Online-Händler: Neues Doppelklick-Verfahren verursacht Zusatzkosten!

Veröffentlicht am 4. Mai 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Online-Shopper sollen künftig vor einem Abschluss ausdrücklich bestätigen, dass sie korrekt über sämtliche Kosten informiert wurden. Die Anbieter erwarten durch den Gesetzentwurf hohe Zusatzkosten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Onlineshop-Zertifizierers Trusted Shops und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 300 Shop-Betreibern. Demnach bedeutet die Umsetzung eines entsprechenden Gesetzentwurfes für sechs von zehn Online-Händlern einen zusätzlichen finanziellen Aufwand. Sie seien bei der technischen Umsetzung der Vorgaben auf IT-Dienstleister angewiesen.

Hintergrund ist laut Trusted Shops ein Entwurf des Bundesjustizministeriums. Demzufolge sollen Verbraucher Internet-Bestellungen künftig nur abschließen können, wenn sie ausdrücklich bestätigen, dass sie korrekt über sämtliche Kosten und weitere Punkte informiert worden sind. Ohne diesen so genannten "Doppelklick" solle der Vertrag nichtig sein.

DIHK und Trusted Shops kritisierten den Vorschlag: Verbraucher würden dadurch nicht besser geschützt, seriöse Händler jedoch über Gebühr belastet, so Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Abteilung Recht bei Trusted Shops. Eine Alternative zum Doppelklick-Verfahren sei eine "Schaltflächen-Lösung". Dabei könnten Verbraucher den Kauf wie bisher mit einem Klick abschließen, sofern der Bestellbutton klar auf ein zahlungspflichtiges Angebot verweise. (uqrl)

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