Checkliste: In 10 Schritten in die Selbstständigkeit

Veröffentlicht am 20. Januar 2011 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

Themen: ,

unternehmensgründung checklisteEine Unternehmensgründung erfordert Mut – und eine gute Vorbereitung. Diese Checkliste zeigt Ihnen auf, woran Sie sich beim Schritt in die Selbständigkeit orientieren sollten. Der Existenzgründer-Berater Peter Brenner erläutert auf dem IT-Portal computerwoche.de, was Sie beim Start Ihrer Selbständigkeit beachten sollten:

1. Schritt: Geschäftsidee entwickeln

Stellen Sie Ihre Geschäftsidee auf den Prüfstand. Überlegen Sie, was Ihre Kernkompetenzen sind und wie Sie diese darstellen. Verfügen Sie über genügend Kontakte und gibt es womöglich schon potenzielle Kunden? Überlegen Sie auch, wie Sie auf sich aufmerksam machen wollen und ob Sie bereit sind, Marketing- und Akquise-Tätigkeiten zu übernehmen.

2. Schritt: Rahmenbedingungen ermitteln

Unterziehen Sie Ihre Geschäftsidee sowie Ihre persönliche und fachlichen Eignung einem kritischen Test:

  • Existiert Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bereits auf dem Markt? Unterscheidet es sich von anderen – etwa durch einen besonderen Service?
  • Sind Preis und Qualität aufeinander abgestimmt?
  • Haben Sie die Zielgruppen sorgfältig ermittelt?
  • Sind Ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse überdurchschnittlich und auf dem neuesten Stand?
  • Sind Sie körperlich und geistig belastbar sowie hundertprozentig engagiert?
  • Können Sie sich Ziele setzen und diese konsequent verfolgen?
  • Steht Ihre Familie hinter Ihnen?
  • Verfügen Sie über grundlegendes kaufmännisches Wissen? Haben Sie fachliche oder kaufmännische Hilfe?
  • Haben Sie Erfahrung im Umgang mit Menschen und macht Ihnen dieser Spaß?

3. Schritt: Businessplan erstellen

Ein Businessplan gibt Ihrem Gründungsvorhaben das Fundament. Dabei sollten Sie zunächst mit einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung die Wirtschaftlichkeit Ihres Vorhabens ermitteln. Überlegen Sie dazu,

  • welchen Stunden- oder Tagessatz Sie bei wie vielen Beratungstagen kalkulieren
  • wie hoch Ihre Personal- und Geschäftsraumkosten sind
  • wie viel Sie für weitere Kosten ansetzen, etwa Reisekosten, Telekommunikation, Steuerberater, Abschreibungen, Marketing und Akquise, Versicherungen, Fortbildung
  • welche Umsatzrentabilität sich daraus ergibt.

4. Schritt: Fördermittel ausloten

Nutzen Sie bei Bedarf die verschiedenen Möglichkeiten einer staatlichen Förderung. Mit einem Businessplan können Sie vor Ihrer Gründung zum Beispiel den Gründungszuschuss bei der Agentur für Arbeit beantragen. Und das Gründercoaching Deutschland der KfW bezuschusst Coaching-Kosten mit 50 Prozent, bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit sogar mit 90 Prozent.

5. Schritt: Marketing-Unterlagen erstellen

Ein erfolgreicher Marktauftritt hängt auch von Ihrer Außendarstellung ab: Dazu gehören unter anderem ein aussagekräftiges Profil, Einsatzgebiet, Internet-Auftritt, Briefbogen, Visitenkarten und Firmenlogo.

6. Schritt: Bei den Behörden anmelden

Überlegen Sie bei der Anmeldung beim Finanzamt, welche Angaben Sie im so genannten Betriebserfassungsbogen machen. So ist eine Ab- oder Anmeldung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund nicht unbedingt erforderlich. Als Freiberufler kann die Anmeldung eines Gewerbes kontraproduktiv sein. Denn dann drohen zusätzlich zur Gewerbesteuer, Beiträge bei der IHK und Berufsgenossenschaft, doppelte Buchführung und Bilanzierungspflicht.

7. Schritt: Netzwerk aufbauen

Bauen Sie ein Netzwerk auf. Es reicht nicht aus, wenn Sie sich einfach bei vielen Internet-Plattformen eintragen. Frischen Sie etwa Kontakte aus der Vergangenheit auf, zeigen Sie Präsenz auf Kongressen, Messen und Tagungen Ihres Fachgebiets oder werden Sie Mitglied in einem Berufsverband.

8. Schritt: Direktaufträge anvisieren

Sprechen Sie Ihre Zielgruppen direkt an. Ermitteln Sie dazu potenzielle Kunden und die richtigen Ansprechpartner. Nutzen Sie dabei zum Beispiel Verzeichnisse, Kooperationen oder Empfehlungen von bestehenden Kunden.

9. Schritt: Expertise erweitern

Zeigen Sie, dass Sie auf Ihrem Fachgebiet auf dem Laufenden sind und positionieren Sie sich als Experte – etwa durch Fachbeiträge in Internet-Foren oder sozialen Netzwerken, nützliche Beiträge auf Ihrer Homepage oder Mailing-Aktionen.

10. Schritt: Laufend optimieren

Entwickeln Sie sich fachlich permanent weiter – zum Beispiel durch Qualifizierungsmaßnahmen, Zertifizierungen, Online-Schulungen oder durch Selbststudium. (uqrl)

www.computerwoche.de