4 Fragen zum Thema Unternehmensfinanzierung für Existenzgründer

Veröffentlicht am 19. Mai 2010 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

Themen: , , ,

In der Mai-Ausgabe des Fachmagazins "Mittelstand Wissen" beantwortete Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand und Existenzgründung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag, vier Fragen rund um das Thema "Unternehmensfinanzierung für Existenzgründer".

Die Krise hat die Unternehmensfinanzierung teils erheblich erschwert. Bekommen Gründer überhaupt noch Kredit?

Ja, wenn die Geschäftsidee stimmt und die Finanzierung durchdacht ist. Doch fast 40 Prozent haben kein systematisches Konzept, unterschätzen Startinvestitionen und laufende Kosten. Dies kann schnell zur Ablehnung des Kreditantrages führen – zumal Gründer mit gestiegenen Anforderungen der Banken und Sparkassen rechnen müssen.

Und wenn Zinsen oder Sicherheitenanforderungen zu hoch sind?

… könnte die Aufnahme von Eigenkapital helfen, was derzeit jedoch nur 20 Prozent der Gründer erwägen. Gründer können Business Angels ansprechen – erfahrene Unternehmer, die mit Kapital und Know-how unterstützen. Insbesondere in Hightech-Branchen könnte sich eine Partnerschaft mit Beteiligungsgesellschaften lohnen.

Welche staatlichen Förderprogramme gibt es?

Deutschland ist Förderweltmeister – mit fast 200 Gründerförderprogrammen. Viele Kleingründer beantragen das KfW-Startgeld, den Gründungszuschuss für Arbeitslose oder Mikrokredite. Für größere Startups gibt es das ERP-Kapital für Gründung oder das ERP-Innovationsprogramm. Doch auch hier gilt: Ohne gute Geschäftsidee gibt es keine Förderung. Wie sollten sich Gründer auf das Finanzierungsgespräch vorbereiten? Folgende 3 Fragen müssen Gründer mit „Ja“ beantworten:

  1. Habe ich eine gute Idee?
  2. Kann ich Kunden und Finanzierungspartner davon überzeugen?
  3. Habe ich einen Businessplan?

Hierbei hilft ein IHK-Gründungsexperte, mit dem Gründer das Bankgespräch auch vorab üben können.

(Bild: © af photo - Fotolia.de)