Ausgewählte eReader für professionelle Ansprüche

Veröffentlicht am 14. November 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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eBook-Lesegeräte sind in der Vorweihnachtszeit wieder im Gespräch, zumal neue Anbieter in den aktuell vom Amazon Kindle dominierten Markt drängen. In dieser Ausgabe der Mittelstand Wissen Technik News präsentieren wir Ihnen eReader, die auf professionelle Anwender sowie Geschäftskunden ausgelegt sind und mehr können, als bloß Textinhalte darzustellen. Im Business- Bereich bieten sich für diese Geräte vielfältige Einsatzmöglichkeiten, da sie mit mobilem Internetzugang, umfangreichen Textverarbeitungsmöglichkeiten und Terminplaner sowie EMail-Software aufwarten. Somit ist ein Einsatz bei Vorträgen, Meetings und in Seminaren denkbar.

Der Klassiker - Amazon Kindle DX

Der Kindle wurde offensichtlich zur optimalen Darstellung von elektronischen Zeitungen und Magazinen entwickelt. Zusatzfunktionen treten bei diesem Gerät in den Hintergrund. Er sorgt mit seinem 9,7 Zoll großen Bildschirm mit neuester eInk-Technologie für ermüdungsfreies Lesen und hat mit der integrierten Tastatur für das Hinzufügen von Notizen sowie einem Browser alles an Bord, was man zum mobilen Lesen braucht. Mittels Amazon Whispernet kann der Nutzer drahtlos im Kindle Store einkaufen und surfen, was beim monochromen Display des Kindle insbesondere auf textlastigen Internetseiten gut funktioniert. Mit einer 4GB großen Festplatte fasst er ca. 3.500 eBooks, ePaper und eigene Dokumente. Kostenpunkt: 379$ (aktuell bei amazon.com bestellbar).

Mehr Möglichkeiten - Das Pocketbook 903

Ganz auf den deutschen Markt zugeschnitten punktet das Pocketbook 903 mit seinen Drahtlosschnittstellen, einem Touchscreen und umfangreichen Textverwaltungsfunktionen. Der Nutzer greift per WLAN oder 3G auf den hauseigenen eBook-Shop bookland.net oder auf andere von Pocketbook freigeschaltete eBook- und ePaper-Shops im Netz zu. Dabei überzeugt das Pocketbook mit seiner Kompatibilität zu einer Vielzahl von Dateiformaten. Insgesamt 16 verschiedene Formate inkl. durch Adobe DRM kopiergeschützte PDFs und das bekannte ePub-Format unterstützt das Pocketbook ab Werk und spielt damit seine Stärken durch eine kaum zu überbietende Content-Vielfalt aus.

Der Touchscreen wird mit dem beiliegenden Stylus bedient. Per virtueller Tastatur erfolgen Texteingaben, die später auf dem PC verwaltet und bearbeitet werden können. Zusätzliche Anwendungsgebiete erschließt das Pocketbook mit dem eingebauten Kalender, einem RSS-Reader und weiteren Applikationen, die das Pocketbook insgesamt zum digitalen Notizheft machen. Kostenpunkt: 364€ (aktuell bei cyberport.de bestellbar).

Noch eReader oder schon Tablet - Entourage Pocket eDGe

Mit seinen 1,1 kg ist das Entourage Pocket eDGe ein Schwergewicht unter den Readern. Das hat aber auch seinen Grund: Das Gerät hat einen wesentlich größeren Funktionsumfang als klassische eReader. Interessant ist zunächst einmal das Design: Es lässt sich wie ein Netbook aufklappen, weist allerdings zwei Bildschirme auf, so dass es auf den ersten Blick einem klassischen Buch ähnelt. Dabei ist eine Display-Seite mit der eInk-Technologie ausgestattet, während die gegenüberliegende Seite mit einem LCD arbeitet. Handschriftliche Notizen und Zeichnungen kann der Nutzer mittels eines Stifts auf dem eInk-Display machen. Der LCD-Screen bietet dagegen eine virtuelle Tastatur an. Notizen lassen sich zwischen beiden Displays hin und her schieben.

Software-Basis des Geräts ist Google Android. Außerdem standardmäßig an Bord: Browser und EMail-Programm. Das Pocket eDGe unterstützt sogar Flash Videos und weitere Videoformate, was seine Vielseitigkeit erhöht. Eingebaute Lautsprecher und ein Musik-Player runden die multimedialen Fähigkeiten ab. Kostenpunkt: 249€ (ebookreaderstore.de bestellbar).

Fazit

Wer mehr als ein elektronisches Buch will, sollte zum Pocketbook oder Pocket eDGe greifen. Für den Business-Einsatz eignen sich diese Geräte insbesondere durch ihre Funktionen als Notizbuch und Kommunikationszentrale. Leicht bedienbar, kompakt und leicht erfüllen sie diese Aufgaben einwandfrei, stellen jedoch keinen Ersatz für ein vollwertiges Tablet wie das Apple iPad dar.

(Bild: © ProfyArt - Fotolia.de)