Server-Virtualisierung: Nutzen Sie Ihre IT-Infrastruktur effizienter!

Veröffentlicht am 10. März 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Durch eine Virtualisierung ihrer Server können Unternehmen ihre IT-Infrastruktur effizienter nutzen. Worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie hier.

Eine Server-Virtualisierung habe viele Vorteile, schreibt das IT-Portal computerwoche.de. Systeme würden besser ausgelastet, IT-Kosten und der Stromverbrauch gesenkt. Allerdings lohne sich eine Virtualisierung nicht für jedes Unternehmen.

computerwoche.de erläutert, worauf es bei der Virtualisierung ankommt:

1. Ziele setzen

Wägen Sie Vor- und Nachteile der Virtualisierung ab und setzen Sie sich klare Ziele, an denen Sie Ihre Strategie ausrichten. Nicht für jedes Unternehmen lohnt sich der Aufwand.

2. Klein anfangen

Fangen Sie mit der Virtualisierung klein an und gehen Sie schrittweise vor. Schauen Sie, wie schnell Sie etwas zurückbekommen. Schnelle Gewinne steigern die Akzeptanz.

3. Betriebsprozesse anpassen

Durch Virtualisierung können verschiedene Aufgabenfelder zusammenfallen. Organisieren Sie deswegen Ihre Betriebsprozesse neu. Das erfordert eine gute Organisation und eine enge Zusammenarbeit der IT-Abteilungen.

4. Mitarbeiter schulen

Schulen Sie Ihre Mitarbeiter – zumindest die IT-Abteilung. So erhöhen Sie die Erfolgschancen der Server-Konsolidierung. Denn meistens fehlt es an Erfahrung und Know-how.

5. Bestandsaufnahme machen

Analysieren Sie den Ist-Zustand Ihrer Technologien und Applikationen. Überprüfen Sie dabei unter anderem, in welcher Abhängigkeit die Systeme zueinander stehen und ob das Data Center mit der neuen Technologie klarkommt – etwa bezüglich Strom und Klimatisierung.

6. Auslastung einschätzen

Schätzen Sie vor der Virtualisierung die erwartete Auslastung anhand eines Workload-Assessment. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur das Server-Umfeld, sondern das Gesamtsystem. Mit einer Auslastung von etwa 80 Prozent können Sie die Server energietechnisch wirtschaftlich betreiben.

7. Aufteilung festlegen

Überlegen Sie, ob die Rechenlast für die Virtualisierung auf einen großen oder mehrere kleinere Server verteilt werden soll. Berücksichtigen Sie dabei neben wirtschaftlichen Überlegungen wie Stromverbrauch und Klimatisierung auch Sicherheitsaspekte.

8. Notfälle klären

Überlegen Sie, ob Sie einen Notfall-Server brauchen. Das ist dann der Fall, wenn Ihr Unternehmen einen Server-Ausfall von mehreren Stunden nicht verkraften könnte. Eine günstigere Alternative können Ersatzsysteme sein, auf die im Notfall automatisch ausgewichen wird.

9. Lizenzfragen klären

Regeln Sie vor der Virtualisierung Lizenz-Fragen. Denn Software-Unternehmen verlangen womöglich Geld für neue Lizenzen. Die Abrechnung kann dabei kompliziert werden, wenn etwa nicht nur pro Server oder CPU abgerechnet wird, sondern pro Prozessorkern oder gar pro MIPS (Million Instructions per Second).

10. Altsysteme abschalten

Rangieren Sie nicht mehr benötigte Systeme nach der Server-Virtualisierung aus, damit Sie die Einsparpotenziale tatsächlich ausnutzen. Rechnen Sie dabei auch den Mehraufwand für die Ausfallsicherheit in der IT-Infrastruktur ein. (uqrl)

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(Bild: © Srecko Djarmati – Fotolia.com)