Online-Lösungen im Vergleich (Teil I): Arbeiten ohne lokale Software

Veröffentlicht am 20. September 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Online-Lösungen im Vergleich (Teil I): Arbeiten ohne lokale Software Auf dem Markt für Betriebssysteme herrscht ein erbitterter Kampf der beiden Konzerne Microsoft und Apple. Nebenbei wird auch das kostenlose Linux-Operating-System immer beliebter.

Doch bei genauerer Betrachtung erscheint die Diskussion, welches System das Beste ist, als gar nicht so wichtig – zumindest dann nicht, wenn man den Großteil seiner Arbeit online erledigt.

Der Rechner als Terminal: Software direkt aus dem Browser

Eine ganze Palette von Anwendungsszenarien lässt sich über Internetbrowser erledigen. Die bekannteste Online-Version für häufige Bürotätigkeiten ist das von Google angebotene Google Docs, in Deutschland auch als Google Text & Tabellen bekannt. Mit diesem Software-Paket lassen sich alle üblichen Office-Anwendungen ohne jegliche Installation und von jedem Ort mit Internetzugriff erledigen. Ein ganz entscheidender Vorteil dieser Arbeitsweise: Die Zusammenarbeit mit Kollegen bzw. anderen Personen, sogar am selben Dokument, ist jederzeit möglich. Der Computer fungiert bei dieser Art zu Arbeiten mehr als Terminal, denn als eigenständiger Rechner, da der größte Teil der anfallenden Prozesse von Servern im Hintergrund erledigt wird. Dies bietet dem Anwender einen weiteren Vorteil: Die verwendeten Computersysteme können vergleichsweise schwach sein, was Rechenleistung und Speicherkapazität angeht, da sie auf die leistungsstarken Server der Online-Software zurückgreifen können.

Google Docs Oberfläche

Tatsache ist, dass gängige Standardbürosoftware einen Funktionsumfang bietet, der von den wenigsten Anwendern ausgereizt wird. Die Online-Anwendungen sind einfacher und dadurch in der Regel übersichtlicher, was besonders ungeschulten Anwendern die Handhabung erleichtert. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware sind bereits in Google Docs enthalten. Wer seine Online-Office-Suite noch etwas erweitern möchte, um auch ein Äquivalent zu Outlook zu haben, kann außerdem Google Mail und den Google Kalender nutzen – die Integration der einzelnen Google Softwares ist als absolut ausgereift zu bezeichnen. Die einzigen Nutzungsvoraussetzungen sind ein kostenloses Google-Konto (besitzt man bereits, wenn man Google Mail-Nutzer ist) und eine Breitbandverbindung.

Kompatibel zu allen Standard-Dateiformaten

Die Software kann mit fast allen gängigen Dokumentenformaten umgehen, wodurch es leicht möglich ist, offline mit Microsoft Office oder Open Office erstellte Dokumente zu importieren und in Google Docs weiterzubearbeiten. Einschränkend muss hier aber gesagt werden, dass der Import nicht immer 100%ig fehlerfrei verläuft. Zwar kann Google Docs alles verarbeiten, mitunter kommt es allerdings zu Darstellungsfehlern nach dem Import, welche dann in Google Docs korrigiert werden müssen. Auch der Export in alle üblichen Dateiformate stellt sich recht problemlos dar. Positiv: Wenn man als Nutzer absolut sicher sein will, dass der Empfänger das Dokument auch genau so zu sehen bekommt, wie man es erstellt hat, bietet Google Docs die Möglichkeit, PDFs zu erstellen.

Kollegen zur Mitarbeit an einem Dokument einzuladen ist denkbar einfach – Google Docs bietet unter dem Hauptmenüpunkt „Zusammenarbeiten“ die Funktion „Freigabeoptionen“, mit deren Hilfe Sie anderen Personen Zugriff auf Ihre Dokumente geben können. Der Eingeladene erhält eine E-Mail-Benachrichtigung mit einem Link, den er anklicken muss, um den Zugriff zu bestätigen.

Unser Fazit: Ausgereiftes Online-Tool zur Bewältigung der gängigsten Büroarbeiten – Unschlagbar, wenn es um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen und den Zugriff von jedem beliebigen Ort aus geht.

Weitere Artikel dieser Serie:

Online-Lösungen im Vergleich (Teil II): Arbeiten ohne lokale Software

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