Der optimale Virtualisierungs-Mix (Teil II)

Veröffentlicht am 7. Dezember 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Im ersten Teil haben Sie bereits erfahren, welche Vorteile die Virtualisierung hat. Im zweiten Teil zeigt unser Experte, wie Sie diese im Unternehmen umsetzen können.

Virtualisierung ja, aber nicht ohne Management
Die Vorteile einer Virtualisierungslösung liegen zwar augenscheinlich auf der Hand. In vollem Umfang zunutze machen können sie sich Unternehmen aber erst durch den Einsatz einer leistungsfähigen Management-Software. Erst so wird es beispielsweise möglich, Anwendungen und Desktops auf Knopfdruck auszurollen oder neue Mitarbeiter und sogar Niederlassungen innerhalb kürzester Zeit mit allen benötigten Daten und Applikationen zu versorgen. Auch für mobile Mitarbeiter eignet sich die RDS-Technik sehr gut – eine zuverlässige Verbindung zum Server vorausgesetzt. Mit der in den Startlöchern stehenden Version 5 von NetMan Desktop Manager deckt H+H alle Anforderungen an eine moderne Management-Lösung ab und implementiert nun einen RDP-Beschleuniger, der den Nutzerkomfort innerhalb der virtualisierten Umgebung noch einmal deutlich steigert.

Die richtige Mischung finden
Um den maximalen Nutzen aus der Virtualisierungstechnik zu ziehen, ist eine exakte Analyse der Anforderungen an die IT-Technik erforderlich. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse lässt sich dann eine Entscheidung für RDS, VDI oder Anwendungsvirtualisierung treffen – in den meisten Fällen aber wohl für eine Mischumgebung, die alle drei Virtualisierungstechnologien miteinander kombiniert. Denn meist wird gerade die Synergie aus RDS, VDI und Anwendungsvirtualisierung den Ansprüche eines Unternehmens bestmöglich gerecht. Der Grund hierfür liegt in der Mitarbeiterstruktur moderner Unternehmen: Meist gibt es drei Gruppen von IT-Anwendern. Den überwiegenden Teil machen „normale“ User aus, die eine geringe Anzahl von Standardanwendungen benötigen und auf eine Personalisierung ihres Desktops weitestgehend verzichten können. Eine weitere, meist bedeutend kleinere Gruppen, machen die so genannten Knowledge-Worker aus. Sie arbeiten mit anspruchsvoller Spezialsoftware und benötigen eine höhere Personalisierbarkeit ihres Desktops. Die Power-User, wohl die kleinste Gruppe in den meisten Unternehmen, nutzen Applikationen, die höchste Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der IT-Technik stellen und damit auch die Virtualisierungstechnologien an ihre Grenzen bringen.

Die Vorteile einer Mischumgebung liegen auf der Hand: Unternehmen können einen Großteil ihrer IT-Technik mit der kostengünstigen und einfach zu verwaltenden RDS-Technik optimieren. Der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter wird damit seine Aufgaben effizient und komfortabel erledigen können. Für anspruchsvollere Mitarbeiter und Aufgabenstellungen lässt sich zusätzlich die VDI-Technik implementieren, deren höherer Kosten- und Administrationsaufwand aufgrund des kleinen Anteils an der gesamten IT-Technik nur geringfügig ins Gewicht fällt. Konflikte einzelner Anwendungen lassen sich mit der Anwendungsvirtualisierung ausmerzen. Auf diese Weise können Unternehmen ihre EDV-Infrastruktur optimieren und konsolidieren und gleichzeitig nahezu alle Mitarbeiter – in der Firmenzentrale, in Niederlassungen, im Home-Office oder unterwegs – kostengünstig und sicher mit allen benötigten Applikationen und Daten versorgen.

(Bild: © NMedia – Fotolia.com)