Viele Unternehmen verwenden unlizenzierte Software

Veröffentlicht am 21. März 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Die Nutzung unlizenzierter Software kostete deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr über 1,5 Millionen Euro. Branchenverbände fordern deswegen eine doppelte Lizenzgebühr für so genannte "Software-Schnorrer".

Wie das IT-Portal heise.de berichtet, zahlten deutsche Firmen im vergangen Jahr 940.000 Euro Schadensersatz für unrechtmäßige Software-Nutzung. Nach Angaben des Branchenverbandes Business Software Alliance (BSA) seien dazu noch 575.000 Euro Gebühren angefallen für nachträgliche Lizenzen. 2007 hätten sich die gesamten Nachzahlungen nur auf 1,1 Millionen Euro belaufen.

Besonders viele Hinweise zu "Software-Schnorrern" kamen der BSA zufolge aus Berlin und Hamburg. Hier sei das Risiko besonders groß, entdeckt zu werden. Die meisten Fälle habe es wie schon in den Vorjahren aber in Nordrhein-Westfalen (20 Prozent) und Bayern (18 Prozent) gegeben. Die meisten Hinweise auf illegale Software-Nutzung seien aus den Sektoren Dienstleistung (13 Prozent) und Werbung/Medien/Agenturen (elf Prozent) eingegangen. Insgesamt seien in Deutschland im vergangenen Jahr 16.500 Rechner verschiedener Unternehmen überprüft worden.

Ruf nach härteren Sanktionen

BSA-Direktor Georg Herrnleben forderte laut heise.de, von illegalen Nutzern pauschal eine doppelte Lizenzgebühr verlangen zu dürfen. Begründet habe er dies mit Kosten für Aufklärungskampagnen sowie für die Aufdeckung und Verfolgung von Piraterie. Laut heise.de ist diese Art der Berechnung in Deutschland bisher nur in Ausnahmen erlaubt. (uqrl)

www.heise.de

(Bild: © K.-U. Häßler – Fotolia.com)