iPhone: Apps senden ungefragt Daten an Werbeunternehmen

Veröffentlicht am 10. Februar 2011 in der Kategorie IT & Technik von

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Zusatzanwendungen für das iPhone sind beliebt. Mit den so genannten Apps holen sich iPhone-Besitzer unter Umständen jedoch kleine Spione in ihr Apple-Smartphone.

Das gehe aus Recherchen des Wall Street Journals hervor, berichtet das Medien-Portal meedia.de. Demnach leiten iPhone-Anwendungen häufig ungefragt Kundendaten weiter. In einem Test des Wall Street Journals übertrugen laut meedia.de 56 Apps die Gerätenummer, ohne den User darüber zu informieren. 47 hätten ungefragt den Aufenthaltsort des Users übermittelt. Fünf schickten dem Test zufolge sogar Alter, Geschlecht und andere sensible Daten an Dritte.

Die Informationen landeten bei Werbeunternehmen. Dabei nutzten die Entwickler eine Lücke in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der AppStores, nach der sie für die Abfrage der Gerätenummer nicht das Einverständnis des Nutzers benötigen. Anhand dieser eindeutigen Identifikationsnummer (ID) könnten App-Anbieter verfolgen, welche Programme die Nutzer herunterladen und wie sie diese benutzen. Laut meedia.de liegt einem Gericht in Kalifornien deswegen bereits eine Klage gegen Apple vor.

Der Anklageschrift zufolge verkauften einige Apps auch Zusatzinformationen an Anzeigen-Netzwerke. Diese umfassten unter anderem den Standort des Anwenders sowie Alter, Geschlecht, Einkommen, ethnische Abstammung, sexuelle Ausrichtung und politische Ansichten. Die ID könne entgegen den Beteuerungen von Apple nicht abgeblockt werden, so die Klage weiter.

Sicherheitslücken gebe es laut Experten auch bei dem vorinstallierten Safari-Browser, so meedia.de. Dieser öffne ungeprüft jedes Dateiformat und leite es weiter. (uqrl)

www.meedia.de

(Bild: © Benjamin Haas - Fotolia.com)