Erfolgreiche Existenzgründung für alle!

Veröffentlicht am 19. November 2010 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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Insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten bewegt sich der Arbeitsmarkt in schwer einschätzbaren Bahnen und schlägt sich bei vielen Angestellten in Existenzängsten und Unsicherheiten bei der Lebens- und Karriereplanung nieder.

Einen Ausweg stellt die Flucht nach vorne dar, in Form einer Existenzgründung.

Stellschrauben der Existenzgründung

Cash-Burn-Rate senken! Laufende Kosten wie Gehälter, Mieten, Wartungskosten für Computersysteme oder Maschinen, Nutzungsgebühren für Patente, Telefonkosten usw. müssen möglichst niedrig gehalten werden.

Ressourcen sichern! Der ressourcenorientierte Einsatz und die langfristige Bindung eines festen Mitarbeiterstammes führen zum Aufbau einer vertrauensfördernden Unternehmenskultur. Dies kann sich zu einem fundamentalen Vorteil für die Erhaltung impliziten Wissens entwickeln, dient zusätzlich als Prävention einer hohen Fluktuationsrate und schlägt sich in der positiven Kostenplanung nieder. Existenzgründern ist anzuraten, Unterstützung von Freunden und Familie anzunehmen.

Auf Outsourcing einstellen

Outsourcing ermöglicht es, die zwei Stellschrauben zu jedem Zeitpunkt optimal zu justieren. Schon seit vielen Jahren betreiben Großunternehmen Outsourcing in Form von Auslagerung an lokale Dienstleister oder häufig auch in Niedriglohnländer. Dabei wird auf das Know-how professioneller Fachkräfte zurückgegriffen, ohne eine feste Stelle zu vergeben und sich an einen Arbeitsvertrag über eine längere Zeit binden zu müssen.

Jedoch muss jeder neue freie Mitarbeiter zeitaufwendig und umfangreich gebrieft werden. Dadurch haben outsourcende Existenzgründer höheren Steuerungsaufwand und mehr Mitwisser, was für manche Unternehmen ein ernstzunehmendes Problem darstellen kann. Weil oft kein persönlicher Kontakt zustande kommt, entsteht weniger Bindung als bei eigenen Mitarbeitern.

Existenzgründung: Plattformen für Projektvermittlung

Die Branche der Projektvermittlung hat in den letzten Jahren einen neuen Zweig entwickelt: die Online-Projektvermittlung über Internet-Plattformen.

Es entsteht eine Win-Win-Situation: Dienstleister profitieren vor allem durch eine Stabilisierung ihrer Auftragslage und ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten zur beruflichen Selbstverwirklichung. Gewinner der Entwicklung sind die Existenzgründer, denn sie können jetzt auf Ressourcen weltweit zurückgreifen, die ihnen vor wenigen Jahren wegen zu hohem Finanzierungsbedarf noch unzugänglich gewesen wären. Verlierer sind die Betrüger, weil Sie angesichts der transparenten Bewertungssysteme schnell entlarvt werden und keine neuen Opfer mehr finden können.

Neben der reinen Vermittlung von Projekten werden auch noch verschiedene Services angeboten, zum Beispiel telefonischer Kundendienst, Hilfe beim Projektmanagement oder Highlighting einzelner Projekte. Ebenfalls zum Service-Angebot gehören Sicherheitsaspekte wie sichere Zahlungsabwicklung mit Dienstleistern in anderen, oft nicht-europäischen Ländern.

Transparenz und Flexibilität

Indem sie es den Nutzern ermöglichen, verschiedene Angebote einzuholen und zu vergleichen, schaffen Online-Plattformen für Projektvermittlung ein Höchstmaß an Transparenz, damit der jeweils am besten geeignete Dienstleistungs-Anbieter ermittelt und angeheuert werden kann.

Existenzgründerinnen profitieren besonders stark, indem sie ihre Familie und ihre Erwerbstätigkeit besser koordinieren können, da man von zu Hause aus arbeiten und gleichzeitig bei den Kindern sein kann.

Existenzgründung: Sprach- und Kulturbarrieren

Um eine zufriedenstellende Kooperation sicherzustellen und die Kommunikation über Ländergrenzen hinweg effizient zu gestalten, ist das Sprechen einer weltweit gesprochenen Sprache eine notwendige Bedingung.

Darüber hinaus sind nicht nur sprachliche Differenzen ein Nachteil. Auch kulturelle Gegebenheiten führen zu ungewollten Missverständnissen. Es ist daher ratsam, sich in einer Vorbereitungsphase, vor einem Telefonat oder einer Videokonferenz, über die länderspezifischen Sitten, den Verhaltenscodex sowie über den Code of Communication zu informieren.

Lohndumping

Durch die Gründung von GmbHs, die Ausgliederung von Abteilungen sowie die Abwanderung ganzer Fertigungsbereiche ins Ausland werden Mitarbeiter kleiner, mittlerer aber auch größerer Unternehmen unter schlechteren Arbeitsbedingungen weiterbeschäftigt oder entlassen.

Die Abwanderung ins Ausland bedeutet meistens das endgültige Aus eines Arbeitsvertrages und die Etablierung in einem Billiglohnland. Die Rechtfertigung des Änderungs- oder Aufhebungsvertrages ist in den meisten Fällen wirtschaftlicher Art und somit arbeitsrechtlich nicht anfechtbar.

Abwägung der Vor- und Nachteile von Outsourcing

Am Ende ist Outsourcing eine Frage der Existenzerhaltung für viele kleine und mittlere Unternehmen. Ein wichtiger Gedankengang bei einer möglichen Ausgliederung ins Ausland ist dabei, auf faire Arbeitsbedingungen vor Ort Acht zu geben.

Weiter gilt zu beachten, dass es auf das Geschäftsmodell, die Branche und die erforderlichen Bereiche für das Startup ankommt, ob und was ausgegliedert wird bzw. werden kann. Bei kleinen und mittleren Unternehmen, die ein knappes Start-Volumen aufweisen und bei denen die Strukturen noch in den Kinderschuhen stecken, ist die Ausgliederung unumgänglich.

Dadurch können sich Existenzgründer zunächst auf die wesentlichen Tätigkeiten konzentrieren, die am Anfang grundlegend für den Aufbau des Startups sind. Sofern die Zusammenarbeit mit Agenturen innerhalb der Landesgrenzen liegt, ist eine Ausgliederung zu befürworten, sogar förderlich, denn die Arbeitskraft bleibt vor Ort. Dem kann hinzugefügt werden, dass spezialisierte Agenturen Existenzgründern dazu verhelfen können, sich Fachwissen von Profis anzueignen.

(Bild: © Mograph - Fotolia.com)