7 Förderprogramme für Gründer und Jungunternehmer

Veröffentlicht am 21. April 2010 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

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iStock_000002641760MediumAn Kapital mangelt es Gründern vor allem zu Beginn ihrer Selbständigkeit. Doch es gibt viele interessante Förderprogramme des Bundes und der EU, die sich direkt an Gründer und Jungunternehmer richten.

Das Gründer-Portal impulse-gruenderzeit.de hat zehn Kapitalquellen für Jungunternehmer zusammengestellt. Unternehmer.de erläutert die sieben interessantesten Förderprogramme:

1. Gründungszuschuss und Einstiegsgeld

Für angehende Firmenchefs, die aus der Arbeitslosigkeit heraus starten. Empfänger des Arbeitslosengelds II (ALG II) können zudem das Einstiegsgeld beantragen, welches allerdings zum Großteil auf das ALG II angerechnet wird.

Neun Monate lang erhalten die Unternehmer einen Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengelds plus 300 Euro zur sozialen Absicherung. Im anschließenden halben Jahr zahlt die Bundesagentur für Arbeit noch die Sozialkomponente aus, wenn der Firmenstart tatsächlich erfolgt ist.

2. KfW-Startgeld

Ein Fördertopf für Gründer, Freiberufler und Kleinunternehmen, die noch nicht länger als drei Jahre am Markt sind – auch für Start-ups, die im Nebenerwerb gegründet wurden.

Die KfW Mittelstandsbank übernimmt bis zu 80 Prozent des Risikos für einen Bankkredit. Die Kreditsumme darf höchstens 50.000 Euro betragen. Für die gewährten Kredite wird eine Laufzeit von fünf oder 20 Jahren mit einer tilgungsfreien Anlaufzeit von ein oder zwei Jahren vereinbart. Zudem ist eine vorzeitige Rückzahlung jederzeit kostenfrei möglich.

3. Mikrokredite oder Mikrodarlehen

Für Gründer und Jungunternehmer (bis zu drei Jahre Selbständigkeit), die maximal 25.000 Euro benötigen. Die Kreditvergabe ist in vielen Fällen mit der Teilnahme an einem Management-Workshop oder an einem Coaching-Programm verbunden. Im Gegenzug wird meist auf bankübliche Sicherheiten oder die Erstellung eines Businessplans verzichtet.

4. Gründercoaching

Für Unternehmer, deren Start in die Selbständigkeit höchstens fünf Jahre zurückliegt und für Firmenchefs, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gestartet sind.

Die KfW finanziert mit dieser Förderung die Honorare für qualifizierte Berater. Sie zahlt diese Zuschüsse an Gründer, die zuvor arbeitslos waren (90 Prozent von maximal 6.000 Euro Beratungskosten) sowie Firmen in den alten (50 Prozent) und neuen Bundesländern (75 Prozent) aus. Betriebe aus den Regionen Halle, Leipzig, Südwestbrandenburg und Lüneburg erhalten ebenfalls 75 Prozent des Honorars.

5. ERP-Kapital für Gründung

Für Gründer, deren Firma höchstens drei Jahre alt ist. Der Antragsteller muss mindestens mit zehn Prozent am Betrieb beteiligt sein. Die KfW Mittelstandsbank stellt ein nachrangiges Darlehen in Höhe von maximal 500.000 Euro zur Verfügung. Im Insolvenzfall werden also zuerst die anderen Gläubiger und erst dann die KfW bedient. Das Geld steht 15 Jahre zur Verfügung – erst nach sieben Jahren muss der Gründer mit der Rückzahlung beginnen.

6. ERP-Innovationsprogramm

Das Geld wird Betrieben zur Verfügung gestellt, die seit mindestens zwei Jahren tätig sind und innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln beziehungsweise am Markt einführen.

Diese Förderquelle kombiniert ein zinsgünstiges herkömmliches Darlehen mit einem Nachrangdarlehen. In der Forschungs- und Entwicklungsphase zahlt die KfW höchstens fünf Millionen Euro aus, in der Markteinführungsphase maximal 2,5 Millionen Euro (alte Bundesländer: eine Million Euro).

7. ERP-Startfonds

Gefördert werden junge, innovative Technologieunternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind. Die Voraussetzung: Die Gründer besitzen mindestens ein Viertel der Geschäftsanteile, der kooperierende Kapitalgeber höchstens 49 Prozent.

Hier gibt es echtes Eigenkapital – allerdings nur, wenn sich neben der KfW Mittelstandsbank noch ein weiterer Investor in mindestens der gleichen Höhe engagiert, zum Beispiel bei der KfW akkreditierte Beteiligungsgesellschaften oder Business Angels.

Pro Finanzierungsrunde stellt das Institut maximal 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, insgesamt darf das Engagement der KfW drei Millionen Euro nicht übersteigen. Die Laufzeit, die Konditionen und die Beteiligungsform richten sich nach den Bedingungen des zweiten Finanzierungspartners. (uqrl)

Mehr Förderprogramme auf impulse-gruenderzeit.de

(Bild: © iStockphoto.com)