frage & Antwort – Hangouts bleiben länger im Kopf als eine einfache Statusmeldung.

Fazit

Google verknüpft sein soziales Netzwerk mit immer mehr seiner Dienste und somit natürlich auch der Suchfunktion. Wer es nicht schon längst getan hat, sollte also spätestens jetzt damit anfangen, auf Google+ zu netzwerken.

(Bild: © powertiz - fotolia.de)