Datenpannen kosten Unternehmen Millionen

Veröffentlicht am 30. März 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Die Kosten für Datenverluste steigen von Jahr zu Jahr: 2010 bezahlten deutsche Firmen nach einer Datenpanne durchschnittlich 3,4 Millionen Euro für Aufklärung und Schadensbegrenzung.

Das geht aus der aktuellen Studie "Cost of a Data Breach" des Ponemon-Instituts im Auftrag des Software-Anbieters Symantec hervor. Demnach lagen die Kosten im vergangenen Jahr um 31 Prozent höher als im Jahr zuvor mit 2,6 Millionen Euro. Die Kosten pro verlorenem Datensatz seien im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 138 Euro gestiegen.

Eine mögliche Ursache für die gestiegenen Kosten sieht Symantec in der neuen Gesetzgebung. Unternehmen müssten heute schneller reagieren und mehr Gegenmaßnahmen ergreifen. Mit 44 Prozent machten die Wiederherstellung von Geschäfts- und Kundendaten sowie entgangene Profite den größten Teil der Kosten nach einem Datenverlust aus. Danach folgten Kosten für die Kommunikation mit den betroffenen Kunden.

Ursachen der Datenverluste

Cyberangriffe und Fahrlässigkeit sind Symantec zufolge in deutschen Unternehmen die häufigsten Ursachen für Datenverluste. So seien in 40 Prozent der Fälle Schadcode und kriminelle Angriffe für einen Datenvorfall verantwortlich gewesen. Ebenfalls 40 Prozent der Datenverluste seien durch fahrlässiges Verhalten von Mitarbeitern entstanden. Gestohlene oder verlorene Geräte hätten in jedem dritten Fall eine Rolle gespielt.

Für die Studie wurden 25 deutsche Unternehmen aus zwölf Branchen befragt, die 2010 zwischen 3.000 und 78.000 Datensätze verloren haben. Betrachtet wurde neben den Kosten für die Identifikation des Datenverlusts und die Benachrichtigung der Betroffenen auch der Aufwand für die Untersuchung und Nachbereitung des Vorfalls. (uqrl)

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