Crapware: Überflüssige Programme vom neuen PC entfernen

Veröffentlicht am 15. November 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Wer sich schon einmal ein Laptop oder einen Rechner mit vorinstalliertem Betriebssystem gekauft hat, kennt das Problem: Bereits ab Werk sind auf der Festplatte eine Vielzahl an Anwendungen gespeichert, die man gar nicht nutzen möchte. Lesen Sie hier, wie Sie überflüssige Programme entfernen und gleichzeitig Ihren Rechner schneller machen. Denn oftmals beeinflusst diese "Crapware" auch die Leistung des PCs.

Testversionen, Toolbars und Pop-up-Fenster
Vor allem Computer vom Discounter werden oft mit einer Vielzahl an vorinstallierten Anwendungen ausgeliefert, beispielsweise Office-, Anti-Viren- oder Brennprogramme. Da es sich hierbei meist um Testversionen handelt, melden sich diese in regelmäßigen Abständen per Pop-up-Fenster, um auf den ablaufenden Testzeitraum hinzuweisen und um den Nutzer zum Kauf der Vollversion zu bewegen.

Besonders störend sind auch Toolbars, also Erweiterungsleisten im Browser mit Zusatzfunktionen wie Suchmaschinenabfragen oder Erweiterungen zum Speichern von Websites und Suchanfragen. Ein Beispiel ist die weit verbreitete "Ask-Toolbar", die als Add-on im Browser verfügbar ist. Aber auch Warnmeldungen allzu vorsichtiger Virenscanner stören beim arbeiten, da sie ablenken und auch bei Anwendungen Alarm schlagen, die kein Sicherheitsrisiko darstellen.

Einfluss auf die Leistung des Rechners
Die Vielzahl vorinstallierter Programme kann unter Umständen auch Auswirkungen auf die Leistung des Rechners haben. Da sich die Programme im Autostart einnisten, werden diese mit dem Hochfahren des PCs geladen – also jedes Mal, wenn der Computer einschaltet wird. Dies kann den Rechner deutlich langsamer machen.

Kostenlose Tools helfen bei der Deinstallation
Kauft man sich einen neuen PC, sollte man diesen deshalb zunächst einmal aufräumen, bevor man eigene Programme installiert. Eigens für diesen Zweck entwickelte Deinstallations-Programme helfen beim Entrümpeln der Festplatte.

Eine kostenlose und relativ einfach zu bedienende Software ist die Freeware PC Decrapifier für Windows. Die Anwendung listet die bekannteste Crapware auf, fordert aber vom Nutzer eine Bestätigung vor dem Löschen. Zudem setzt sie zuvor auch noch einen Systemwiederherstellungspunkt, mit dem sich in Windows das System in den alten Zustand versetzen lässt.

Alternative Programme sind App-Remover (kostenlos), Revo-Uninstaller Free (die gratis-Version hat einen beschränkten Funktionsumfang, nur noch die kostenpflichtige Pro-Version bietet alle Werkzeuge) und CC Cleaner (kostenlos).

Nutzlose Anwendungen selbst löschen
Wer nicht benötigte Software selbst löscht, solle dies grundsätzlich am besten mit den jeweiligen Deinstallations-Programmen machen. Diese arbeiten meist gründlicher als die Windows-eigene Funktion zum Entfernen von Anwendungen.

(Quelle: www.focus.de)

(Bild: © Nmedia - Fotolia.de)